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Wasserführende Kaminöfen: So wird das Haus sparsam und umweltfreundlich beheizt

Kaminöfen haben etwas Uriges und Romantisches an sich: Sie sind etwas Besonderes, und zwar gleichermaßen für Romantiker und Pyromane – also für die sogenannten Pyromantiker. Für solche Menschen gibt es überhaupt nichts Schöneres, als an kalten Herbst- oder Winterabenden vor dem prasselnden Kaminofen zu sitzen, mit einem Glas Wein in der Hand und in wohliger Wärme den Abend zu zweit mit seiner Liebsten zu genießen. Wenn dazu noch die sonstige Zimmereinrichtung stimmt, also wenn sie auch Geborgenheit und Gemütlichkeit verbreitet, gibt es keine Bremsen mehr, um die romantische Stimmung aufkommen zu lassen. Beim Kaminfeuer im Ofen lassen sich auch gemütliche Filmabende hervorragend organisieren. Für die nötige, mollige Wärme im Haus, kann man den Kamin wasserführend an die Heizung anschließen. Dafür aber werden besondere Anforderungen an das Material und das handwerkliche Geschick des Hausherrn gestellt. Der Anschluss muss perfekt über das Ofenrohr an den Schornstein oder auch den Edelstahlschornstein geführt werden, genauso wie der Anschlussplan für den Heizungsanschluss. Damit werden schon im Voraus mögliche Störungen und Ausfälle der Heizungsanlage, zum Beispiel einer Pelletheizung, Pelletofen wasserführend oder einen Holzvergaserkessel ausgeschlossen.

Die Planung und Vorbereitung im Einzelnen

Einen Kaminofen wasserführend anzuschließen erfordert viel mehr Arbeit als der Anschluss von Kaminöfen, die auf herkömmliche Weise arbeiten. Hierfür werden Wärmetauscher und Pufferspeicher angewendet, also ein Rohrsystem, das Ab- und Zuleitung des Wassers möglich macht. Um das reibungslose Funktionieren des Heizungssystems zu ermöglichen, müssen die Vor- und Rückläufe der Heizung genau am Kaminofenstandort aufgerichtet werden. Das Verlegen der Rohre vor dem Anschluss kann auch von geschickten Heimwerkern durchgeführt werden. Vor dem eigentlichen Anschluss sollten auch die Durchbrüche für das Rohrsystem vorgenommen werden, was ohne Probleme auch vom Eigentümer gemacht werden kann.

Die Anschlussarbeiten: Genauigkeit und Geschicklichkeit werden gefragt

Im Laufe der Anschlussarbeiten wird dann der Kaminofen dem Anschlussplan entsprechend an den Rücklauf der Zentralheizung angeschlossen. Dadurch gelangt das im Kaminofen erwärmte Wasser in den Pufferspeicher, um von dort über die bereits angeschlossenen Heizkörper eine wohltuende Wärme im ganzen Wohnbereich zu verbreiten. Der Kreislauf wird dadurch geschlossen, dass das abgekühlte Wasser zurück in die Wassertaschen des Kaminofens fließt und dort aufs Neue erhitzt wird. Dazwischen kommt noch die thermische Ablaufsicherung, die man unbedingt anschließen sollte. Sie wird im Fall einer Überhitzung dafür sorgen, dass der Druck in der Heizungsanlage abgelassen werden kann. Dafür benötigt das System ein Thermostat, das erst ab einer bestimmten Temperatur eingeschaltet wird und die Anlage vor Überhitzung bewahrt.