Betrunkenes Hühnchen vom Grill: Bierdosenhähnchen
Jens TruogDieses Gericht ist der Hingucker auf jeder Grillparty: Betrunkenes Hühnchen. Zugegeben – auf dem ersten Blick sieht es vielleicht etwas seltsam aus, die Zubereitung verspricht aber jede Menge Spaß! Knusprige Haut, saftiges Fleisch und eine Würze zum Verlieben – ein betrunkenes Hühnchen vom Grill ist eine Köstlichkeit! In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie den Grillklassiker ganz einfach selbst auf Ihrem Holzkohlegrill oder Gasgrill zubereiten können. Sie erfahren dabei nicht nur, worauf Sie bei einem Bierdosenhähnchen achten müssen, sondern auch welche Gerätschaften Sie dazu brauchen und wie Sie den Grillklassiker mit einer feinen Rauchnote noch weiter verfeinern können. Sie dürfen sich schonmal die Finger lecken!
- Bierdosenhähnchen: Von Bierdosen und Hitze
- Bierdosenhähnchen: Von Hähnchenhaltern und Grills
- Bierdosenhähnchen: Von Hähnchen und Bier
- Bierdosenhähnchen: Von Dry Rubs und Marinaden
- Zubereitung: Bierdosenhähnchen vom Gasgrill
- Zum Rezept
Bierdosenhähnchen: Von Bierdosen und Hitze
Das betrunkene Hühnchen ist mittlerweile ein echter Klassiker, weshalb es auch unter vielen Namen bekannt ist. Aber egal ob vom Beer Butt Chicken, dem Beer Can Chicken, dem Drunken Chicken oder ganz schlicht vom Bierdosenhähnchen die Rede ist – die Zubereitung auf dem Grill ist immer gleich: Ein Hähnchen wird auf eine Dose gesteckt und anschließend auf dem Grill mit indirekter Hitze knusprig gegrillt. Dabei wird die Flüssigkeit in der Dose erhitzt und verdampft. Wobei der Dampf verhindert, dass das Hähnchen beim Grillen austrocknet und obendrein auch noch für ein tolles Aroma sorgt. So bleibt das Bierdosenhähnchen innen schön zart und saftig. Während es eine knusprige Haut bekommt und durch die gewählte Flüssigkeit zusätzlich aromatisiert wird. Soweit so einfach, doch wo liegen die Fallstricke bei dieser Zubereitungsmethode?

Hinzu kommt, dass ein betrunkenes Hühnchen auf dem Campinggrill auch nicht ganz ungefährlich ist. Denn wie Sie sich sicherlich vorstellen können, ist es nicht ganz einfach ein gegrilltes Hähnchen samt Bierdose mit kochender Flüssigkeit vom Grill zu nehmen – da herrscht Verbrennungsgefahr! Diesen Problemen brauchen Sie sich heutzutage aber nicht mehr auszusetzen, denn es gibt nützliche Helferlein, mit denen Sie ein schmackhaftes Bierdosenhähnchen bequem und gesund auf dem Grill zubereiten können.
Bierdosenhähnchen: Von Hähnchenhaltern und Grills

Eine Alternative zu dem bereits vorgestellten Hähnchenhalter ist der Halter des Herstellers Kamado Joe. Kamado Joe ist übrigens für seine herausragenden und unverkennbaren roten Keramikgrills bekannt. 
Wichtiger als die Wahl des Hähnchenhalters ist der Grill, auf dem das betrunkene Hühnchen gegrillt werden soll. Damit das Fleisch zart und die Haut knusprig werden kann (ohne dabei zu verbrennen), muss das Bierdosenhähnchenhähnchen bei indirekter Hitze zubereitet werden. Wer sein Bierdosenhähnchen über Holzkohle grillen möchte, braucht deshalb einen Kugelgrill mit Grilldeckel, der optimalerweise mit der Minion-Ring-Methode befeuert wird, über die wir bereits in unserem Blog von ofen.de geschrieben haben.

