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Wärmeverlust im Haus: Quellen erkennen und eindämmen

Der Verlust von Wärme beim Haus ist völlig normal und lässt sich nie ganz verhindern. Es muss eine stabile Innentemperatur herrschen, um ein angenehmes Wohnklima schaffen zu können. Dazu bedarf es einer entsprechenden Heizung und für die Gemütlichkeit zusätzlich einem Ofen oder Kaminbausatz. Jedoch sind besonders Altbauten gefährdet, mehr Wärme zu verbrauchen, als eigentlich notwendig wäre. Das liegt an einer oftmals veralteten Dämmung der Gebäudehülle – beispielsweise bei der unzureichenden Dichtung von Fenstern und Türen.

Der Wärmebedarf eines Hauses ist je nach seinem Baujahr gesetzlich vorgeschrieben und mit der Einheit kW/m2/Jahr definiert. Der berechnete Wärmebedarf bestimmt die Baumaterialien, welche aufgrund ihrer spezifischen Wärmeeigenschaften verwendet werden. In Deutschland sind die so genannten Wärmeverbrauchsstandards für Privathaushalte verbindlich – immerhin stellen sie mehr als ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland dar. Wir klären auf, wo am und im Haus ein Wärmeverlust stattfinden kann und wie man diese Schwachstellen am besten eindämmt.

Die größten Schwachstellen eines jeden Hauses

altes-Fenster

Die Wärmeverlust-Eindämmung in der Gebäudehülle ist wichtig, weil durch die verloren gegangene Energie die Heizkosten unnötig steigen  und wertvolle Brennstoffe ungenutzt verwendet werden. Der oben beschriebene Gesamtenergiebedarf steht in engem Zusammenhang mit dem Ausstoß von Kohlenstoffdioxid – dem Verursacher des Treibhauseffektes mit Ozon. Die größte Schwachstelle in der Gebäudehülle sind die Fenster, was in der geringen Dicke begründet liegt. Sind sie nur ungenügend isoliert, lässt sich der Wärmeverlust mit 30-40% beziffern. Die Fassade liegt auf Position 2 der Wärmeverlust-Sünder: 20-25% gehen bei einer schlecht gedämmten Fassade verloren. Dächer können bis zu 20% Wärmeverlust aufweisen, Keller 5-10% des Wärmeverlustes des Gesamtenergiebedarfs.

Fassade

Wärmeverlust verringern: Grundlegende Maßnahmen für Dämmung und Sanierung

Fachgerechte Dämmmaßnahmen bringen allerhand Vorteile – Sie sparen Heizkosten, das Haus erreicht mit weniger Aufwand ein angenehmes Wohnklima und im Falle eines Verkaufs oder einer Vermietung ist das Haus für die Vorlage eines aktuellen Energieausweises vorbereitet. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten zur Dämmung gegen den Wärmeverlust kurz vor:

Wärmeverlust-erkennen

  • Da die Ursachen für Wärmeverluste bei Fenstern vielfältig sind, sind die Sanierungsmaßnahmen ebenso variabel. Doppelverglasungen vom Fachmann dämmen besser als Einfachverglasungen. Undichte Fensterrahmen lassen sich leicht selbst beheben, indem die betreffenden Rahmen abgedichtet werden. Durch schwere Vorhänge oder Rollos lässt sich der Wärmeverlust ebenfalls eindämmen.
  • Auch die Dämmung des Daches spielt eine große Rolle für die Senkung des Wärmeverlustes. Wird das Dach neu eingedeckt, wird die Dämmung in den meisten Fällen vom Fachmann ausgeführt, da sie sich auf den Sparren befindet. Bei Steildächern, bei denen die Dämmung unter oder zwischen den Sparren liegen soll, können die Arbeiten mit genügend handwerklichem Geschick auch selbst durchgeführt werden. Wird der Boden beziehungsweise das Dachgeschoss nicht genutzt und das Haus vermietet oder verkauft, muss das Dachgeschoss gedämmt werden – so schreibt es die Energie-Einsparverordnung vor. Mit Verlegware aus verschiedener Wolle (Glas oder Stein) ist diese Angelegenheit schnell von selbst erledigt und der Energieausweis kein Problem. Ist das Dachgeschoss beziehungsweise der Dachboden begehbar und auch benutzt, müssen druckfeste Dämmplatten zur Abdichtung und der Wärmeverlust-Verringerung werden.
  • Die Fassade kann auch nachträglich gedämmt werden. Wenn die Außenfassade nicht verändert werden soll, kann eine Innendämmung vorgenommen werden. Ist eine Änderung der Außenfassade möglich, kann mithilfe eines Fachmanns eine auf das Haus individuell zugeschnittene Maßnahme über ein Wärmedämmverbundsystem vorgenommen werden.
  • Im Keller sollte an der Unterdecke eine Wärmedämmung installiert werden – so lassen sich bis zu 80% Wärmeverlust beim den Keller einsparen.

Eine energetische Sanierung lohnt sich nicht nur für die Senkung der Heizkosten und Einsparung der Ressourcen. Dies betrifft auch den Verbrauch von Brennholz für Ihren Kamin inklusiv seinem Kamineinsatz oder für Ihren Kaminofen sowie den Verbrauch von Pellets für Ihren Pelletofen oder Ihre Pelletheizung. Für den Fall eines Verkaufs oder einer Vermietung ist eine aktuelle Dämmung über den Energieausweis, der dem Käufer / Mieter vorzulegen ist, sogar Pflicht. Doch auch durch die staatliche Förderung für energetische Sanierungen ist die Wärmedämmung mit Wärmeverlust-Verringerung eine lohnenswerte Überlegung.