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Benötigt ein Kaminofen immer einen Feinstaubfilter?

Die Frage zum Feinstaubfilter beschäftigt durch strenge Regeln viele Kaminofenbesitzer

Jein. Das ist eine Frage, die man wohl nicht pauschal gar nicht so leicht beantworten kann. Denn dafür muss man sich erst einmal anschauen, wo im Kaminofen der gefürchtete Feinstaub entsteht und wie man ihn überhaupt herausfiltern kann. 

Bei einem Kaminofen wird der Festbrennstoff Holz verbrannt. Demzufolge entstehen bei der Verbrennung im Abgas kleine Partikel. Diese Partikel sind der so genannte Feinstaub. Er ist so fein, dass er über die Atemwege aufgenommen werden kann. Das kann aber zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Die Vermeidung daher in jedem Fall sinnvoll. Die Reduktion des Feinstaubes ist für uns auch deswegen von großer Bedeutung, weil die Anzahl der privaten Feuerstätten in den vergangen Jahren drastisch zugenommen hat. Ein extremes Beispiel aus der Statistik: Die Feinstaubbelastung durch Kaminöfen ist in Deutschland höher, als die aller Diesel PKW und LKW. Doch was kann man dagegen machen und wie können Sie sich davor schützen? 

Wer regelt die Gesetze für den Feinstaub? 

Die Grenzwerte für den Feinstaubausstoß regelt das Bundesimmissionsschutzgesetz. Das Umweltministerium definiert darüber die Grenzen für den Feinstaubausstoß. Da ältere Ofentypen nicht die Verbrennungs- und Feinstaubwerte moderner Öfen erreichen, wurden für Kaminöfen verschiedenen Alters Regeln aufgestellt. 

Welche Regelungen und Fristen gelten? 

Öfen, die vor dem 01.01.1975 errichtet wurden, mussten mit einem Feinstaubfilter bis zum 31.12.2014 nachgerüstet werden. Alle Öfen nach 1975 bis Ende 1984 haben für die Nachrüstung noch bis 2017 Zeit. Die Ofenmodelle aus den Jahren 1985 bis 31.12.1994 haben eine Frist zur Nachrüstung eines Filters bis 2020 sowie alle Öfen ab 1995 bis in Kraft treten des Gesetzes eine Frist bis 2024. Es ist also grundlegend per Gesetz geregelt, welcher Ofen wann einen Feinstaubfilter besitzen muss. 

Ältere Kaminofenmodelle nachrüsten? 

Sollten Sie im Besitz eines älteren Kaminofens sein, so haben Sie zum einen die Möglichkeit einen Feinstaubfilter innerhalb der oben beschriebenen Fristen nachzurüsten oder den Ofen stillzulegen und einen mit modernen Anforderungen nach der BImSchV 2 anzuschaffen. Bevor Sie allerdings handeln, empfiehlt es sich vorerst eine Prüfung der Feinstaubwerte vor Ort durchführen zu lassen oder einen Nachweis des Ofenherstellers zu erbringen, aus dem deutlich wird, dass der Ofen die geforderten Feinstaubwerte einhält. Möglicherweise bewegt sich Ihr derzeitiger Ofen innerhalb der geforderten Grenzwerte. Falls das nicht so ist, dann haben Sie immer noch die Möglichkeit der nachträglichen Umrüstung. 

In einigen Situationen lohnt es sich also, über einen neuen Kaminofen nachzudenken. Moderne Kaminöfen namenhafter Hersteller überzeugen mit innovativer Verbrennungstechnik, die aufgrund Ihrer sauberen Verbrennung keinen Feinstaubfilter benötigen. Die Abgase, die mit Feinstaub belastet sind, werden in der Regel noch einmal nachverbrannt und so noch im Ofen reduziert und nicht an die Umwelt abgegeben. Übrigens können Sie auch bereits durch richtiges Heizen und den Umgang mit dem Brennstoff mit Holz die Feinstaub-Emissionen Ihres Ofens in den Griff bekommen. 

 

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