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Was ist eigentlich ein Energieausweis fürs Haus und was steht da drin?

Der verwirrende Welt des Energieausweises

Das Hauptaugenmerk liegt beim Energieausweis auf den Energiekennwerten eines Gebäudes. Dort wird festgehalten, wie viel Wärmeenergie im Schnitt pro Quadratmeter im Haus pro Jahr aufgebracht werden muss, um ausreichend zu Heizen. Hierbei gilt, desto höher der angegebene Verbrauchswert, umso schlechter der energetische Zustand des Hauses. Natürlich finden sich auf dem fünf Seiten langen Bericht außerdem viele weitere Angaben rund um die Energiewerte und sogar Empfehlungen für mögliche Modernisierungen. Ein Energieausweis ist für zehn Jahre gültig.

Für die Einschätzung des energetischen Zustandes des Gebäudes, wird es mit Hilfe ermittelter Kennwerte in Energieeffizienzklassen eingeschätzt. Hier reicht die Skala von A+ bis H, wobei A+ für sehr einen sehr niedrigen Energiebedarf (also sehr gut) und H für einen sehr hohen Energiebedarf (sehr schlecht) steht. Wo in der Skala sich das betrachtete Haus wiederfindet richtet sich nach den ermittelten Werten. Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Weise die Werte ermittelt werden und wo Sie die Angaben im Energieausweis finden.

Was steht im Detail im Energieausweis drin und vor allem wo steht es?

Die erste Seite als Hauptübersicht mit allgemeinen Angaben ist der Einstieg in den Energieausweis. So finden Sie auf der ersten Seite vornehmlich das Baujahr des Hauses, das Alter der Anlagentechnik sowie allgemeine Angaben, wie die Adresse. Des Weiteren wird für die Transparenz des Gutachtens das Verfahren benannt, wonach der Energieverbrauchswert berechnet wurde. Außerdem finden Sie in Energieausweisen, die nach dem 01.10.2009 erstellt wurden, zusätzliche Angaben zur Verwendung von erneuerbaren Energien, sofern dies in dem Haus der Fall ist.

Was ist ein Bedarfsausweis und was ein Verbrauchsausweis?

Diese zwei ähnlichen Begrifflichkeiten kommen durch das gewählte Berechnungsverfahren für die Kennwerte des Gebäudes zustande. Ist vom Bedarfsausweis die Rede, so wurde für die Ermittlung der Werte eine Berechnung vorgenommen. In diesem Fall finden Sie ermittelte Werte auf der zweiten Seite des Energieausweises.
Ist im Gegenzug von einem Verbrauchsausweis die Rede, so wurden die Kennwerte durch „messen“ ermittelt. Sollten Sie einen Verbrauchsausweis vorliegen haben, so finden Sie die ermittelten Werte auf der Seite 3 des Energieausweises.

Natürlich lassen sich aus den Werten zum Wärmebedarf eines Hauses auch Rückschlüsse auf die benötigte Heizung ziehen. So lässt sich beispielsweise mit einer modernen Pelletheizung und einer guten Dämmung schon der komplette Energiebedarf kostengünstig gedeckt werden.

Auf der Seite vier werden Sie, wie oben bereits angekündigt, Vorschläge für die Modernisierung des Gebäudes finden. Dies sind Vorschläge, die die Kennwerte des Gebäudes verbessern.

Wer muss welchen Ausweis anfertigen lassen?

Ob ein Bedarfsausweis oder ein Verbrauchsausweis erstellt werden muss, oder darf, kommt auf das Gebäude und die Größe an. Bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten hat der Eigentümer ein Wahlrecht. Er kann sich entweder für den Bedarfs- oder Verbrauchsausweis entscheiden.

Eigentümer eines Gebäudes mit bis zu vier Wohnungen haben keine freie Wahl des Verfahrens, wenn das Gebäude nicht dem energetischen Standard der ersten Wärmeschutzverordnung entspricht. In diesem Fall ist nur die Verwendung eines Bedarfsausweises zulässig.

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