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Checkliste Pelletofen

Die persönliche Checkliste für Ihren Pelletofen – So sind Sie auf der sicheren Seite

So beugen Sie vor – mit einer regelmäßigen Wartung Ihres Pelletofens können Sie seine Qualität erhalten und lange von seiner Wärme profitieren

Eine praktische Checkliste für Sie

An kalten Tagen genießen Sie nicht nur das besondere Ambiente eines Ofens, sondern auch die wohlige Wärme, die von Ihm ausgeht. Ein Pelletofen ist dabei eine besonders komfortable Art und Weise Ihren Wohnraum zu befeuern – schließlich nimmt Ihnen ein Pelletofen die meiste Arbeit ab und führt die Verbrennung beinahe vollständig automatisch durch. Aber auch ein Pelletofen unterliegt einem täglichen Verschleiß und eine Vernachlässigung der Pflege zieht massive Einbußen nach sich. Damit Sie von einem effizienten Betrieb profitieren und das auch langfristig gesehen, ist es notwendig Ihren Pelletofen einer stetigen Wartung zu unterziehen. Wenn Sie verschiedene Elemente an Ihrem Pelletofen regelmäßig überprüfen, können Sie seine Qualität und somit auch seine zuverlässige Arbeitsweise aufrechterhalten – damit Sie auch in Zukunft mit Ihrem Pelletofen ökologisch und ökonomisch heizen. Dies gelingt Ihnen problemlos, wenn Sie sich an die vorliegenden Informationen erhalten. In diesem Beitrag liefern wir Ihnen eine übersichtliche Checkliste, die Sie für die Wartung Ihres Pelletofens abhaken können.

Pelletofen Montagebeispiel

Schritt Nummer 1 ist- immer bevor Sie überhaupt irgendetwas an Ihrem Ofen machen – zu überprüfen, dass dieser ausgeschaltet und abgekühlt ist, sowie ob der Stecker gezogen ist. So schützen Sie nicht nur sich selbst vor etwaigen Verletzungen, sondern Sie können auch verhindern, dass Sie bei Ihrem Ofen einen Defekt durch die etwaige Störung des Betriebes verursachen.

  1. Checken Sie die Pelletzufuhr und Brenntopf des Pelletofens

Das Innenleben an Ihrem Pelletofen ist wohl das wichtigste, denn dieses gewährleistet Ihnen einen störungsfreien Betrieb. Ob stets eine manuelle Überprüfung notwendig ist hängt auch mit Ihrem Pelletofen zusammen. Einige Modelle verfügen über spezielle Programme, die Sie über etwaige Defekte rechtzeitig informieren und sogar einen störungsvollen Betrieb verhindern.

Beginnen können Sie bei Ihrer Überprüfung mit der Pelletzufuhr: 

  • Sie können den Vorratsbehälter von lästigem Pelletstaub befreien und
  • die Förderschnecke auf Funktionstüchtigkeit prüfen, damit auch weiterhin Pellets in den Brennraum gelangen.
  • Dafür kann der Pelletschlauch auf festen Sitz und Schäden überprüft werden.

Um den Pelletbrenner zu testen können Sie:

  • Ein sogenanntes Autotest-Programm durchlaufen lassen, insofern es an Ihrem Pelletofen vorhanden ist,
  • den Ventilator auf leichten Lauf prüfen und vor allem
  • den Pelletbrenner säubern.

Den Pelletkessel können Sie natürlich ebenfalls

  • Säubern, sowie
  • die keramische Auskleidung auf Schäden überprüfen.

Insofern nicht bereits durch Ihren Schornsteinfeger erledigt können Sie die Verbindungen

  • der Ofenrohre bzw. die Verbindungsleitungen säubern, sowie
  • den dazugehörigen Zugregler prüfen.

  1. Die Überprüfung der Pelletofenrohre und des Schornsteins

Zu einer regelmäßigen Wartung zählt auch, die zur Ableitung von gefährlichen Verbrennungsgasen notwendigen Ofenrohren und den Schornstein zu überprüfen und zu reinigen. Die Ofenrohre stellen die Verbindung zwischen Ihrem Schornstein und dem Ofen dar. Beim Pelletofen werden spezielle Pelletofenrohre genutzt, deren Abgassystem zumeist mit einem T-Stück beginnt. Das dabei nicht verwendete Ende wird mit einer Abdeckkappe verschlossen. Diese wird zur Reinigung der Ofenrohre einfach abgedreht, wobei der Verschlussdeckel selbst bereits mit Rückständen gefüllt sein wird. Diese können Sie wie gewöhnlich entsorgen und anschließend mit Hilfe eines Aschesaugers, den Sie bequem in unserem Shop erwerben können, die weiteren Rückstände entfernen. Für eine vollständige Reinigung können Sie anschließend sogar alle Elemente des Ofenrohrs abmontieren und mit Hilfe einer Bürste von innen reinigen, wobei auch das Wandfutter kontrolliert werden kann.

Den Schornstein und seinen Zug können Sie am besten vor der kommenden Heizsaison überprüfen – denn für die optimale Funktionsweise muss die Luft im Schornstein wärmer sein als die draußen. Wenn die Außenluft wärmer ist als die Innenluft im Schornstein kann kein Unterdruck entstehen und die Rauchgase wandern im schlimmsten Fall nach unten. Insofern möglich, können Sie nach Entzünden des Ofens die Feuertür öffnen und überprüfen, ob Sie einen Luftzug spüren. Wenn nicht stoppen Sie den Betrieb und entzünden an der Reinigungstür des Schornsteins ein sogenanntes Lockfeuer mit Holzwolle oder Papier. Damit wird die Luftsäule im Schornstein erwärmt und der Ofen bekommt wieder den richtigen Zug.

