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Wo und wann darf ich grillen?

Damit das Grillfest zum vollen Erfolg wird

Das Grillen lockt jedes Jahr wieder unzählige Deutsche auf den Balkon, die Terrasse, den Garten oder einfach in einen Park. Da beim Grillen auch Rauch entsteht und sich Mitmenschen dadurch gestört fühlen könnten, gibt es paar Dinge zu beachten. So wird die Grillsaison bestimmt nicht zum Problem mit dem Ordnungsamt.

Wie jeder weiß, kommt es beim Grillen mit Holzkohle oder Holz unweigerlich zu einer Rauchentwicklung und damit zu einer möglichen Geruchsbelästigung anderer. In Bundesländern wie Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ist das Thema Geruchsbelästigung sogar durch ein dort geltendes Landesimmissionsschutzgesetz geregelt. Das Gesetz besagt unter anderem, dass kein Rauch-, beziehungsweise Grillgeruch in die Wohn- oder Schlafräume des Nachbarn eindringen darf. Daher ist es vor allem in diesen beiden Bundesländern sehr wichtig, den gemütlichen Abend vor dem Holzkohlegrill mit seinen unmittelbaren Nachbarn abzusprechen. So vermeiden Sie Ärger und Streitigkeiten.

Am besten umgehen Sie das Problem umgehen, wenn Ihr Haus freistehend ist und genügend Abstand zum nächsten Grundstück hat. Hier bieten sich auch größere Varianten an, wie zum Beispiel ein eigener Grillkamin

Nicht jeder ist allerdings Besitzer eines Hauses. Mieter in einem Mehrfamilienhaus wollen im Sommer ebenfalls kräftig die Kohlen glühen lassen. Sie müssen jedoch auf besondere Regeln achten: Auf dem Balkon beziehungsweise der Terrasse kann nicht einfach nach Lust und Laune sowie auch beliebig oft gegrillt werden.

Was haben Mieter in einem Mehrfamilienhaus also rechtlich zu beachten?

Einheitliche gesetzliche Bestimmungen gibt es für das Grillen auf dem Balkon nicht. Allerdings geben Einzelfallurteile einen gewissen Leitfaden vor. Die oberste Prämisse beim Grillen lautet, Rücksichtnahme auf Mitmenschen. So besagt ein, aus den 90er Jahren stammendes Urteil aus Bonn, dass es in den Monaten von April bis September einmal im Monat gestattet sei, auf dem Balkon oder der Terasse zu grillen. Allerdings müssen die anderen Mieter darüber mindestens 48 Stunden vorher informiert worden sein.
Ein weiteres Urteil aus Aachen besagt, dass das Grillen zwei mal im Monaten kein Problem ist, wenn der Grill an dem Ort im Garten aufgestellt wird, der am weitesten von allen Nachbarn entfernt liegt.

Es geht aber auch ganz anders. Das Amtsgericht Hamburg oder das Landgericht Düsseldorf beispielsweise, untersagen das Grillen mit einem offenen Holzkohlegrill auf dem Balkon gänzlich. In diesen Fällen muss alternativ auf einen Elektrogrill zurückgegriffen werden. Fakt ist, dass das Grillen in Deutschland nicht einheitlich geregelt ist und Sie sich daher unbedingt über das Grillen in Ihrer Region informieren sollten, damit das sommerliche Barbecue nicht im Desaster endet.

Eindeutig ist allerdings eines. Sie als Mieter in einem Mehrfamilienhaus, müssen die Hausordnung Ihres Vermieters einhalten. Untersagt Ihr Vermieter das Grillen komplett, müssen Sie sich, egal welche Regelung für Ihre Stadt oder Kommune gilt, auch daran halten. Bei Nichtbeachtung kann Ihnen der Vermieter sogar das Mietverhältnis kündigen. So beispielsweise das Landgericht Essen. Eine gute Alternative zum herkömmlichen Holzkohlegrill kann in vielen Fällen auch ein Gasgrill sein. Denn hier entstehen deutlich wenige Gerüche bei der Zubereitung der Speisen. Es gibt ja keine Kohlen, die erst durchglühen müssen.

Das Grillen im Park

Grundsätzlich ist dem Grillen in öffentlichen Parks nichts einzuwenden, wenn es nicht untersagt ist. Informieren Sie sich über Ihre örtlichen Gegebenheiten allerdings im Zweifelsfall. Auch beim Grillen im Park gelten im Prinzip die gleichen Regeln, wie beim Grillen auf dem eigenen Grundstück.

Achten Sie darauf, dass mit Rauch, Gerüchen und möglicherweise herumfliegender Asche niemanden belästigen. Sollten Sie auf einer Wiese grillen, nutzen Sie nur Grills mit entsprechend geeigneten Standfüßen, damit genug Abstand zwischen heißen Grill und Rasenfläche herrscht. Das Grillen mit einem Einwegrill auf Rasenflächen ist nicht zulässig, da das Gras dadurch geschädigt wird und eine Brandgefahr davon ausgeht. Halten Sie zudem genügend Abstand zu umliegenden Bäumen, damit auch hieraus keine Brandgefahr entstehen kann, etwa durch herumfliegende Glut oder Flammen beim Anzündvorgang. Nach dem Grillen müssen Sie die Glut vollständig ablöschen und entsprechend entsorgen. Achten Sie darauf, dass keine glühende oder noch heiße Asche in die Entsorgungsbehälter gelangt.
Unser Tipp: Ein gutes nachbarschaftliches oder mitmenschliches Verhältnis entspannt die Frage rund ums Grillen erheblich. Stimmen Sie sich mit Ihren Nachbarn einfach ab. Denn wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter.

 

Tags: Grill, Gasgrill
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