Bierdosenhähnchen: Von Hähnchen und Bier
Genug von den Gerätschaften, kommen wir nun endlich zum Hähnchen selbst! Hähnchen ist nicht gleich Hähnchen, doch zu welchem Hähnchen sollten Sie greifen, wenn Sie ein Bierdosenhähnchen auf dem Gasgrill zubereiten möchten? Was wir für das Bierdosenhähnchen vom Grill brauchen, ist ein klassisches Brathähnchen. Es kann von beiderlei Geschlecht sein und weist typischerweise ein Gewicht zwischen 700 Gramm und 1,5 Kilogramm auf. Diese Hähnchen zeichnen sich durch ein zartes Fleisch aus und sind daher ideal zum Grillen!

Sie haben nun das richtige Hähnchen gewählt, also kommen wir jetzt zur Würzung! Ein Bierdosenhähnchen ohne Flüssigkeit ist kein Bierdosenhähnchen, weshalb der Hähnchenhalter mit etwa 100 Millimeter Bier gefüllt werden sollte. Die tatsächliche Füllmenge ist abhängig vom jeweiligen Hähnchensitz und der Größe des Brathähnchens. Aber mit dieser Mengenangabe machen Sie in der Praxis erstmal nichts verkehrt. Sie müssen für ein Bierdosenhähnchen nicht unbedingt zu Bier greifen, denn das Grillgericht funktioniert mit jeder Flüssigkeit. So können Sie auch einfach zu Wasser greifen, aber Cola und Fruchtsäfte sorgen ebenfalls für einen tollen Geschmack. Empfehlen können wir übrigens auch eine Mischung aus Rotwein und mediterranen Kräutern, die dem Bierdosenhähnchen einen besonders aromatischen Geschmack verleiht.
Bierdosenhähnchen: Von Dry Rubs und Marinaden
Bevor das Bierdosenhähnchen auf den Grill kommt, braucht es erst noch eine würzige Abreibung. Und das können Sie ruhig wortwörtlich verstehen! Ein Dry Rub sorgt nicht nur für den späteren Geschmack. Das darin enthaltene Salz macht die Haut des Bierdosenhähnchens während des Grillens auch so herrlich knusprig. Welcher Dry Rub letztendlich genutzt wird, hängt von den persönlichen Vorlieben ab.

Zubereitung: Bierdosenhähnchen vom Gasgrill
Der Hähnchenhalter wurde mit der Flüssigkeit der Wahl gefüllt und das gewürzte Hähnchen darauf platziert? Dann kann es endlich an das Grillen gehen! Sobald der Gasgrill auf eine Temperatur von 200° Celsius bei indirekter Hitze eingeregelt wurde, können Sie das Bierdosenhähnchen mit dem Hähnchenhalter auf den Grillrost platzieren und den Grilldeckel schließen. Wer sein Bierdosenhähnchen zusätzlich mit einem Raucharoma veredeln möchte, der kann die bereits zuvor erwähnte Napoleon Räucherpfeife nutzen. Für Hähnchen eigen sich beispielsweise Apfelholz-Räucherchips, welche für ein fein-fruchtiges Raucharoma sorgen.

Sobald das Bierdosenhähnchen die richtige Kerntemperatur erreicht und eine schöne knusprige Haut bekommen hat, können Sie es vom Gasgrill nehmen. Bevor Sie das Bierdosenhähnchen mit einer Geflügelschere zerlegen, sollte jedoch eine kurze Ruhezeit von ungefähr fünf Minuten eingehalten werden. So kann der Fleischsaft zur Ruhe kommen und beim Anschnitt nicht ausläuft. Sonst kann das ansonsten saftige Fleisch des Bierdosenhähnchens auf dem Teller schnell trocken werden.

