Persönliche Beratung von unseren Fachleuten: 034601-27100

Was ist ein Latentwärmespeicher?

Eine neue Entwicklung, die sich sehen lassen kann!

Latentwärmespeicher sind eine relativ neue Entwicklung auf dem Heizungsmarkt. Sie besitzen ein ausgeklügeltes und kompliziertes Funktionsprinzip. Die Wirkung kann sich zwar sehen lassen, ist aber aufgrund der Neuheit der Technik momentan sehr teuer.

Worin besteht der Unterschied zum herkömmlichen Pufferspeicher?

Ein normaler Pufferspeicher dient der Bevorratung von warmem Wasser, das für die Heizung oder das Warmwasser gebraucht wird. Da solche Speicher ähnlich wie eine große Isolierkanne funktionieren, ist die Fähigkeit zur Wärmespeicherung aber begrenzt. Schon nach wenigen Tagen ist die Energie des warmen Wassers wieder an die Umgebung abgegeben worden und dann muss neu geheizt werden. Fortschritte in der Entwicklung dieser Speichermethode beziehen sich hauptsächlich auf eine Optimierung der Dämmung und der verwendeten Technik. Jedoch wir diese Speicherform Wärme niemals so langanhaltend behalten können, wie ein Latentwärmespeicher.

Ein Latentwärmespeicher stellt Wärme enorm langfristig zur Verfügung

Diese Art der Energiespeicherung ist besonders gut für Solarthermie-Anlagen geeignet. Stellen Sie sich vor, im Sommer scheint kräftig die Sonne und die Kollektoren nehmen viel thermische Energie auf. Es wäre doch schön, diese Energie auch im Winter nutzen zu können – also dann, wenn sie wirklich gebraucht wird. Mit einem Pufferspeicher ist das nicht möglich: mit einem Latentwärmespeicher schon.

Wie funktioniert ein Latentwärmespeicher?

Es gibt verschiedene Arten von Latentwärmespeichern, die auch unterschiedlich funktionieren. Das bis ins kleinste Detail zu erklären und für normale Menschen begreifbar zu machen, ist fast unmöglich. Dennoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle die grundlegende Funktion dieses Speichers einmal erläutern. Der Kern eines jeden Latentwärmespeichers ist die Verwendung eines besonderen Speichermaterials. Dieses wird in der Regel mit PCM abgekürzt und bedeutet in der Übersetzung: Phasenwechselmaterial.

Eine Technik, die Sie vielleicht von kleinen Taschenwärmern her kennen

Bei diesen Materialien ist die latente Schmelzwärme höher, als die Wärme, welche sie normalerweise speichern könnten. Das ist recht kompliziert ausgedrückt, wird aber greifbarer, wenn man sich ein einfaches Wärmekissen mit Knickplättchen vorstellt. Denn diese funktionieren genauso wie ein großer Latentwärmespeicher für die Heizung – nur eben in klein.

Beim Erwärmen wird das Material flüssig und kann sehr viel Energie aufnehmen. Drückt man das Plättchen, in den kleinen Handwärmern, dann werden mikroskopische Kristallisationskeime freigesetzt, welche die Flüssigkeit sofort zum Erstatten bringen. Und dabei wird die ganze aufgenommene Energie wieder freigegeben. Überträgt man das Prinzip auf die Größe eines Hauses, dann haben Sie schon einmal eine gute Vorstellung von der Funktionsweise eines Latentwärmespeichers.

Latentwärmespeicher können einmal eingelagerte Energie über einen langen Zeitraum hinweg speichern und bei Bedarf wieder freigeben. Sie besitzen auf die Menge des Stoffes bezogen eine viel größere Wärmespeicherfähigkeit als Wasser. Das bedeutet: Die gleiche Menge PCM kann viel mehr Energie speichern, als Wasser.

Auch interessant:

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.