  1. Die regelmäßige Wartung durch Ihren Schornsteinfeger – eine gesetzliche Regelung

Mit der Reinigung und Wartung Ihres Pelletofens stehen Sie aber natürlich nicht völlig alleine da. Sie können den für Sie zuständigen Schornsteinfeger nicht nur jederzeit um Rat fragen, sondern Sie sind sogar durch eine gesetzliche Regelung dazu verpflichtet eine regelmäßige Reinigung durch Ihren Schornsteinfeger zu gewährleisten. Es handelt sich bei dieser Überprüfung um die sogenannte Feuerstättenschau, die in § 14 im Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG) geregelt ist und bei welcher eine erneute Abnahme der Feuerstätte erfolgt. Diese muss mindestens zwei Mal in sieben Jahren erfolgen. Die Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) reguliert zusätzlich, dass mindestens einmal im Jahr eine professionelle Reinigung beziehungsweise Wartung durch Ihren Schornsteinfeger erfolgt.

  1. Das richtige Anfeuern nach der Sommerpause

Wie bereits beschrieben, ist es für den ordnungsgemäßen Betrieb Ihres Pelletofens unabdingbar, dass Ihr Schornstein gereinigt, frei und funktionstüchtig ist. Es könnte Ihnen nämlich nicht nur passieren, dass etwaige Verschmutzungen in Ihren Schornstein gefallen sind. Mitunter kommt es auch vor, dass sich eine ganze Vogelfamilie in Ihrem Schornstein eingerichtet hat, wodurch dieser natürlich verstopft wird. Bevor Sie also eine Anfeuerung vornehmen überprüfen Sie zunächst, ob der Schornstein frei ist – damit Sie weder Ihrem Pelletofen schaden, noch die arme Vogelfamilie ansengen. Auch die Rauchrohre können Sie vor der kommenden Inbetriebnahme einmal reinigen

  1. Eine praktische Übersicht für Sie

Für Sie waren das mit Sicherheit sehr viele Informationen auf einmal. Wenn man so viele Dinge bedenken muss kann das schon einmal passieren, dass etwas Wichtiges vergessen wird. Wir möchten es für Sie daher noch übersichtlicher gestalten und Ihnen im Folgenden eine wirkliche Checkliste bereitstellen, die Sie für die regelmäßige Wartung Ihres Pelletofens verwenden können.

Was & WannBeginn der Heizsaison 1x pro

Woche

1x im Quartal1x im Jahr Ende der Heizsaison
Asche entleeren*1x x x
Reinigung & Kontrolle Rauchrohr*2  x x
Pelletzufuhr, Brenner, Kessel & Verbindungen überprüfen/ säubernx  x 
Schornsteinzug checkenx  x 
Äußerliche Reinigung*3 xx  
Systeme Betriebsbereit?*4x  x 
Vogelnester im Schornstein?x  x 
Dichtungenx    
Qualitativ hochwertige  Reinigung durch den Schornsteinfeger   xx
  • 1 Denken Sie grundsätzlich immer daran – einige Aspekte sind nicht nur abhängig von der Art des Pelletofens und der Größe (sprich seiner Leistung), sondern auch von Ihrer Art der Befeuerung. Ein Pelletofen mit viel Leistung produziert beispielsweise je nach Ihrer Anwendung mehr oder weniger Asche, sodass der Aschekasten mitunter häufiger geleert werden muss.
  • 2 Die Reinigung der Rauchrohre empfiehlt sich nach Ende der Heizsaison, sodass Sie nicht zum Beginn der nächsten warten sollten. Durch Feuchtigkeit könnten die Rückstände im Rohr verkleben, wobei Sie anschließend natürlich schwieriger zu entfernen sind. Ersparen Sie sich das mit einer Reinigung zum Ende der Heizsaison.
  • 3 Die äußerliche Reinigung Ihres Pelletofens ist subjektiv zu betrachten und hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Im Prinzip hängt die Reinigung an Ihrem gewöhnlichen Bedürfnis nach Hygiene, sodass der Ofen natürlich regelmäßig abgewischt werden kann. Empfehlenswert ist es dabei sich bezüglich der Oberflächen zu erkundigen, um diese nicht zu zerstören. Natursteine beispielsweise sollte man nur mit einem feuchten Lappen abwischen. Mindestens einmal im Quartal können Sie aber schon mal von außen über Ihren Pelletofen wischen, damit sich Verschmutzungen nicht einen Weg nach innen bahnen.
  • 4 Das Besondere am Pelletofen ist seine Eigenständigkeit. Einige melden Ihnen sogar technische Defekte, bevor Sie den Ofen überhaupt erst in Betrieb genommen haben, sodass Sie auch hier auf der sicheren Seite sein können.

Zum Glück haben Sie sich mit dem Pelletofen für eine sehr moderne Art des Heizens entschieden, denn viele Pelletöfen halten Sie über die aktuellen Vorkommnisse auf dem neuesten Stand. Zu beachten ist ebenfalls, dass Sie die vorliegenden Überprüfungen nicht selbstständig durchführen müssen, wenn Sie sich nicht trauen. Oftmals ist es sogar besser diese Arbeiten einem Fachmann zu überlassen, bevor man selbst noch etwas kaputt macht. Scheuen Sie sich also nicht, jemanden um Rat zu fragen! Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen nicht nur das Handbuch des Pelletofens immer parat zu haben, sondern auch Ihren Schornsteinfeger oder auch den Händler Ihres Vertrauens um Rat zu fragen – für eine lange qualitative Leistung Ihrer Feuerstätte.