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Wie kann ich einen raumluftunabhängigen Kaminofen ohne DIBt-Prüfung in einem Niedrigenergiehaus betreiben?

Was Sie unbedingt vor dem Kauf beachten sollten

Auch in modernen Niedrigenergie, Passiv- und Energiesparhäusern ist der Wunsch nach einem schönen prasselnden Kaminfeuer da. Nur ist das mit der Umsetzung nicht immer ganz so einfach. Es kommt vor allem darauf an, dass die Feuerstätte unabhängig von der Raumluft funktioniert.

Die meisten Geräte besitzen dafür bei uns eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik. Es gibt aber auch einige Öfen, die zwar raumluftunabhängig sind, jedoch keine solche Zulassung besitzen. Was es damit auf sich hat und wie Sie mit einem pfiffigen Trick diese Öfen trotzdem bei sich zu Hause aufstellen und betreiben dürfen, dass erfahren Sie im folgenden Beitrag.

DIBt und raumluftunabhängig: Wie hängt das zusammen?

Ein Kaminofen wird einer DIBt-Prüfung unterzogen, wenn er über die Eigenschaft des raumluftunabhängigen Betriebes verfügt. Mit der Prüfung wird sichergestellt, ob der Kaminofen auch absolut dicht ist und keine Verbrennungsgase aus dem Ofen austreten können. Außerdem wird gecheckt, ob der Kamin über eine selbstschließende Feuertür verfügt. Diese schließt die Feuertür immer automatisch, sodass es nicht passieren kann, dass unbemerkt Gase aus dem Ofen in Ihr Wohnzimmer strömen. Außerdem ist die selbstschließende Tür eine Grundvoraussetzung für die Mehrfachbelegung am Schornstein.

Heutzutage gibt es zahlreiche hochwertige und sichere raumluftunabhängige Kaminöfen, die allerdings nicht immer mit einer DIBt Zertifizierung daher kommen. Der italienische Qualitätshersteller MCZ liefert beispielsweise mit dem Kasai einen solchen Ofen. Dieser entspricht allen Anforderungen, die ein raumluftunabhängiger Ofen erfüllen muss - außer einer selbstschließenden Feuertür. Dieses Kriterium reicht bereits aus, dass diese Öfen nicht DIBt zertifiziert werden. Sie müssen aber dennoch nicht verzagen, falls Sie über einen solchen Ofen verfügen oder sich gern zulegen möchten. Für raumluftunabhängige gibt es weitere Möglichkeiten, damit sie doch zu ihrem Einsatz in einem modernen Passivhaus kommen.

Können Sie einen Ofen, wie den MCZ Kasai trotzdem in einem Niedrigenergiehaus einsetzen?

Die Antwort lautet: Ja! Mit einer kleinen zusätzlichen technischen Sicherheitsmaßnahme, ist auch der Betrieb dieser Öfen in Passivhäusern bedenkenlos möglich und zugelassen.
Dabei kommen Schutzvorrichtungen wie der Leda LUC Unterdruck Controller oder eine Funk-Abluftsteuerung zum Einsatz.

Lösung 1: Der Leda LUC Unterdruck Controller

Dieses moderne Drucküberwachungsgerät misst überwacht Ihren Raumluftdruck während des Betriebes des Kaminofens mit Hilfe von Sensoren und Messeinheiten im Wohnraum und im Schornstein. Stellt das Gerät einen gefährlichen Unterdruck in Ihrem Wohnraum fest, erhalten Sie sofort eine informationsreiche Meldung über das Digitaldisplay. Außerdem werden alle unterdruckverursachenden Geräte, wie Dunstabzugshaube oder Wäschetrockner abgeschaltet und für einen Druckausgleich mittels Steuerung der lufttechnischen Anlage des Hauses gesorgt.

Lösung 2: Die Funk Abluftsteuerung

Die Funkabluftsteuerung stellt sicher, dass Sie unterdruckerzeugende Geräte nur einschalten können, wenn beispielsweise ein Fenster geöffnet ist und somit die Frischluftversorgung Ihres Hauses gesichert ist und es nicht zu einem gefährlichen Unterdruck kommen kann. Haben Sie einmal vergessen für genügend Frischluft zu sorgen, gibt die Funk Abluftsteuerung die Stromversorgung für Geräte wie Dunstabzugshaube oder Wäschetrockner nicht frei. So sind Sie auf der sicheren Seite.

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