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Anfeuern nach der Sommerpause – So geht es richtig!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden wieder kürzer und der Herbst streckt seine Fühler aus. Für viele Ofenbesitzer ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, das erste Mal nach der Sommerpause den heimischen Kamin- oder Pelletofen wieder in Betrieb zu nehmen. Das erste Anfeuern nach dem langen Sommer ist für viele Ofenbesitzer oft ein zittriger Akt. Das muss aber nicht sein! Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen und wie das Anfeuern leicht von der Hand geht.

Die Mühe mit dem Schornstein – Warum ist er beim Anfeuern so entscheidend?

Sie ahnen es bestimmt schon. Das richtige Anfeuern des Ofens nach der Sommerpause hängt stark mit einem ordnungsgemäßen Betrieb des hauseigenen Schornsteins zusammen. Der Schornstein sollte sauber und gereinigt sein, damit der Kaminofen beim Anzünden des Holzes richtig in Fahrt kommen kann. Das hängt mit den Eigenschaften des Schornsteinzuges zusammen. Der Kamin kann nur dann seine Rauchgase nach draußen, sprich nach oben durch den Schornstein befördern, wenn die Luftsäule im Schornstein wärmer ist als die Außenluft. Wurde der Schornstein lange nicht in Betrieb genommen, etwa weil es den Sommer über zu warm war, kann es leicht passieren dass die Außenluft wärmer ist als die Innenluft des Schornsteins. Dann kann aber kein Unterdruck entstehen und die Rauchgase wandern im schlimmsten Fall nach unten in den Keller! Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihren Ofen prüfen. Öffnen Sie nach dem Anzünden des Holzes die Feuertür des Kamins einen Spalt weit. Spüren Sie einen Luftzug? Dann ist alles in Ordnung. Ist dies nicht der Fall, gehen Sie in den Keller und überprüfen die Reinigungstür des Schornsteins. Wenn die Luft dort eher von oben nach unten strömt, stoppen Sie Ihren Kaminofen und entzünden Sie ein sogenanntes Lockfeuer an der Schornsteinsohle. Dazu empfehlen sich etwa Holzwolle oder Papier. Dank des Lockfeuers wird die Luftsäule im Schornstein erwärmt und der Kaminofen bekommt wieder einen richtigen Zug.

Schornstein vor dem Anfeuern überprüfen

Muss der Schornstein vor dem Anfeuern frei und sauber sein?

Ebenfalls wichtig beim Anfeuern des Ofens nach der Sommerpause ist die grundsätzliche Beschaffenheit des Schornsteins. Ist er frei von Ruß, Verschmutzungen oder auch anderen Faktoren? Selten kann es etwa vorkommen, dass sich eine Vogelfamilie im Schornstein häuslich eingerichtet hat. Manchmal verstopft auch anderer Schmutz oder Unrat den Schornstein oder auch den Edelstahlschornstein. Bevor ein Lockfeuer entzündet wird oder der Kaminofen generell wieder in Betrieb genommen wird, muss also der Schornstein auf Verschmutzung oder auch eventuelle Schäden überprüft werden.

Vor dem Anfeuern den Schornstein richtig säubern

Was sollte ich bei der Wartung des Kaminofens beachten?

Wenn sich der Sommer dem Ende nähert, wird es Zeit den Kamin auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Es gibt einige Wartungsarbeiten, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb Ihres Kamins sehr hilfreich sind. Zunächst ist zu beachten, dass der Kaminofen stets auf Schäden oder eventuelle Defekte zu überprüfen ist. Moderne und hochwertige Kamin – oder Pelletöfen sind auf eine lange Lebensdauer spezialisiert und wurden robust zusammengebaut, trotzdem können nach Jahren der Nutzung Verschleißteile auftreten, die dann schnell und unkompliziert ausgetauscht werden können. Ein Material, dass bei starker Nutzung nach einigen Jahren schadhaft werden kann, ist auch der Schamottestein in der Brennkammer. Bei langanhaltenden und dauerhaft sehr heißen Temperaturen kann es passieren, dass der Schamottestein Risse bekommt oder sogar bricht. Dann kann sich das Gehäuse stärker aufheizen und sogar verziehen. Daher ist hier eine gründliche Wartung und Pflege notwendig.  Wichtig für einen guten Start in den Winter ist auch eine vollständige Reinigung des Ofens. Die Brennkammer muss sauber sein und von allen Ascheresten und sonstigen Rückständen befreit werden.

