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Gaskamin Voraussetzungen: Was Sie über Schornsteine und Gasanschlüsse wissen müssen

Für holzbetriebene Feuerstätten gibt es strenge Auflagen, die es zu erfüllen gilt. Sowohl die Größe des Hauses, als auch die Isolierung, die Luftzufuhr, der Schornstein und der ausgewählte Brennstoff beeinflussen den Kamin, der im Eigenheim installiert werden darf. Ein installierter Kamin mit einem Kamineinsatz muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden, bevor er in Betrieb genommen werden darf. Doch wie verhält sich das Ganze bei den neuen gasbetriebenen Geräten? Welche Gaskamin Voraussetzungen müssen gegeben sein und was gibt es bei Aufbau und Abnahme zu beachten? Wir klären die wichtigsten Punkte, die Sie vor dem Kauf auf jeden Fall beachten sollten.

Anschluss und bauliche Voraussetzungen

Gaskamin-Voraussetzungen-zum-Einbau

Anders, als Sie vielleicht vermutet hätten, gehört eine Standleitung nicht zu den typischen Gaskamin Voraussetzungen, die beim Einbau von Bedeutung sind: Sie können zwar über einen Erdgasanschluss versorgt werden – aber auch Propangasflaschen sind möglich. Bei Propangasflaschen gilt es jedoch zu beachten, dass sich nur maximal eine 11kg-Flasche im Wohnraum befinden darf. Entgegen dieser Sicherheitsvorschrift ist die Speisung über einen Gasanschluss natürlich wesentlich bequemer. Der „Brennstoff“ stet auf diese Weise immer zur Verfügung – eine Gasflasche mit 11kg reicht dabei lediglich für knapp 25 Stunden Beheizung.

Auch ein gemauerter Schornstein oder ein Edelstahlschornstein ist im Gegensatz zur Installation vom Kaminofen bei einem Gaskamin keine Pflicht. Daraus ergibt sich auch die flexible Aufstellungsmöglichkeit der Gaskamine gegenüber Holzbefeuerungsanlagen. Das Abgasrohrsystem kann nachträglich installiert werden, auch ein Betrieb über einen Außenwandanschluss ist möglich, wenn ein Anschluss auf dem Dach nicht möglich ist. Diese Regelung ist jedoch vom jeweiligen Bundesland abhängig – hier sollten Sie Ihren zuständigen Schornsteinfeger befragen. Einzige Bedingung für den Außenwandanschluss: ein ausreichender Abstand zu den Fenstern.

Bitte beachten Sie aber vor dem Kauf, dass bei einigen Marken – wie zum Beispiel DRU – ein spezielles Abgassystem aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben ist, da Ihr DRU Gaskamin sonst keine Zulassung bekommen würden.

Gaskamin Voraussetzungen: Installation und Abnahme

gaskamin-als-Hingucker

Im Gegensatz zum Ofen oder Pelletofen dürfen Gaskamine nicht eigenständig installiert werden. Der Aufbau und Anschluss müssen über einen autorisierten Fachinstallateur gegeben sein. Das hängt vor allem mit dem Thema Brandschutz und dem Aspekt Sicherheit zusammen. Der jeweilige Kaminhändler kann oft Empfehlungen aus der Region geben oder einen eigenen Installateur aufweisen. Eine Abnahme vom Schornsteinfeger ist, wie auch bei einem Kamin oder Schwedenofen zur Befeuerung mit Holz, Pflicht. Der Schornsteinfeger ist für die Prüfung der Einhaltung aller baurechtlichen Vorschriften und feuerpolizeilichen Bestimmungen zuständig. Dabei kann er auch wertvolle Tipps zum Anschluss an das Heizungssystem geben – denn wie bei einem wassergeführten Kamineinsatz ist mit einem Gaskamin auch die Einspeisung der Wärme über einen Pufferspeicher möglich.

Gaskamin-mit-Tunnelblick

Im Gegensatz zu einem Ethanol Kamin und Elektrokamin ist ein Gaskamin kein Dekokamin, sondern eine vollwertige Heizung für den Wohnraum. Daher sind besondere baurechtliche Bestimmungen erforderlich, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Mit einer vorherigen Konsultation des zuständigen Schornsteinfegers können Sie jedoch schnell feststellen, ob Sie die Gaskamin Voraussetzungen erfüllen können und ob sich der Einbau lohnt.