Plank Grilling im Test – wie funktioniert Grillen auf dem Grillbrett?
Jens TruogDas Plank Grilling hat seinen Ursprung aus Amerika. Bereits die Ureinwohner nutzten Holzplanken, um darauf Ihre Speisen im Feuer zuzubereiten. Die heute hiesigen Grillplanken erfreuen sich beim sogenannten Plank Grilling immer größerer Beliebtheit. Beim Plank Grilling wird das Grillgut auf Grillbretter gelegt. Die Holzplanken geben je nach Holzart ein unterschiedliches Raucharoma an das Grillgut ab. Das Plank Grilling sorgt demnach für ein intensives Geschmackserlebnis. Die Planken aus Ahorn- oder Zedernholz werden auf dem Rost des Grills positioniert und geben ihr charakteristisches Aroma an Fisch, Fleisch und Gemüse ab. Wir haben eine Räucherbrett aus dem Onlineshop des Herstellers Napoleon Grill getestet und geben gerne preis, ob das Geschmackserlebnis tatsächlich so intensiv ist, wie von den verschiedenen Herstellern versprochen.
Grillen mit dem Grillbrett – Kann das schmecken?
Während die Grillbretter in Europa derzeit noch eher so etwas wie ein Geheimtipp sind, schwärmen Grillprofis aus den USA und Kanada schon längst vom sogenannten Plank Grilling. Oft wird für die Herstellung der Grillplanken Holz von der Pazifikküste Nordamerikas verwendet. Das Holz muss frei von Harzen sein, sodass sich beim Plank Grilling kein unangenehmer Geschmack entwickelt.
Aufgrund seiner Zellstruktur und kleinen Hohlräume werden die Wärme und ölhaltigen Aromastoffe im Holz isoliert. Diese Eigenschaften machen sich Griller zunutze und verfeinern Fisch und andere Speisen durch die Technik des Plank Grillings mit einmaliger Note. Lachs ist wohl der beliebteste Fisch auf der Grillplanke und wird durch die Grillmethode des Plank Grillings besonders zart und saftig. Eine gewisse Ähnlichkeit zur Zubereitung eines Flammlachses ist erkennbar.
Auch für Anfänger geeignet? So funktioniert das Plank Grilling
Zunächst haben wir die Grillplanke mindestens eine Stunde in Wasser eingeweicht, damit es beim Plank-Grilling-Prozess nicht verbrennt. Zudem erfolgt die Abgabe der Aromastoffe so langsamer, dafür aber intensiver. Als geeignetes Gefäß zum Einweichen des Grillbretts bietet sich ein Backblech an. Unseren Napoleon Gasgrill haben wir auf mittlere Hitze (ca. 200 bis 220 °C) vorgeheizt. Es sollte kein Problem darstellen auch einen anderen Gasgrill oder Holzkohlegrill zu verwenden. Wichtig ist aber, dass der Grill über eine Grillhaube zum Verschließen verfügt. Beim Plank Grilling wird die Grillhaube verschlossen. Das Raucharoma des Grillbretts verteilt sich dann innerhalb des Garraums. Der Geschmack ist dann wesentlich intensiver. Um die Grillplanke vorzuheizen, haben wir sie für ein paar Minuten in dem geschlossenen Garraum gelegt.
Im Anschluss empfiehlt es sich für den Plank Grilling-Vorgang die Oberseite mit einem hochwertigen Pflanzenöl zu bestreichen. Dann sind auch alle Vorbereitungen für das Plank Grilling getroffen und die Grillbretter bereit für Ihren Einsatz. Fisch, Fleisch oder Gemüse sollte beim richtigen Plank Grilling so positioniert werden, dass rund um das Grillbrett ein Rand von 2-3 cm frei bleibt. Direkt nach dem Auflegen unseres Lachses haben wir die Hitze auf 175°C reduziert, um ein schonendes Garen zu erzielen. Zudem wird auf diese Art und Weise verhindert, dass die Grillplanke Feuer fängt.

Mit geschlossenem Grilldeckel verdampfen die im Holz enthaltenen Aromastoffe und werden über die im geschlossenen Garraum zirkulierenden Luftströme vom Grillgut aufgenommen. Je nach Grillgut dauert der Garvorgang mit dem Grillbrett bis zu 20 Minuten. Das Grillgut kann direkt auf der Grillplanke serviert werden. Das wirkt besonders ansehnlich, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Allerdings sollte die Unterlage hitzefest sein.
Geschmacksergebnis – Lohnt sich der Kauf einer Grillplanke?
Im Vergleich zu herkömmlich Gegrilltem, weisen Fisch, Gemüse und Fleisch durch das Plank Grilling tatsächlich eine andere Geschmacksnote auf. Die feinen Aromen der Naturhölzer, wie beispielsweise der Zitrusduft der Zeder, kommen dezent durch und erzeugen einen edlen Geschmack. So eignet sich das Grillen mit Holzbrett vor allem für Fisch und Geflügel.

Wenn Sie sowohl Fisch als auch Fleisch auf der Planke zubereiten, sollten Sie diese separat verwenden, denn das Aroma bleibt womöglich im Holz haften. Bei sorgfältiger Nutzung kann die Grillplanke tatsächlich mehrmals auf dem Grill benutzt werden. Für noch mehr Aroma empfehlen wirdem anfänglichen Wasserbad Aromen in Form von Fruchtsäften oder Wein hinzuzusetzen. Dadurch wird das Raucharoma des Holzes mit einer zusätzlichen Note verfeinert.
Kleiner Tipp am Rande: Wenn man das Grillgut von der Grillplanke nicht direkt auf dieser serviert, kann man das Grillbrett gut nutzen um beispielsweise Bratwürste und Steaks zwischen zulagern. Auf der Grillplanke werden diese dann warm gehalten.

