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Bild mit Pellets und Feuer im Hintergrund

Tipps zum Pelletkauf – Einblaspauschale, Preise, Qualität

Mit einem Pelletofen und einer Pelletheizung haben Sie sich für eine moderne, umweltfreundliche und komfortable Feuerstätte entschieden, mit der Sie beim beachten von Tipps zum Pelletkauf verlässlich die Freude am Feuer und die wohlige Wärme genießen können. Nun gilt es, für Ofen und Heizung die richtigen Pellets zu finden, damit Sie eine sehr gute Heizleistung und einen optimalen Verbrauch erreichen. Wir geben Ihnen hilreiche Tipps zum Pelletkauf zwecks Preisvergleich und Kostensparen, erklären die Einblaspauschale und zeigen, woran Sie Qualität erkennen. Wie Sie selbst entspannt die Lieferung und das Pelletlager vorbereiten können, zeigen wir Ihnen im letzten Abschnitt.

Wann ist die beste Zeit zum Pelletkauf?

Über die Jahre betrachtet ist der Preis für Pellets stabil geblieben, vor allem im Vergleich zu den Öl- und Gaspreisen, die stetig gestiegen sind. So können Sie auch vor oder während der Heizsaison von konstanten Preisen und einzelnen Rabattaktionen profitieren. Doch die beste Zeit für einen Pelletkauf und eine Großbestellung ist direkt nach der Heizperiode, also im Frühjahr und Sommer, wenn aufgrund der geringen Nachfrage nach Pellets die Preise am niedrigsten sind.

Pellet-Preisvergleich und Einblaspauschale

Tipps zum Pelletkauf machen natürlich am meisten Sinn, wenn diese Ihnen beim Sparen helfen. Viele Händler bieten bereits auf Ihrer Webseite praktische Preisrechner für ihre Pelletangebote an, wo Sie die Pelletart wählen sowie Liefermenge und Postleitzahl Ihres Lieferortes angeben können. So bekommen Sie schnell einen ersten Überblick über mögliche Kosten. Ist das Einzugsgebiet des Pelletlieferanten recht groß, sollten Sie sich in Hinblick auf den Anlieferweg nach der Mindestabnahmemenge erkundigen.

Egal ob Onlinebestellung oder telefonische und persönliche Bestellung, ein Begriff wird Ihnen beim Pelletkauf ganz sicher begegnen: die Einblaspauschale oder auch Abschlauchpauschale. Einmal pro Lieferung wird sie von Händlern und Lieferanten von Holzpellets erhoben, unabhängig von der Bestellmenge. In dieser Art Servicepauschale sind die Kosten für folgende Leistungen inbegriffen: Begutachtung des Holzpelletlagers, An- und Abbauen des Einblasschlauches, Reinigung von Pelletstaub, Ausfertigung des Lieferprotokolls beziehungsweise Lieferscheins. In stichprobenartigen Preisrecherchen hat der Preis für die Einblaspauschale derzeit zwischen 18 und 40 Euro gelegen (Stand Oktober 2018). Um die Pelletpreise gut vergleichen zu können, sollten Sie darauf achten, ob der Lieferant die Einblaspauschale als gesonderten Kostenpunkt erhebt oder bereits im Pelletpreis verrechnet. Es gibt auch Anbieter, die auf die Einblaspauschale verzichten. In diesem Fall empfiehlt es sich zu klären, ob die oben genannten Serviceleistungen zusätzlich berechnet werden.

Pellet-Großbestellungen und Treuepunkte

Durchschnittlich circa 5 bis 6 Tonnen Holzpellets verbraucht ein Haushalt während eines Jahres. Bei einer solch großen Menge ist eine Sammelbestellung in der Regel günstiger als der Kauf einzelner kleinerer Mengen, zum Beispiel in Form von Sackware. Unser Tipp beim Pelletkauf bezüglich Ihrer Großbestellung: Fragen Sie den Händler ruhig nach Mengenrabatten. Auch die Erkundigung nach Treueprämien und Treuepunkte kann sich für Sie lohnen. Manche Händler bieten eine Art Punktesystem für ihre StammkundInnen an, wie im Supermarkt, und vergeben Punkte für wiederholte Bestellungen und erfolgreiche Weiterempfehlungen, die sich in Preisnachlässe umwandeln lassen. Langfristig und über mehrere Jahre können Sie so Geld sparen.

Auf die Qualität kommt es an

Wenn Sie Anbieter von Pellets und Anlieferung vergleichen, sind Treueangebote, Mengenrabatte und die Kosten für die Einblaspauschale ganz sicher wichtige Faktoren, die Sie als Tipps zum Pelletkauf immer im Hinterkopf behalten sollten. Doch am wichtigsten ist die Qualität der Pellets. Denn diese ist für Ihren Pelletofen oder Ihre Pelletheizung der entscheidende Faktor für eine sehr gute Heizleistung und einen optimalen Verbrauch. Pellets von geringer Qualität können die Effizienz beeinträchtigen, aber auch der Technik schaden und den Betrieb der Heizung oder des wasserführenden Pelletofen stören. Daher ist der Kauf beim Fachhändler unsere erste Empfehlung hinsichtlich der Pellet-Qualität. Unsere Tipps zum Pelletkauf möchten wir für Sie noch um folgenden Beitrag erweitern. Entdecken Sie unseren Beitrag „Qualitätsunterschiede bei Pellets – Es sind eben doch nicht nur zusammengepresste Sägespäne„!

