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Braunkohle

Braunkohle oder Steinkohle: Worin liegt der Unterschied?

Wer langfristige Wärme erzeugen möchte, wird bald vom lästigen Holz nachlegen geplagt. Für länger anhaltende Wärme und ein bequemeres Heizen wird daher vielerorts auf Briketts zurückgegriffen. Wir klären über die Unterschiede zwischen Braunkohle und Steinkohle auf und zeigen Ihnen, wann Sie welche Briketts am Besten nutzen können.

Der größte Unterschied zwischen Steinkohle und Braunkohle liegt in der Dichte und den daraus resultierenden unterschiedlichen Brennwerten. Steinkohle ist härter als Braunkohle. Daher verwundert es nicht, dass Braunkohle auch als Weichkohle bezeichnet wird, während Steinkohle zu den Hartkohlen gehört. Braunkohle-Tagebau

Braunkohle weist einen Brennwert von 5-6 kWh/kg auf, Steinkohle kann ganze 9 kWh/kg zustande bringen. Die Energieeffizienz bei Steinkohle ist demnach deutlich besser, die CO2-Bilanz allerdings ähnlich schlecht. Braunkohlebriketts eignen sich für alle geschlossenen Ofenmodelle, also Dauerbrandöfen, Warmluft-Kachelöfen, Grundöfen, Speicheröfen, Specksteinöfen etc. Entscheidend ist aber immer die Betriebsanleitung der Feuerstätte. Diese gibt Aufschluss darüber für welche Brennstoffe der jeweilige Ofen zugelassen ist.

Steinkohle hingegen darf nur bei Dauerbrand– und Warmluft-Kachelöfen sowie Heizkesseln verwendet werden. Das liegt an der Zusammensetzung, der Dichte der Steinkohle und der Heizleistung. Für die Verwendung von Braunkohlebriketts bei Kaminöfen sollte eine größere Menge Anzündholz verwendet werden – oder schon genügend Glut vorhanden sein. Briketts brennen gleichmäßig ab und halten sich lange im Ofen, da sie durch die Dichte nur langsam abbrennen. Auch die entstehende Wärme hält sich lange. Erfahren Sie in folgendem Beitrag mehr darüber wie Sie mit Kohle heizen!

Beide Kohlearten eignen sich zum Abbrand in Dauerbrandöfen, unterscheiden sich jedoch in ihrer Energieeffizienz: Steinkohle ist energietechnisch ergiebiger als Braunkohle. Da es ein fossiler Brennstoff ist, ist seine Umweltbilanz jedoch eher schlecht, weshalb er nicht als primäres Heizmittel beim Kaminofen genutzt werden sollte. In einem Dauerbrandofen kann die Glut der Kohle etwa vier Stunden gehalten werden- vorausgesetzt man kann mit einem Dauerbrandofen richtig heizen. Die Glut eines Holzfeuers lässt sich hingegen nicht so lange halten. Womit sollte man denn nun eigentlich mit Holz oder Kohlebriketts heizen?

Vor- und Nachteile von Braunkohle & Steinkohle

Gegenüber Holz weisen beide Kohlearten eine ähnlich schlechte Klimabilanz auf: Sie können mit Kohle nicht klimaneutral heizen. Die Erzeugung von Kohle bringt auch eine große Umweltproblematik mit sich, denn bei Kohle handelt es sich um fossile Brennstoffe. Auch die Wirtschaftlichkeit ist nicht unbedingt ideal: Kohle ist ein teurerer Brennstoff als Holz. Ausführlicher zur Frage Holzbriketts oder Holz gehen wir im verlinkten Beitrag ein. Brennholz und Holzpellets für Pelletöfen sollten aufgrund ihrer Klimaneutralität immer unter die erste Wahl zur effizienten und umweltschonenden Wärmeerzeugung im Eigenheim fallen.


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