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Wie gut funktioniert eine Solarthermie-Anlage auch im Winter?

Maßgebend ist die Sonne

Eine thermische Solaranlage erzeugt kostengünstiges Warmwasser mit Hilfe der Sonnenenergie. Was viele aber im Vorfeld interessiert: Funktionieren solche Anlagen auch im Winter oder wenn die Sonne nicht so stark scheint? Genau dieser spannenden Frage gehen wir im Folgenden Beitrag einmal genauer nach.

Sonnenenergie im Winter nutzen

Prinzipiell kann eine thermische Solaranlage auch im Winter Warmwasser erzeugen. Die Sache hat aber einen Haken: Die Intensität der Sonne ist in den kalten Monaten deutlich geringer als im Sommer. Daher wird auch weniger Energie erzeugt. Gleichzeitig ist es so, dass wir unseren größten Wärmebedarf genau dann haben, wenn es kalt ist. Diese zwei Faktoren sorgen dafür, dass eine thermische Solaranlage in den kalten Monaten kaum als einziger Wärmeerzeuger für ein Einfamilienhaus ausreichen kann. Generell spricht man davon, dass sich etwa 20% des benötigten Warmwassers im Winter mit Sonnenenergie decken lassen. Ewa zwischen Mai und September lassen sich fast immer 100% decken.

Das bedeutet: Eine thermische Solaranlage bietet Ihnen eine sehr gute und kosteneffiziente Unterstützung an. Eine sinnvolle Kombination, ist beispielsweise zusammen mit einer Pelletheizung oder einem wasserführenden Pelletofen. Das wird sogar staatlich gefördert.

Wie sieht es mit der Effizienz von Solaranlagen aus?

Drücken wir es doch aber einmal in Zahlen aus, was eine Solarthermie-Anlage an einem Wintertag schaffen kann. Es richtet sich ganz nach der Intensität der Sonne. Ein Quadratmeter an Sonnenkollektoren kann bei wolkenlosen, klaren Himmel gut und gern 1000 Watt Wärmeenergie aufnehmen. Bei einer leichten Bewölkung sind es noch 600 Watt, bei einer stärkeren Wolkendecke mit leicht durchdringender Sonne noch 300 Watt und bei wirklich bewölkten Wetter ohne direkte Sonnenstrahlung noch 100 Watt Wärmeenergie sein.

Auf eine gute Dämmung des Hauses kommt es an

Wer so gut wie möglich mit Sonnenenergie auch im Winter arbeiten möchte, sollte unbedingt auf die richtige Dämmung des Hauses achten. Bei Niedrigenergie- und Passivhäusern ist das meistens etwas einfacher. Bitte denken Sie aber auch daran, dass eine thermische Solaranlage regelmäßig von der Schneedecke befreit werden muss – sonst wird das mit der Energieerzeugung nichts.

Als Alternative würde sich für absolute Solarfreunde die Investition in einen Latentwärmespeicher lohnen. Dieser kann den ganzen Sommer über die Wärmeenergie aufnehmen und dann noch Monate später im Winter wieder freisetzen.

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