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Gefahr Schornsteinbrand - Teil II: Welche Arten des Kaminbrandes gibt es?

Die Ablagerungen bergen die Gefahr

Der Kaminbrand oder auch Schornsteinbrand entsteht durch Ablagerungen von Ruß, Teer und anderen unvollständig verbrannten Kohlenwasserstoffen. Wie wir im ersten Teil des Beitrags bereits erklärt haben, entstehen diese gefährlichen Kaminbrände meist durch unsachgemäße Bedienung der Feuerstätten. Eine falsche und unzureichende Verbrennung oder gar ein ungeeigneter Brennstoff, wie behandelte Hölzer sind die Hauptauslöser für einen Schornsteinbrand. Diese Gründe führen zu einer verstärkten Ruß- und Rückstandsbildung, welche sich im Schornstein und Ofenrohr ansammeln. Bei einer unvollständigen Verbrennung von festen Brennstoffen entstehen so genannter Hart-, Schmier- und Glanzruß. Bei den gasförmigen Brennstoffen ist von Flockenruß die Rede.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche verschiedenen Arten von Bränden es gibt und woran Sie diese schnell erkennen können. Je nach Brand müssen unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet und beachtet werden.

Wie sollte ich mit bei einem Schornsteinbrand verhalten?

Grundsätzlich gilt es die Feuerwehr bei einem Schornsteinbrand zu informieren. Denn die Profis von der Feuerwehr wissen genau was in bei solchen Bränden zu tun ist. Je nach Art des Rußbrandes gibt es verschiedene Arten des Löschvorganges. Vorsicht ist hier geboten, da ein Schornstein-, beziehungsweise Kaminbrand niemals mit Wasser gelöscht werden darf! Würde man versuchen einen solchen Brand mit Wasser zu bekämpfen, gäbe es eine schlagartige Verdampfung auf engstem Raum. Hier sprechen wir bei einem Liter Wasser von 1.700 Liter Wasserdampf. Durch den entstehenden Druck könnte der Schornstein regelrecht explodieren.

Unterschieden wird zwischen verschiedenen Kaminbrandarten

Der Glanzrußbrand

Sollte es einmal zu einem so genannten Glanzrußbrand kommen, so wird die Feuerwehr diesen sehr wahrscheinlich kontrolliert ausbrennen lassen, ohne weitere Vorkehrungen. Denn dieser Kaminbrand zählt zu den gefährlichsten Arten. Aus dem Glanzruß treten Gase aus, was wiederum zu meterhohen Flammen führt. Ein Entfernen mit einem Stahldrahtbesen ist hier zwecklos.

Der Staub- und Flockenrußbrand

Im Gegensatz zu dem Glanzrußbrand gehört der Staub- oder auch Flockenrußbrand eher zu den ungefährlicheren Kaminbränden. Hier kann der Kaminkehrer bereits Abhilfe schaffen, indem er den relativ locker an den Schornsteinwänden sitzenden Ruß einfach runter kehrt. Bei dieser Art von Schornsteinbrand ist aber darauf zu achten, dass es zu einem vermehrten Funkenflug kommt, der umliegende Gebäude und Bäume gefährden kann. Ein Funkenfänger auf dem Schornstein wird hier schon die nötige Abhilfe schaffen.

Der Hartrußbrand

Auch hier gilt, wie beim Staub- und Flockenrußbrand, dass die nötigen Ausbrandarbeiten nur vom Schornsteinfeger ausgeführt werden dürfen. Der Hartrußbrand ist ein weiterer Kaminbrand, der etwas ungefährlicher als der Glanzrußbrand ist und vom Schornsteinfeger bekämpft werden kann. Bei diesem Brand wird der Ruß durch das Aufheizen klebrig und zäh. Diese zähe Masse kann den Schornstein unter Umständen sogar verschließen. Die Lösung ist hierfür meist eine Kugel, die in den Kamin abgelassen wird und den Schornstein wieder öffnen soll. Ansonsten geht der Kaminkehrer analog zum Staub- und Flockenrußbrand vor und beseitigt die Rußrückstände mit dem Strahldrahtbesen.

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