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Kaminkehrer – Andere Bezeichnung für den Schornsteinfeger

Wer bei sich zu Hause einen Kaminofen stehen hat, kommt um den Besuch eines Kaminkehrers nicht herum: Kaminkehrer ist eine andere Bezeichnung für den ortsansässigen und zuständigen Schornsteinfeger. Der Kaminkehrer oder auch Schornsteinfeger ist der Fachmann bei allen Themen rund um Heizungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen. Bis 2013 sprach man von den Bezirksschornsteinfegern, die für ein bestimmtes Gebiet zuständig waren. Seit 2013 besteht für Schornsteinfeger kein Gebietsmonopol mehr. Hauseigentümer können sich ihren Schornsteinfeger nun selbst aussuchen.

Bild mit glücksbringendem SchornsteinfegerNeben seiner Fachkenntnis ist der Schornsteinfeger auch dafür bekannt Glück zu bringen. Seinen Ruf als Glücksbringer trägt der Kaminkehrer schon seit dem Mittelalter. Damals konnte sich Feuer in den engen Straßen und Gassen zwischen den Holzhäusern rasend schnell ausbreiten. Mit seinen Kaminreinigungen wendete der Schornsteinfeger viele Brandgefahren ab und brachte somit Glück über die Bevölkerung.

So entstand das glücksbringende Image des Kaminkehrers:

 

Die Aufgaben eines Kaminkehrers

Das Handwerk des Kaminkehrers oder Schornsteinfegers umfasst zahlreiche Aufgaben, die zum einen den Brandschutz zum Ziel haben, aber auch darauf abzielen, dass bau- und umweltschutzrechtliche Vorgaben bei der Errichtung und dem Betrieb von Feuer-, Heizungs- und Lüftungsanlagen eingehalten werden. Schon vor der Errichtung einer Feuerstätte muss der Kaminkehrer zurate gezogen werden. Er prüft, ob ein vorhandener Schornstein betriebstauglich ist und die allgemeinen baulichen Gegebenheiten für eine Feuerstätte überhaupt geeignet und mit den gültigen Rechtsvorschriften vereinbar sind. Auch bei der Wahl zwischen Speicherofen, Kaminofen oder Pelletofen gibt der Schornsteinfeger wertvolle Empfehlungen, die die finale Entscheidung für die richtige Ofenart erleichtern. So kann der Interessent mit genauen Vorstellungen im Kaminfachgeschäft den idealen Ofen erwerben.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Schornsteinfegers im Sinne der Umwelt sind Immissionsschutzmessungen. Diese Messungen helfen zu analysieren, ob der Schadstoffausstoß des jeweiligen Kamins mit der Bundesemissionsschutzverordnung in Einklang steht. Ist dies nicht der Fall, führt der Schornsteinfeger Maßnahmen durch, die den einwandfreien Betrieb der Anlage wieder gewährleisten. Daneben hat der Kaminkehrer natürlich viele weitere praktische Einsatzgebiete, die er im Sinne der „Kehr- und Überprüfungsordnung“ (KüO) ausführt. In der Kehr- und Überprüfungsordnung ist genau festgelegt, welche Heizstätte wie oft und unter welchen Voraussetzungen gereinigt werden muss. Dazu gehört das Entfernen von Rückständen aus Schornsteinen, Verbindungsstücken und Feuerstätten, die regelmäßige Kontrolle von Feuerungsanlagen und die Überprüfung gemäß der Brandschutzverordnung.

Um mögliche Mängelprobleme frühzeitig zu erkennen führt der Schornsteinfeger gesetzlich vorgeschriebene Materialmessungen durch. Somit gehören neben dem bekannten Kehrbesen, den Ketten und Kehrleinen, mit welchen der Schornsteinfeger die notwendigen Reinigungsarbeiten durchführt, unter anderem auch hoch technologische Gerätschaften.

Bild einer WärmebildkameraBild Energiebedarfsrechnung mit dem Smartphone vor einem HausBild mit iPad vor einem HausGerätschaften eines Kaminkehrers:

  • Gebäude-Wärmebildkamera für Klimahausberechnungen
  • Temperaturoberflächenmessgeräte
  • Gasleckspürgeräte, um undichte Gasstellen zu lokalisieren
  • Holz- und Feuchtigkeitsmessgeräte
  • Kratzeisen für Holzkesselreinigungen
  • Kesselbürsten aus Stahl, Edelstahl, Perlon oder Rosshaar Federn


Vor dem Kauf eines Kamins führt der Schornsteinfeger eine Wärmebedarfsrechnung durch, um den Wärmebedarf zu ermitteln. Diese gibt letztendlich Aufschluss darüber, welche Leistung eine Heizanlage erbringen muss, um den Wärmebedarf zu decken. Bei der Beratung von Kunden zeigt der Kaminkehrer Möglichkeiten auf, wie Energie effizienter genutzt werden kann, beispielsweise durch die Verbindung der Feuerstätte mit dem Heiz- und Warmwassersystem. Gleichzeitig verweist der Kaminkehrer auf nötige Brandschutzmaßnahmen und ermittelt Potentiale im Sinne des Klimaschutzes.

 

Umweltschutz als Tätigkeitsfeld des Kaminkehrers

düsteres Bild mit einer hinter Rauch verschwindenden SonneImmer wichtiger ist der Umweltschutz für die tägliche Arbeit des Kaminkehrers geworden. Dazu zählen etwa die Kontrolle der Abgase einer Feuerstätte und das Messen und Analysieren von Schadstoffen in den Abgasen. Der anschließende Vergleich mit den Grenzwerten soll Kenntnis darüber bringen, ob der untersuchte Ofen die Umweltrichtlinien einhält. Die zu beachtenden Grenzwerte sind in der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) geregelt. Ohne den Kaminkehrer wäre ein sicherer und ordnungsgemäßer Betrieb eines Kamin- oder Pelletofens nicht möglich. Daher ist diese Berufsgruppe essentiell für Besitzer von Feuerungsstätten.