Persönliche Beratung von unseren Fachleuten: 034601-27100

Behaglichkeit: Den Wohlfühlfaktor kann man messen!

Wohlfühlen ist messbar!

Sie haben immer gedacht, dass der Wohlfühlfaktor eine reine Gefühlssache ist? Falsch! Ob wir uns in einem Raum wohlfühlen oder nicht, kann anhand von physikalischen Größen gemessen und überprüft werden. Die Temperatur spielt dabei zum Beispiel eine wichtige Rolle. Und wer hätte das gedacht: bei uns gibt es sogar eine eigene Europäische Norm dafür! Das ist die EN ISO 7730, besser bekannt als die sogenannte Behaglichkeitsnorm. Klingt eigentlich erst einmal seltsam – macht aber irgendwo Sinn. Darin wird festgelegt, dass die Thermische Behaglichkeit (also der Wohlfühlfaktor eines Menschen in Bezug auf die Temperatur in einem Raum) in sieben verschiedenen Graden gemessen werden kann. Die Skala reicht von -3 (kalt) bis +3 (zu warm). Die null ist dabei für die absolute Zufriedenheit des Menschen mit der Umgebungstemperatur reserviert. Natürlich hat jeder seine eigene Komfortzone, in der er sich wohl fühlt. Jeder Mensch empfindet Wärme und Kälte anders. Wollte man dieses Empfinden aber in Zahlen ausdrücken, dann ist die Berechnung der Thermischen Behaglichkeit eine gute Möglichkeit. Im Idealfall entspricht die Null auf der Messskala einem Gleichgewicht zwischen der Wärmeproduktion des Menschen und der gleichzeitigen Wärmeabgabe. Das bedeutet, der Körper muss also nicht von sich aus nachregulieren. Das würde wiederum thermischen Stress verursachen. Wenn Sie aber vor einem schön warmen kuscheligen Kamin sitzen, dann ist der Wohlfühlfaktor quasi schon vorprogrammiert.

Was spielt neben der Temperatur eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden?

Interessant ist, dass bei der thermischen Behaglichkeit nicht nur ausschließlich die Raumtemperatur zur Berechnung mit einbezogen wird, sondern auch andere Faktoren. Das können zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit, Strahlungstemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit sein.

Die ganze Rechnerei bezüglich der thermischen Behaglichkeit hat natürlich einen Grund. Sie kann angeben, wie qualitativ hochwertig verschiedene Heizungs- und Klimatisierungssysteme arbeiten. Rein von der Körperphysiologie des Menschen her betrachtet, ist das Optimum an Behaglichkeit eine dauerhafte Konstellation von verschiedenen Raumfaktoren. In der VDI-Richtlinie 6030 ist sogar festgelegt, dass die Heizkörper in einem Raum oder Haus so platziert werden müssen, dass Faktoren mit negativem Einfluss auf die Behaglichkeit, ausgeglichen werden. Hört sich erst einmal etwas verwirren an, bedeutet aber ganz einfach gesagt: Die Heizungskörper sollen so aufgestellt werden, dass kalte Falllüfte abgefangen werden können. Deswegen werden sie auch nach Möglichkeit immer unter dem Fenster platziert.

Was ist behaglich?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen einen Raum temperaturmäßig als Behaglich empfinden, wenn der Unterschied zwischen Wand- und Raumtemperatur weniger als vier Grad Celsius beträgt, über die gesamte Körpergröße ein Temperaturunterschied von weniger als drei Grad Celsius herrscht und die Wände annähernd gleich warm sind (weniger als fünf Grad Celsius Unterschied). Außerdem sollten die Luftgeschwindigkeit und eventuelle Turbulenzen möglichst gering sein. 

 

Auch interessant:

 

Tags: Heizung
Ähnliche Beiträge aus unserem Wissenscenter
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.