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Wie kann ich den Schornsteinzug messen? Brauche ich dazu immer ein spezielles Messgerät?

Auf die Stärke des Schornsteinzuges kommt es an!

Viele Fehler im Abgassystem einer Feuerstätte lassen sich schon daran erkennen, wie sich der Schornsteinzug verhält. Je nachdem, ob er zu stark oder zu schwach ist, lassen sich daraus verschiedene Schlussfolgerungen ziehen, welches Problem gerade vorliegt. Aber wie misst man eigentlich den Schornsteinzug? Wie es funktioniert und was Sie dafür brauchen, dass lesen Sie jetzt.

Was ist der Schornsteinzug?

Im Grunde sind die Temperaturunterschiede zwischen Schornsteininnentemperatur und Außentemperatur der Grund für ein Luftdruckgefälle. Warme Luft strömt nach oben durch den Schornstein und zieht weitere Luft von unten nach. Durch diesen Kamineffekt entsteht der typische Kaminzug. Ist die Innentemperatur sehr hoch, dann nimmt der Zug zu und es kommt zu einem kräftig nach oben verlaufenden Abgasstrom. Dieser Effekt wird natürlich genutzt, um die Verbrennungsgase eines Kamins über einen Schornstein nach draußen zu befördern.

Ein sehr kräftiger Schornsteinzug befördert zwar sehr zuverlässig und kraftvoll die Abgase nach draußen, allerdings ist kann er mitunter auch zu stark sein: in diesem Fall strömt sehr viel Frischluft in den Ofen nach und die Verbrennung geht sehr schnell von statten. Es kann passieren, dass dadurch sehr viel Wärme über den Schornstein verloren geht, die eigentlich im Wohnzimmer genutzt werden sollte.

Hingegen kann es bei einem defekten oder ungeeigneten Schornstein zu einem zu niedrigen Schornsteinzug kommen, der möglicherweise die Verbrennungsgase nicht zuverlässig ins Freie befördert und keine effiziente Verbrennung ermöglicht. Beispielsweise könnten sich durch den langsamen Luftstrom die Abgase im Schlot zu sehr abkühlen und bereits im Schornstein kondensieren. Versottung wäre die Folge.

Aus diesen Gründen ist die Einstellung des Kaminzugs auf ein optimales Niveau von sehr hoher Bedeutung. Bei Problemen mit einem zu starken oder zu schwachen Schornsteinzug kann in der Regel mit dem Einbau eines Zugreglers, beziehungsweise eines Zugbegrenzers nachgeholfen werden. Wie stark der Kaminzug sein muss, erfahren Sie in den Herstellerangaben von Ihrem Kaminofen.

Wie können Sie den Schornsteinzug messen?

Eine Messung des Kaminzugs durchzuführen ist prinzipiell mit Hilfe eines speziellen Messgerätes vom Schornsteinfeger möglich. Diese digitalen Messgeräte können die Druckdifferenz erfassen und sehr genau wiedergeben. Die Anschaffung solcher Geräte lohnt sich im Einzelfall jedoch nur selten, da sie recht preisintensiv sind. Nach unseren Recherchen fangen solche Messinstrumente etwa ab 1.500 Euro an. 

Eine günstigere Variante können etwas einfachere Messgeräte sein, die unter Umständen sogar einfach selbst gebaut werden können. Abhilfe können da entweder gekaufte Schrägrohr- oder U-Rohrmanometer schaffen. Diese mit Flüssigkeit gefüllten Röhrchen können auch selbst gebaut werden. Wer ein Brett, etwas Befestigungsmaterial und ein Glasröhrchen oder einen durchsichtigen Gummischlauch zur Hand hat, kann sich sein Schornsteinzugwerkzeug selber bauen.

Selbstverständlich können die Instrumente der Marke Eigenbau eine professionelle Messung vom Schornsteinfeger nicht ersetzen. Jedoch können Sie Ihre eigenen Beobachtungen als Grundlage für weitere Nachforschungen verwenden und sich dann mit Ihrem Kaminkehrer in Verbindung setzen.

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