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Gefahr Schornsteinbrand

Eine häufig unterschätzte Gefahr

Die Gefahr entsteht im Schornstein durch abgelagerten Ruß. Er kann sich entzünden und das Resultat ist ein in Flammen stehender Schornstein. Die Rede ist vom gefürchteten Schornsteinbrand oder auch Kaminbrand. Gefürchtet deswegen, weil einige Brandarten nicht einmal gelöscht werden können – der Horror für Hausbesitzer! Doch wie entsteht er eigentlich und wie können Sie so etwas bei sich zu Hause verhindern

Warum entsteht ein Schornsteinbrand?

Ein Feuer im Schornstein kann dann entstehen, wenn sich Rußablagerungen im Inneren befinden und diese sich dann entzünden. Ablagerungen entstehen vermehrt dann, wenn im Kamin oder Kaminofen eine unvollständige Verbrennung von Holz stattfindet.

Bei der Verwendung von festen Brennstoffen kann es im Schornstein zur Bildung von Schmier-, Glanz- oder Hartruß kommen. Bei flüssigen Brennstoffen spricht man von der Gefahr durch Flockenruß. Der Ruß, der eigentlich nur aus staubförmigen Kohlenstoff bestehet, bindet sich im Falle einer unvollständigen Verbrennung im Schornstein zu einem klebrigen Kondensat oder lagert zusätzlich Luft ein. Das Resultat ist in jedem Fall ein Gemisch aus entzündlichen Stoffen, die sehr leicht einen Brand auslösen können.

Wie vermeide ich einen Schornsteinbrand?

Der gefährliche Schornsteinbrand kann durch drei Dinge verhindert werden: saubere Verbrennung im Ofen, die fachgerechte Reinigung und durch regelmäßige Kontrollen

Daher ist es unerlässlich eine vollständige und saubere Verbrennung zu erreichen. Die Hauptursachen für eine unvollständige Verbrennung sind nasses Brennholz, eine zu geringe Sauerstoffzufuhr bei der Verbrennung und der Einsatz ungeeigneter Brennstoffe.

Achten Sie beim Kauf auch unbedingt auf die Leistung des Kaminofens. Es ist sehr wichtig den richtigen Ofen mit der richtigen Heizleistung zu installieren. Die Leistung des Ofens muss nach der Größe, der zu heizenden Räumlichkeiten, gewählt werden. Denn haben Sie einen zu leistungsstarken Kaminofen, werden Sie ihn vorrangig im Teillastbereich betreiben, um keine zu hohen Temperaturen in Ihrem Wohnzimmer zu haben. Das Problem der Teillast ist allerdings, dass es durch die gedrosselte Luftzufuhr zu einer unvollständigen Verbrennung kommt, die einen Schornsteinbrand begünstigt.

Aber nicht nur eine unvollständige Verbrennung kann die Folge für einen Schornsteinbrand sein. Auch die falsche Größe des Schornsteins fördert die Gefahr. Ist der Schornsteinquerschnitt zu klein, werden die Verbrennungsgase auf ihrem Weg nach draußen abgebremst. Das langsamer austretende Rauchgas neigt deutlich mehr dazu Ruß an den Schornsteininnenwänden abzulagern. Ist Ihr Schornstein zu groß dimensioniert, entsteht das Problem, dass der Schornstein sehr lange sehr kühl bleibt. Das Resultat ist ein Kondensieren und Ablagern der sehr heißen Abgase und des Rußes an den Innenseiten des Schornsteins.

Welche Gefahren drohen bei einem Schornsteinbrand?

Durch den Schornsteinbrand wird der Schornstein so heiß, dass sich in der Nähe befindliche Einrichtungsgegenstände oder sogar Tapeten anfangen zu entzünden. Möglicherweise bekommen Sie die Gefahr auch nicht sofort mit, denn bis das Mauerwerk derart aufgeheizt ist, dass Sie es im Haus bemerken können, vergehen mitunter mehrere Stunden.

Unternehmen Sie niemals unprofessionelle oder falsche Löschversuche, da Sie sich der Gefahr einer Rauchgasvergiftung erheblich aussetzen, da Sie möglicherweise den Schornsteinzug unterbrechen. Auf diese Weise können die Verbrennungsgase in Ihre Wohnräume, durch die Kamintür eintreten.

Was tun im Ernstfall?

Bei einem Schornsteinbrand gilt als oberste Divise die Feuerwehr und Schornsteinfeger zu informieren.

Die Feuerwehr sind die Experten für solche Brandfälle und verfügen über geeignetes Gerät zur Löschung eines Schornsteinbrandes. Denn nicht jedes Löschwerkzeug eignet sich für den Schornsteinbrand. Versuchen Sie niemals mit Wasser zu löschen, denn durch das Wasser entsteht sofort durch die Hohe Hitze eine enorme Menge Wasserdampf. Das wiederum führt zu einem sehr hohen Druck im System, bis hin zu einer möglichen Explosion.

Ein kontrollierter Abbrand unter Beobachtung, bei der die Sauerstoffzufuhr des Ofens gestoppt wird ist meist die bessere Lösung. Auch kommt bei der Löschung eines Schornsteinbrands die Flutung des Kamins mit Kohlendioxid zum Einsatz. Auch auf diese Weise wird dem Kamin der Sauerstoff für den Brand genommen.  

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