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Glaskeramik - Wo wird es eingesetzt?

Glaskeramik ist ein Verbundwerkstoff, der aus Glas und Kristallen gefertigt wurde. Dabei wurde bei der Glasschmelze eine gezielte und durch eine spezielle Temperaturbehandlung gesteuerte Kristallisation durchgeführt. Das Ergebnis ist ein glasähnliches Produkt mit neuen Eigenschaften, dass in einen keramischen Zustand überführt wurde. Glaskeramik wird aufgrund seiner Beständigkeit bei hohen Temperaturen und seiner Bruchsicherheit bei hohen Temperaturschwankungen in vielen technischen Bereichen eingesetzt. Zu nennen wären dabei vor allem Kochplatten und Sichtverglasungen für Feuerstätten.

Glaskeramik – Die Herstellung 

Die Herstellung von Glaskeramik ist ähnlich der Glasherstellung. Jedoch wird in der Glasschmelze gezielt ein Kristallwachstum gefördert. Dazu werden verschiedene Oxide und Carbonate bei einer hohen Temperatur eingeschmolzen und homogen miteinander vermischt. Die Masse wird danach zur Abkühlung gebracht, wobei ein Glas entsteht, bei dem die einzelnen kristallinen Bereiche noch als störend und als Fehler eingestuft werden. 

Die Weiterverarbeitung zur Glaskeramik erfolgt schließlich durch Tempern. Dabei wird das Material über einen langen Zeitraum hinweg erhitzt. Dadurch zerfallen die kristallinen Bereiche zu kleinsten Kristalliten, die nur wenige Nanometer groß sind und sich homogen in das Glas einfügen. Der polykristalline, glasige und teils keramische Zustand sorgt für die besonderen Eigenschaften der Glaskeramik. 

Glaskeramik – Die Eigenschaften 

Charakteristisch für Glaskeramik ist die hohe Temperaturbeständigkeit. Dies rührt daher, dass das Material als ein Verbundwerkstoff aus Glas und Kristallen zu verstehen ist. Es besitzt einen sehr geringen und manchmal sogar negativen Wärmeausdehnungskoeffizienten in unterschiedlichen Temperaturbereichen. Das bedeutet, dass sich Glaskeramik selbst bei hohen Temperaturschwankungen nur kaum ausdehnt. Aufgrund dieser besonderen mechanischen Festigkeit wird ein Glasbruch durch Temperaturschock verhindert. 

Glaskeramik wird deshalb bei Kaminen, Kaminöfen oder Kamineinsätzen als Sichtverglasung eingesetzt. Auch beim schnellen erhitzen und abkühlen der Brennkammer kommt es dabei nicht zum Glasbruch. Auch bei Kochplatten wird Glaskeramik eingesetzt, wobei die physikalischen Vorteile hierbei ebenso im Vordergrund stehen. Dieses Material ist daher eine effiziente Alternative zu den klassischen Kochplatten aus Stahl oder Gusseisen.