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Gefährlicher Feinstaub durch Holzfeuer

Holzfeuer gleich gefährliches Feuer?

Holzfeuer – ob im offenen Kamin oder einem schicken Holzofen – sie treten den herkömmlichen Heizarten, wie Öl oder Gas, immer mehr den Rang ab. Der Beliebtheit stehen jedoch nicht nur finanzielle Aspekte zu Grunde. Das Knistern des Holzes, ebenso wie das Flammenspiel, verleihen den Wohnräumen, neben der besonderen Wärme, eine wohlige Behaglichkeit.

Echte Vorteile des Holzfeuers!

Ein wesentlicher Vorteil der Befeuerung mit Holz gegenüber dem Heizen mit Gas oder Öl ist, dass es sich hier um fossile Brennstoffe handelt. Sie gelten als schadstoffneutral.
Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt, wie der Baum der Umwelt zu Lebzeiten entzogen hat. Bei der Verbrennung von ausschließlich trockenem, naturbelassenem Holz kann das frei gewordene Kohlenstoffdioxid durch die nachwachsenden Wälder wieder gebunden werden, es entsteht eine gewisse Neutralität.

Auch Behaglichkeit birgt Gefahren

Die Holzverbrennung ist ein Vorgang, welcher sich nur schwer steuern lässt. Während der Verbrennung im Kaminofen werden Primär- und Sekundärluft zugeführt. Die Primärluft wird dem Verbrennungsort direkt zu geführt, somit verbrennen ca. 80 % des Holzes, die oberhalb des Verbrennungsortes zu geführte Luft gilt als Sekundärluft.
Die Verbrennung erfolgt in drei Phasen:

- Trocknungsphase
- Entgasungsphase und
- Oxidationsphase.

Eine unvollständige Verbrennung des Holzes führt zur Bildung von Rußpartikeln, welche 10 Mal toxischer als Dieselruß sind. Es entsteht ein äußerst gefährlicher Feinstaub, dem ein vergleichbares gesundheitliches Risiko bei zu messen ist, wie dem städtischen Feinstaub aus Verkehr oder vergleichbaren Umweltgiften. Diese Partikel, mit einem Durchmesser von unter 2,5 Mikrometern, gelangen an die Schleimhäuten von Nase und Rachen, bis tief in die Lunge und sind so ursächlich für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zur Entstehung von Krebs.

Sinnvolle Grenzwerte schaffen.

Untersuchungen zum Emissionsverhalten bei Holzbefeuerung bewirkten, dass seit 2010 neue Grenzwerte für das Betreiben von Kaminen und Öfen gelten, um so den Anteil an gefährlichem Feinstaub in den Räumen, aber auch im ausdringenden Qualm einzudämmen. Eine Umrüstung alter Öfen mit erforderlichen Filtern ist ebenso wichtig, wie die Auswahl des Holzes und das richtige Betreiben der Öfen.

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