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10 interessante Fakten über Holz – Was Sie noch nicht über den Rohstoff wussten

Holz wird seit Jahrtausenden als Werkstoff und Brennstoff im Kamin auf unserem Planeten genutzt. Bäume sind lebenswichtig für unser globales Klima und Lebensraum für unendlich viele Tierarten. Wir nutzen nicht nur das Holz als Stoff zur Wärmegewinnung und als Baustoff – auch unsere Kultur lebt vom Papier. Harz wird unter Umständen zu Bernstein und wird für Schmuck verwendet. Die Früchte von Obstbäumen sind wichtige Nahrungsquellen und Grundlage für die Bienenstöcke. Wir möchten Ihnen neben all den Verwendungszwecken von unseren Bäumen noch mehr Fakten liefern, die Sie Holz aus einem ganz neuen Blick sehen lassen!

Auch in Deutschland gibt es eine große Vielfalt an Hölzern

zahlreiche Holzscheite gestapelt an einem trockenen ort

Hierzulande gibt es knapp hundert verschiedene Baum- und Straucharten. Dazu kommen noch die Exoten, die man bevorzugt zur Zierde in Parks und Gärten findet. Weltweit sind rund 1400 verschiedene Laubbaumarten und 650 Nadelbaumarten zu finden.

Die größten Lebewesen? Nicht nur Wale!
großer-baum

Auch Bäume gelten als große Lebewesen. Gedeihen sie unter günstigen Lebensbedingungen, erreichen Sie Höhen, die die Länge eines Blauwales toppen – mit 115 Metern ist der Küstenmammutbaum nicht nur Rekordhalter, sondern auch 3x so groß wie das größte Säugetier der Welt. Diese Höhen werden durch großes, artenbedingtes Höhenwachstum, eine hohe Lebenserwartung und eine schützende Rinde möglich.

Nicht nur riesig, sondern auch uralt

uraltes-holz

Je nach Art und Klima kann ein Baum bis zu 2000 Jahre alt werden. Die Stileiche ist somit so etwas wie die Schildkröte unter den Bäumen. Dagegen wirkt die Haselnuss mit 100 Jahren Lebensalter wie eine Eintagsfliege. Wann ein Baum am besten für den Holzeinschlag ist, ist auch von seiner Art abhängig. Auch die Klimazone hat einen Einfluss. Während Obstsorten wie Kirschbäume nach rund 50 Jahren „reif“ für den Schlag sind, dauert es bei Eichen doppelt so lang.

Das Alter wird über Jahresringe sichtbar

aufgesägter Holzstamm in der Seitenansicht

Jeder kennt sie, die typischen Ringe im Holz. Diese entstehen zwischen zwei Wachstumsphasen, wenn sich die Jahreszeiten verändern und der Baum seine Nährstoffaufnahme ändert: im Frühjahr mobilisiert der Baum nach seiner Ruhe im Winter alle Nährstoffe, um schnell Wasser zu transportieren und weiches Holz aufzubauen. So entsteht helles „Frühholz“. Später im Jahr bildet der Baum dunkleres und engporigeres „Spätholz“ zum Schutz. Die Jahresringe werden auch vom Klima beeinflusst. Günstige Bedingungen sorgen für breitere Ringe – der Baum wächst mehr. Die verschiedenen Farben von Früh- und Spätholz dienen der Bestimmung des Alters vom Baum.

Verteilung des Wassers über den Winter: Blattabwurf zur Vorbereitung

Holz-Nahaufnahme

Nicht nur das Spätholz beeinflusst den Wassertransport im Baum, wenn es kälter wird. Der Baum wirft nach und nach  seine Blätter ab, um die Wasserverdunstung zu reduzieren und das wertvolle Wasser im Baum zu halten. So wird der Wasserhaushalt trotz der verringerten Wasseraufnahme bei kalten Temperaturen aufrechterhalten.

Im Winter wird das Holz gefällt

Holz-fällen

Nicht nur die Wasseraufnahme wird im Winter reguliert, auch der Safttransport durch die Leitgefäße im Baum wird im Winter gedrosselt. So verhindert der Baum durch die Bildung von härterem Holz (dem Spätholz) einen Schädlingsbefall. Diese natürliche Verhinderung von Schädlingen wird von Menschen zum Holzeinschlag genutzt. Die Lagerung wird durch das außen liegende Hartholz erleichtert und sorgt für höhere Qualität.

Gummibäume?

Holz-und-Wasser

Es existieren Holzarten, die nicht formstabil sind. Diese Hölzer können der Länge nach gebogen oder auch gekrümmt werden, ohne dass sie brechen. Wenn das Holz nicht mehr gebogen wird, nimmt es seine ursprüngliche Form wieder an. Hierzulande zählen unter anderem Esche, Tannen und Kiefern zu den elastischen Hölzern.

Was ist der Unterschied zwischen hartem und weichem Holz?

ein Stapel mit Holzscheiten übereinander gestapelt

Durch das spezifische Gewicht werden Bäume in weiches und hartes Holz eingeteilt. Bedecktsamer, wie die meisten Laubbäume, weisen härteres Holz auf als Nacktsamer. Das sind die meisten Nadelbaumarten. Hartes Holz ist länger haltbar als weiches und hat einen höheren Brennwert im Kaminofen oder Kamineinsatz.

Wie verhalten sich Bäume bei extremen Temperaturen?

Die-Gefahr-im-Schornstein-rechtzeitig-erkennen

Temperaturen unter 0 und über 55 Grad, die länger anhalten, sind die Temperaturgrenzen für das Wachstum von Bäumen. Der Nullpunkt als Gefrierpunkt sorgt dafür, dass das Wasser nicht mehr transportiert werden kann. Über 55 Grad verdunstet so viel Wasser, dass der Baum austrocknet.

Was sind Holzwürmer?

Holz-Holzwurm

Tatsächlich handelt es sich um Käfer, nicht um Würmer. Der gemeine Holzwurm ist lediglich die Larve, die zwischen drei und acht Millimetern misst. Die weißen Larven, die sich durch das Holz fressen und dort als Eier gelegt worden sind, werden oftmals fälschlicherweise als der ausgewachsene Holzwurm angesehen. Bevorzugt werden die Eier in das Frühholz des Baumes gelegt – es ist weicher und anfälliger für Schädlinge. Holz ist also nicht nur zum Verbrennen im Ofen da!