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Was ist der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert?

Auf dem ersten Blick erscheinen beide Begriffe als Synonyme zueinander

Das ist aber nicht richtig. Es geht um die Abgabe von Wärmeenergie – jedoch steckt hinter beiden Begriffen eine völlig andere Messmethode.

Als Brennwert bezeichnet man die frei werdende Wärmemenge, die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffes entsteht. Bei diesen Verbrennungsprozessen verbindet sich Sauerstoff mit dem aus der Verbrennung des Brennstoffes freiwerdenden Wasserstoff. Das Ergebnis der Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff ist Wasser.

Bei einem herkömmlichen Heizsystem geht dieser Wasserdampf mit der darin enthaltenen Energie einfach über den Schornstein verloren. Was da genau verloren geht, bezeichnet der Fachmann als Kondensationswärme. Daher hat es sich die moderne Heiztechnik zur Aufgabe gemacht diese Energie nicht einfach nur verpuffen zu lassen, sondern mit verschiedenen Systemen ebenfalls zu nutzen. 

Die Differenzierung des Heizwertes

Diese oben beschriebene Kondensationswärme macht letztendlich den Unterschied zwischen Brennwert und dem Heizwert aus. Der Heizwert ist die Energie, welche durch die Verbrennung eines Brennstoffes erzeugt wird, abzüglich der oben beschriebenen Kondensationswärme. Daraus kann man schließen: Der Brennwert ist also stets höher als der Heizwert. Oder anders gesagt: Der Heizwert ist ein Teil des Brennwertes.

 

Was ist die Kondensationswärme beim Brennwert? 

Die Frage lässt sich relativ einfach an einem Beispiel erklären. Stellen Sie sich einen Topf mit kochendem Wasser vor, der auf einer Herdplatte steht. Die thermische Energie, die von der Herdplatte erzeugt wurde, wird auf das Wasser übertragen. Es beginnt zu kochen und verdampft dabei. Wenn man den Deckel des Kochtopfes nicht auf dem Topf platziert, verteilt sich der Wasserdampf mit der darin enthaltenen thermischen Energie im gesamten Raum. Das Resultat ist ein Raum voll ungenutzter Energie. Man spricht hierbei auch von der Verlustwärme.

 

Wie kann man die Kondensationswärme nutzen? 

Das geht zum Beispiel mit der sogenannten Brennwerttechnik. Sie macht den Verdampfungsprozess im Prinzip wieder rückgängig und lässt die Abgase kondensieren. Dabei wird die zuvor übertragene Wärme wieder frei und kann genutzt werden. Das ist im eigentlichen Sinne die Kondensationswärme. Leider kann die Brennwerttechnik momentan nur für Gasheizkessel verwendet werden. Bei einer normalen Holzheizung oder einem Kaminofen ist das nicht möglich. Denn hier will man auf jeden Fall die Kondensation der Rauchgase verhindern. Wer die Wärmeverluste über den Schornstein dennoch vermindern will, dem empfehlen wir den Einbau eines Nachheizregisters oder einer Absperrvorrichtung für Rauchgase.

 

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