Hinsichtlich der Qualität achten Sie zum Beispiel darauf, dass der Abrieb der Pellets gering ist. Die Werte sind gesetzlich sogar vorgeschrieben. Gute Pellets erkennen Sie zusätzlich an einer glatten Oberfläche, wenig Krümel und Staub und daran, dass nahezu alle Pellets die gleiche Länge haben. Bei zu hoher Belastung durch Staub und Abrieb arbeitet bereits die Pelletzufuhr, zum Beispiel die Förderschnecke, langsamer und verbraucht mehr Energie als notwendig wäre. Zudem sollten die Pellets gut getrocknet sein, da zu viel Feuchtigkeit, wie auch bei Holz, die Effizienz der Heizungen und Öfen erheblich beeinträchtigt.

Auch Zertifizierungen wie DINplus und die neue ENPlus A1 und A2 bieten Ihnen beim Kauf eine Orientierung für qualitativ hochwertige Ware. An dieser Norm orientieren sich auch viele Hersteller von Pelletheizungen und -öfen, sodass Sie mit den genormten Pellets auch einen hohen Wirkungsgrad erzielen können.

Pellets aus Ihrer Region, wie sie vielfach angeboten werden, haben den zusätzlichen Vorteil, dass oftmals auch das Holz für die Pellets aus regionalen, forstwirtschaftlich kontrollierten Wäldern stammt. Dadurch verkürzen sich auch Lieferwege und reduziert sich der Aufwand für Zwischenlager und Umschlagplätze, was auch die Pellets schont. Wem umweltschonende Produktions- und Lieferwege wichtig sind, wird bei solchen Anbietern ganz sicher fündig. Gleichzeitig unterstützen diese Handelsbeziehungen die regionale Wirtschaft.

Die Lieferung vorbereiten: Pelletlager und Anlieferweg

Die Befüllung der Lager oder Tanks mit Pellets ist auf den ersten Blick einfach: Der Schlauch wird an das Lieferfahrzeug angeschlossen und zum Lager gelegt, die Pellets werden eingeblasen, fertig. Doch der Vorgang kann auch aufwendig und zeitintensiv sein, weshalb wir Ihnen diesbezüglich auch Tipps zum Pelletkauf geben möchten. Die durchschnittliche Liefermenge von fünf bis sechs Tonnen Holzpellets erfordern einen Lagerraum, Tank oder Erdtank von etwa 8 bis 10 m², der gereinigt und befüllt wird. Je nach Lieferumfang kann eine Lieferung somit durchaus 90 Minuten dauern.

Nutzen Sie daher die Zeit zwischen der letzten Heizperiode und der Pelletlieferung für eine umfassende Reinigung und Wartung Ihrer Pelletheizung, von Ofen, Lager und Pelletzufuhr. Abrieb, Staub oder technische Mängel stören somit nicht den Betrieb während der nächsten Heizsaison. Treten Probleme im Betrieb der Pelletanlage und des Ofens auf, wird manche Reklamation fälschlicherweise an den Pellethändler oder -lieferanten gerichtet. Doch die Ursachen für eine Störung können vielfältig sein. Nicht selten sind sie darauf zurückzuführen, dass Staub und Abrieb die Förderwege für die Pellets vom Lager zum Pelletofen über die Monate zugesetzt haben und nun einen reibungslosen Betrieb blockieren. Aus diesem Grund ist eine jährliche Reinigung aller Bestandteile der Pelletheizanlage anzuraten.

Die Reinigung des Pelletlagers von Staub wiederum können Sie vor der Pelletlieferung bestellen oder zum Tag der Lieferung. Teilen Sie dem Lieferanten Ihren Wunsch nach einer Lagerreinigung zusätzlich zur Lieferung am selben Tag rechtzeitig vor dem Liefertag mit. Das Absaugen des Staubes erfordert ein spezielles Silofahrzeug, das mit einem Tank zur Einsaugen von Pellets und Staub ausgestattet ist. Nicht jedes Unternehmen verfügt jedoch ausschließlich über solche Fahrzeuge. Mit Ihrer rechtzeitigen Information hat das Unternehmen Zeit, das Fahrzeug für Ihre Bestellung einzutakten. Erkundigen Sie sich beim Lieferanten, in welchem Umfang die Siloreinigung von Pelletstaub in der Einblaspauschale enthalten ist und ob zusätzliche Kosten anfallen.

Die Pellets werden unter hohem Druck in das Lager gepustet, wo eine Teilmenge womöglich an den harten Raumwänden Ihres Lagers zerbröckelt. Im Bedarfsfall empfiehlt es sich, Ihr Lager mit Prallmatten auszustatten, damit die Pellets während des Einblasens nicht beschädigt werden. Möglichst viele der Pellets Ihrer Bestellung sollten im Ganzen erhalten bleiben, da sie so leicht zum Ofen transportiert werden und die beste Heizleistung bringen.

Stellen Sie vor der Lieferung sicher, dass die Anlieferwege für das große Silofahrzeug frei sind und das Fahrzeug möglichst nahe an Ihren Pellettank heranfahren kann. Ein geringer Abstand zum Lager erleichtert nicht nur das Einblasen der Pellets und spart Zeit. Je weniger Schlauchmeter angeschlossen werden müssen, umso geringer ist auch die Fläche, auf der die Pellets transportiert werden. Dies verhindert, dass zusätzlicher Abrieb entsteht und die Pellets an Menge und Qualität einbüßen.

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