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Vielen Öfen droht zum Jahreswechsel 2018 das Aus: Was Kaminofen Betreiber jetzt wissen müssen

Wir haben schon oft über die zweite Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung (kurz: BImSchV) gesprochen, aber nun wird es ernst. Ende dieses Jahres läuft eine wichtige Schonfrist für ältere Feuerstätten aus. Laut des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks sind davon rund 850.000 Kaminöfen und Kamine in Deutschland davon betroffen. Diese dürfen ab 2018 nicht mehr betrieben werden. Gehört Ihre Feuerstätte auch dazu? Gibt es womöglich noch einen Ausweg? In diesem Beitrag erfahren Sie es!

Ist mein Kaminofen von der Frist betroffen?

Überprüfen Sie lieber nochmal, ob Ihre Feuerstätte überhaupt über den Jahreswechsel hinweg betrieben werden kann. Dazu müssen Sie nur einen kurzen Blick auf das Typenschild, genauer gesagt auf das Baujahr werfen. Bis 2014 mussten nämlich bereits alle Kaminöfen oder Kamine stillgelegt werden, welche vor 1974 gebaut wurden. Ende dieses Jahres endet dann die Frist für die Baujahre bis einschließlich 1984.

Wenn Ihre Feuerstätte dazu gehört, dann kann es für Sie eng werden. Ein durchmogeln ist kaum möglich, da die Schornsteinfeger nach dem Jahreswechsel die Typenschilder genau im Blick haben werden. Wahrscheinlich hat er Sie aber schon darauf hingewiesen, dass Handlungsbedarf besteht. Doch welche Möglichkeiten haben Sie nun als Besitzer von einem betroffenen Kaminbausatz oder Kamineinsatz?

Letzte Rettung: neues Modell vs. Filter nachrüsten

 Ihre Feuerstätte ist von der Frist betroffen? Was können Sie nun noch tun? Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten:

  • Die Nachrüstung: Hierfür wird ein Feinstaubfilter in der Anlage in der Nähe vom Ofenrohr auf dem Weg zum Schornstein oder zum Edelstahlschornstein integriert. Filter müssen aber regelmäßig gereinigt und ausgetauscht werden.
  • Der Austausch: Bei der Anschaffung eines neuen Modells haben Sie nicht nur die Umwelt auf Ihrer Seite – auch in Sachen Effizienz gibt es deutliche Verbesserungen. Dadurch sparen Sie auf Dauer viel Brennstoff ein.
  • Die Stilllegung: Wenn beide Optionen für Sie nicht Infrage kommen oder nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, dann muss der Ofen aus bleiben und stillgelegt werden

Ist das alles nur Abzocke? Wofür soll das gut sein?

In vielen deutschen Großstädten werden in gewissen Abständen die Grenzwerte für Feinstaub überschritten. Auch Kaminöfen und Kamine tragen dazu ihren Teil bei. Gerade ältere Modelle können richtige Dreckschleudern, mit einem hohen Verbrauch sein. Daher sollen diese jetzt mit der neu greifenden Stufe der BImSchV aus dem Verkehr gezogen und durch moderne und sparsamere Feuerstätten ersetzt werden. Wenn Sie jetzt auf ein neuen Kaminofen, Pelletofen oder Kamin umrüsten, dann profitieren Sie gleich doppelt: die Umwelt wird entlastet und der Verbrauch an Brennmaterial wird gegenüber der alten Feuerstätte spürbar abnehmen. So amortisieren sich die Anschaffungskosten innerhalb kurzer Zeit allein durch diese Einsparungen.