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Das Ofen- & Grillmagazin – Lifestyle & mehr

Braunkohle oder Steinkohle: Die Vor- und Nachteile beim Heizen

Sobald die Tage kälter werden und das Wetter mit Wind, Regen und erstem Schnee beinahe ungemütlich wird, setzen Kaminbesitzer auf die erholsame Wirkung des Flammenspiels im heimischen Ofen. Doch nicht nur das prasselnde Flammenspiel ist ein Aspekt der Gemütlichkeit – auch die erzeugte, günstige und klimafreundliche Wärme ist ein wichtiger Aspekt beim Heizen mit einem Kamin.

Wer langfristige Wärme erzeugen möchte, wird bald vom lästigen Holz nachlegen geplagt. Für länger anhaltende Wärme und ein bequemeres Heizen wird daher vielerorts auf Briketts zurückgegriffen. Wir klären mit den Unterschieden von Braunkohle und Steinkohle auf und zeigen Ihnen, wann Sie welche Briketts am besten nutzen können.

Holz für schnelles Anfeuern – Briketts für anhaltende Wärme

Glühende-Braunkohle

Die Kombination von Holz zum Anfeuern und Briketts zum Heizen ist bekannt und beliebt, und das nicht ohne Grund. Holz erzeugt schnell eine große Hitze, verbrennt aber auch genauso schnell. Mit Briketts verhält es sich anders herum: sie brennen schwer an, halten dafür langeFür Kohlebriketts gibt es allerdings Umweltauflagen.

Der größte Unterschied zwischen Braunkohle und Steinkohle ist die Härte:

Braunkohle bezeichnet Weichkohle, während Steinkohle zu den Hartkohlen gehört.

Braunkohle weist einen Brennwert von 5-6 kWh/kg auf, Steinkohle kann ganze 9 kWh/kg zustande bringen. Die Energieeffizienz bei Steinkohle ist demnach deutlich besser, die CO2-Bilanz allerdings ähnlich schlecht. Braunkohlebriketts eignen sich für alle geschlossenen Ofenmodelle, also Dauerbrandöfen, Warmluft-Kachelöfen, Grundöfen, Speicheröfen, Specksteinöfen aber auch Kaminöfen mit selbstschließenden Türen und weiteren.

Steinkohle hingegen darf nur bei Dauerbrand– und Warmluft-Kachelöfen sowie Heizkesseln verwendet werden. Für einen gewöhnlichen Kamin mit seinem Kamineinsatz im Wohnraum ist dieser Brennstoff also nicht zulässig. Das liegt an der Zusammensetzung, der Dichte der Steinkohle und der Heizleistung. Für die Verwendung von Braunkohlebriketts bei Kaminöfen, Kaminbausätzen und Schwedenöfen sollte eine größere Menge Anzündholz verwendet werden – oder schon genügend Glut vorhanden sein. Briketts brennen gleichmäßig ab und halten sich lange im Ofen, da sie durch die Dichte nur langsam abbrennen. Auch die entstehende Wärme hält sich lange.

Vor- und Nachteile von Braunkohle & Steinkohle

Braunkohle-Tagebau

Wenn Sie einen gewöhnlichen Kaminofen besitzen, ist Heizen mit Steinkohle für Sie ein Tabu! Ihr Kaminofen ist nicht auf die lange Befeuerung und die hohen Temperaturen ausgelegt, die beispielsweise im Dauerbrandofen erreicht werden. Steinkohle schadet Ihren Kamin – hier lohnt sich höchstens ein Feuern mit Braunkohlebriketts, welche für weitaus mehr Ofenarten geeignet ist; aber auch das ist mit Vorsicht zu genießen.

Gegenüber Holz weisen beide Brikettarten eine ähnlich schlechte Klimabilanz auf: Sie können mit Kohle nicht klimaneutral heizen. Die Erzeugung von Kohle bringt auch eine große Umweltproblematik mit sich, denn bei Kohle handelt es sich um fossile Brennstoffe. Auch die Wirtschaftlichkeit ist nicht unbedingt ideal: Kohle ist ein teurerer Brennstoff als Holz.

Wenn Sie ökologisch heizen möchten und dabei Ihren Geldbeutel schonen möchten, obwohl Sie auf eine verstärkte Wärmeerzeugung angewiesen sind, empfiehlt sich die Kohle für lange Kaminabende und als Ergänzung zum Feuerholz. Für die Zentralheizung in der Übergangszeit und im Winter spricht nichts gegen Kohle, sofern Sie die richtige Art für Ihren Kamin auswählen und diesen fossilen Brennstoff mit Bedacht zum Zufeuern nutzen. Brennholz und Holzpellets für Pelletöfen sollten aufgrund ihrer Klimaneutralität immer die erste Wahl zur effizienten und umweltschonenden Wärmeerzeugung im Eigenheim bleiben.