Welche Verschleißteile fallen bei einem Kamin an?

Die Sommerpause ist der ideale Zeitpunkt, um Ihren Kamin auf die Heizperiode herzurichten. Es fallen wie bei anderen technischen Geräten Verschleißteile an, die Sie unbedingt austauschen sollten. Das gilt übrigens für so gut wie jeden Kamin, Kaminofen, Pelletofen oder auch Ölofen. Auch sehr teure und hochwertig verarbeitete Kamin- oder Pelletöfen haben Verschleißteile wie Dichtungen, die nach einigen Jahren ausgewechselt werden müssen. Häufige Verschleißteile sind Dichtungen, Elemente der Feuerkammer oder auch Teile der Feuerraumtür. Generell gilt, dass sämtliche Bauteile des Ofens, die über Jahre hinweg Kontakt mit dem Feuer haben, manchmal schadhaft werden. Dies hat zur Folge, dass Raumluft in die Verbrennung gelangen kann und das komplexe Zusammenspiel der Verbrennungsluft und der Abbrandstufen stört. Andersherum können sich auf diese Weise Aschepartikel in der Raumluft ausbreiten und zu einem schlechteren Raumklima beitragen und das Zimmer verschmutzen. Wichtig ist, dass das Austauschen von Verschleißteilen wie Dichtungen und Co. unbedingt von einem Fachbetrieb ausgeführt werden sollten.

Nur der Austausch mit Originalteilen und dem fachgerechten Einbau kann einen ordnungsgemäßen und damit ungefährlichen Betrieb Ihres Kamins garantieren.

MCZ-Plasma-115 anfeuern

Gibt es Tipps und Tricks wie man nach der Sommerpause den Ofen wieder richtig anfeuert?

Nach dem Sommer kann der Kaminofen etwas schwerfällig sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Kaminofen wieder in Gang kriegen! Wichtig ist dafür vor allem das richtige Schmiermittel – Bevor der erneuten Inbetriebnahme nach der langen Pause sollten Sie die relevanten Stellen gut ölen. Das gilt insbesondere für die Feuerraumtür. Damit Sie die Tür gut und leicht öffnen und schließen können, sollten die Türscharniere gut geölt sein. Natürlich gibt es hier Unterschiede zwischen den einzelnen Kaminöfen und Modellen. Einige Öfen benötigen eventuell mehr Öl und Schmiermittel als andere Öfen mit Schiebetür oder anderen Schließmechanismen.

Kaminambiente nach dem ersten Anfeuern

Fazit

Damit nach der langen Sommerpause alles gut mit dem Kaminofen funktioniert,  gibt es einige wichtige Tipps und Ratschläge zu beachten. Zunächst sollten Sie überprüfen, ob ein guter Kaminzug der Rauchgase ins Freie stattfinden kann. Dafür muss der Schornstein und das Ofenrohr von Ruß und Schmutz befreit werden und außerdem frei sein. Achten Sie auf Vogelnester im Schornstein! Außerdem muss die Temperatur der Schornsteinsäule höher sein als außerhalb des Schornsteins. Um auf die richtige Temperatur zu kommen, eignet sich das Entzünden eines Lockfeuers. Die korrekte Wartung des Ofens und der Austausch der Verschleißteile ist ebenfalls sehr wichtig. Dann kann dem gemütlichem Beisammensein im Winter auch nichts mehr im Wege stehen!