Bierdosenhähnchen vom Gasgrill
Kochutensilien
- 1 Hähnchenhalter
- 1 Gasgrill - optional Kugelgrill bzw. Holzkohlegrill mit Deckel
Zutaten
- 1 ganzes Grillhähnchen 0,7bis 1,5 kg schwer
- 100 ml Bier optional auch Limonade oder Fruchtsäfte möglich
- Dry Rub bzw. Gewürzmischung nach Wahl
Anleitungen
- Um mit der Zubereitung zu beginnen, benötigen Sie natürlich zunächst die Zutaten. Besorgen Sie sich ein frisches und möglichst großes Hühnchen sowie eine Dose Ihres Lieblingsbiers. Wählen Sie am besten ein helles oder malziges Bier, da dies besonders gut zum Aroma des Geflügels passt.
- Als Nächstes heizen Sie Ihren Gasgrill auf mittlere Hitze vor und bereiten ihn für indirektes Grillen vor. Hierfür schalten Sie nur die Brenner an den äußeren Seiten des Grills ein und lassen die in der Mitte ausgeschaltet. Auf diese Weise entsteht eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Garraum.
- Während der Grill vorgewärmt wird, kümmern wir uns um das Hühnchen selbst. Waschen Sie es gründlich von innen und außen ab und tupfen es anschließend trocken. Danach würzen wir es großzügig mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen nach Ihrem Geschmack – beispielsweise Paprika oder Knoblauchpulver.
- Nun kommt die besondere Komponente ins Spiel: Das Bier! Öffnen Sie Ihr favorisiertes Bier und trinken etwa ein Drittel davon. Etwa 100 ml Bier oder wahlweise Limonade werden in den Hähnchenhalter gefüllt. Anschließend setzen Sie das Hühnchen auf den Hähnchenhalter, sodass es aufrecht steht. Die Beine können Sie dabei als Stütze verwenden.
- Sobald der Gasgrill die richtige Temperatur von 200° C erreicht hat, stellen Sie das Bierdosenhähnchen auf den Grillrost über indirekter Hitze. Schließen Sie den Deckel des Grills und lassen Sie das Geflügel langsam garen. Je nach Größe des Hühnchens benötigt es ungefähr 1 bis 2 Stunden, um vollständig durchzugrillen.Es empfiehlt sich jedoch zwischendurch immer wieder einen Blick auf das Fleisch zu werfen und gegebenenfalls etwas Marinade oder Gewürze nachzugeben. Das Ergebnis sollte ein wunderbar knusprig braunes Hautbild sein, während das Innere saftig und durchgegart ist.Um sicherzustellen, dass das Bierdosenhähnchen perfekt gegart ist, empfehlen wir Ihnen eine Kerntemperatur von ca. 75 °C im dicksten Teil des Fleisches zu messen – dies garantiert einen optimalen Genuss ohne rohe Stellen.
- Sobald das Bierdosenhähnchen fertig ist, nehmen Sie es vorsichtig vom Grill herunter (am besten mit einer großen Zange) und lassen es kurz ruhen. Dies gibt den Säften im Inneren Zeit zum Verteilen und sorgt für noch mehr Saftigkeit beim Servieren.
- Nun können Sie Ihr Meisterwerk präsentieren! Schneiden Sie das Bierdosenhähnchen in Portionsstücke oder servieren es ganz – ganz nach belieben. Begleitet von frischen Salaten, knusprigen Bratkartoffeln oder einem leckeren Dip wird dieses Gericht garantiert alle begeistern.

Fazit: Bierdosenhähnchen vom Gasgrill
Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollte das Bierdosenhähnchen innen saftig und außen knusprig sein, sowie den Gaumen mit einem leichten Raucharoma verwöhnen. Kurzum: Es ist einfach köstlich! Weitere köstliche Grillrezepte finden Sie auch in unserer ofen.de-Grillschule zum Download. Zudem können Sie in unserer Grillausstellung bei Halle / Leipzig die Vielfalt an Grillmodellen, die die Grillwelt derzeit zu bieten hat, hautnah erleben.
