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Wie heizt man einen Kaminofen richtig an?

Das Feuer soll schnell und kräftig auf Touren kommen

Damit das Kaminvergnügen so richtig in Wallung kommt und sich das gemütliche Flammenspiel gut entwickeln kann, müssen ein paar Dinge beim Anheizen eines Kamins beachtet werden. Nicht zuletzt kommt es auf das richtige Anheizen an, um eine kraftvolle und effiziente Verbrennung zu erzeugen. Im Folgenden Erklären wir Ihnen, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie Ihren Kamin anheizen.

Die Reinigung des Kaminofens 

Bevor Sie Ihren Kaminofen wieder so richtig auf Touren bringen können, müssen Sie ihn zuerst von der kalten Asche und anderen Rückständen befreien. Fegen Sie dazu die groben Rückstände einfach mit einem Handfeger zusammen. Für die kleineren Aschepartikel und den Staub empfiehlt sich im Anschluss ein Aschesauger, mit dem Sie alle kleineren Aschereste komfortabel und sehr sauber beseitigen können.

Ist die Sichtscheibe durch Rußablagerungen verschmutzt, können Sie diese wieder mit einem einfachen Hausmittelchen auf Hochglanz bringen. Knäulen Sie einfach etwas Zeitungspapier und feuchten Sie es an. Reiben Sie nun die kalte! Scheibeninnenseite mit dem Zeitungspapier ab. Für den perfekten Durchblick, im Anschluss die Scheibe einfach noch mit etwas Fenstereiniger nachwischen. Achten Sie darauf, dass alles wieder, insbesondere die Dichtungen, schön trocken ist. Jetzt können Sie das Flammenspiel wieder in vollen Zügen genießen.

Welches Holz sollten Sie für das Anheizen Ihres Kamins verwenden? 

Als Hauptbrennstoff eignet sich vor allem Laubholz, da es eine höhere Massedichte aufweist und damit länger brennt, länger glüht und einen höheren Heizwert hat. Nadelholz brennt hingegen zwar eher, aber auch schneller wieder ab. Der Heizwert ist geringer und der Harzgehalt des Holzes zu hoch. Das Harz spritzt regelrecht bei der Verbrennung und verschmutzt Ihre Sichtscheibe.

Um das Feuer zuverlässig und schnell zu entfachen benötigen Sie aber noch das so genannte Anzündholz. Als Anzündholz eignet sich allerdings das Nadelholz besonders. Beispielsweise Fichtenholz entzündet sich schnell. Die Devise beim Anzündholz lautet, desto dünner gespalten (am besten fingerdick) und desto trockener das Holz, umso besser. Lagern Sie dazu einen Teil Ihres Anzündholzes am besten in der nähe Ihres Kaminofens. So trocknet es durch die Wärme des Ofens noch besser durch. Ein Tipp: Eckig gespaltenes Holz eignet sich zum Anheizen des Kamin besser als Rundhölzer, da die Flammen bei dem kantig geschlagenen und unregelmäßigeren Holz mehr Angriffsfläche zum Entzünden finden.

Wie wird angezündet, welche Hilfsmittel sind dazu geeignet und wie schichten Sie am besten das Feuerholz? 

Grundsätzlich gilt, angezündet wird von oben. Anders wie man es vielleicht von einem Lagerfeuer kennt, wird nicht von unten mit Anzündhilfen das Feuer entfacht, welches nach oben durchbrennen soll. Beim Kaminofen gehen Sie wie folgt vor: 

Legen Sie zuerst ein möglichst flaches Holzscheit in den Kaminofen ein. Dieser Holzscheit ist die unterste Schicht Ihrer Anzündkonstruktion. Auf diesen Holzscheit verteilen Sie etwas Kaminanzünder. Am besten eignen sich dazu natürliche Anzündhilfen wie Holzwolle oder das Naturprodukt Zapfenzünder. Zapfenzünder sind kleine aus Kiefernzapfen und Naturwachs bestehende Anzünder. Über diese Anzündhilfen verteilen Sie nun das Anzündholz in Form eines Tipizeltes. Lassen Sie immer etwas Luft zwischen den Anzündhölzern, damit Sie zum entzünden mit einem Streichholz oder dem Feuerzeug noch an die Anzündhilfen gelangen. Außerdem gelangt so auch mehr Luft an die Verbrennung und das Feuer kann sich richtig schön entwickeln. Hat sich diese Konstruktion so entzündet, legen Sie nun größere Brennholzscheite, zu Beginn am besten noch aus Nadelholz, nach. Ist auch jetzt das Feuer so richtig schön im Gange, legen Sie nun die eigentlichen Brennholzscheite aus Hartholz (Buche) ein. Ihr Kaminfeuer kann sich auf diese Wiese sehr gut entwickeln und eine hohe Heizleistung sorgen.

Weitere Tipps zum Anzünden des Ofens: 

Während Sie den Kamin anzünden sollten Sie die Feuertür beziehungsweise die Luftregler vollkommen öffnen und so lange offen lassen, bis die ersten starken Hartholzscheite so richtig entflammt sind. Schließen Sie erst dann die Luftzufuhr, damit Sie dem Feuer nicht schon vorher die Kraft durch wenig Sauerstoffzufuhr stehlen. 

Sie haben alle Tipps zum Anzünden des Kamins beachtet und haben dennoch Probleme das Feuer in Gang zu bekommen, dann empfiehlt es sich den zuständigen Schornsteinfeger zu Rate zu ziehen. Möglicherweise liegt ein Konstruktionsmangel oder anderweitige Beschädigungen des Schornsteinsystems vor. 

 

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Tags: Kaminofen, Kamin
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