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Baden-Württemberg legt harte Bandagen an: Land bereitet Verbot von Kaminöfen vor

Zuerst ein Kaminverbot auf Helgoland und dann das: Nachdem es im Laufes des Jahres in Stuttgart wieder zu mehreren Feinstaub-Alarmen gekommen war, will die Landesregierung von Baden-Württemberg nun endgültig daraus Konsequenzen ziehen. Mit einem neuen Gesetz soll der Ausstoß von Schadstoffen drastisch reduziert werden. In das Fadenkreuz der Politik ist dabei nicht nur der Straßenverkehr geraten, sondern auch der Kaminofen. Diese sollen in Zukunft nicht mehr beheizt werden dürfen. Wir haben die Hintergründe recherchiert – lesen Sie jetzt worum es wirklich geht.

Von Sinn und Unsinn der politischen Regelungswut

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Müssen Kaminöfen in Stuttgart bald aus bleiben?

Der Politik wird oftmals unterstellt, dass sie oftmals an der Wirklichkeit vorbei regieren würde. Doch wie schlimm ist die Feinstaub-Belastung in Stuttgart überhaupt und warum ist gerade diese Stadt so schlimm davon betroffen?

Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist die Feinstaub-Hochburg Deutschlands und hat seit Jahren mit erhöhten Werten zu kämpfen Es besteht sogar die Gefahr, dass die Grenzwerte der EU dauerhaft überschritten werden könnten. An dieser Problemsituation haben in erster Linie weder der Straßenverkehr noch die Kaminöfen Schuld – auch wenn es uns in den Medien anders verkauft wird. Es liegt vielmehr an der besonderen geographischen Lage Stuttgarts.

Die Stadt liegt in einem Talkessel. Je nach Wetterlage kann es dazu kommen, dass nur ein sehr geringer Luftaustausch stattfindet. Ist dies der Fall, dann können die erzeugten Feinstaub-Partikel nicht mehr abtransportiert werden. Sie sammeln sich dann wie eine Wolke über dem städtischen Gebiet. Dieses Phänomen wird auch als Smog bezeichnet und ist bereits aus China bekannt und gefürchtet.

Eine Zusammenfassung der Hintergründe sehen Sie als Kurzfassung in einem Beitrag der Landesschau Baden-Wüttemberg:

Wie sinnvoll ist das neue Gesetz zum Verbot von Kaminöfen?

Tritt solch eine Wetterlage ein und es kommt zu einem Feinstaub-Alarm, dann kann die Gefahr nur durch eine kurzfristige Verringerung des Schadstoffausstoßes gebannt werden. In der Vergangenheit wurden Autofahrer aufgerufen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Auch Besitzer von einem Kamin mit seinem Kamineinsatz oder einen Pelletofen müssen reagieren und sollten auf freiwilliger Basis auf das Heizen mit Holz verzichten. Mit dem neuen Gesetz wird dies jedoch allgemein verbindlich und unter Strafe gestellt.  Doch wie sinnvoll ist solch eine Regelung überhaupt?

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Moderne Kaminöfen und auch Schwedenöfen haben nur einen sehr geringen Anteil an der Feinstaub-Belastung in Stuttgart. Aus diesem Grund laufen gerade die Schornsteinfeger gegen das neue Gesetz Sturm. Sie sehen die holzbefeuerten Feuerstätten zu Unrecht an dem politischen Pranger. In Deutschland und auch in Stuttgart gibt es jedoch noch viele ältere Modelle, welche teilweise bereits seit 30 Jahren in Betrieb sind. Diese erzeugen natürlich viel mehr Feinstaub als moderne Kaminöfen, Speicheröfen oder Specksteinöfen. Es macht daher aus unserer Sicht nur wenig Sinn, dass in dem neuen Gesetz alle Feuerstätten über einen Kamm geschert werden.

Wie kann der Feinstaub-Ausstoß reduziert werden?

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Egal ob alte oder moderne Kaminöfen: Es kommt immer auf die Bedienung der Feuerstätte an

Denn mit dem richtigen Heizverhalten kann der Feinstaubausstoß deutlich reduziert und die Belastung der Umwelt verringert werden. Daher haben wir Ihnen im Folgenden einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die Feinstaub-Werte Ihrer Feuerstätte deutlich reduzieren können:

  • Verwenden Sie nur trockenes Holz. Optimal ist eine Restfeuchte von unter 20%. Prüfen Sie im Zweifelsfall mit einem speziellen Messegerät nach.
  • Gerade beim falschen Anzünden entstehen viele Schadstoffe – ein Fehler der sich vermeiden lässt. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge Anmachholz und den richtigen Kaminanzünder. Erst nach und nach wird größeres Holz aufgelegt.
  • Der Schornstein oder auch der Edelstahlschornstein muss erst auf Betriebstemperatur kommen, bevor Sie die erste große Ladung Holz auflegen. Starten Sie lieber etwas langsamer, dafür aber mit höheren Temperaturen.
  • Lassen Sie Luftzufuhr beim Anheizen immer voll geöffnet. Läuft die Verbrennung gleichmäßig, kann diese wieder geschlossen werden. Beim Nachlegen sollte die Luftzufuhr wieder voll geöffnet werden.
  • Verwenden Sie nur zugelassene Brennstoffe. Altpapier oder Kunstoffe haben in einem Ofen nichts verloren!
  • Lassen Sie Ihre Feuerstätte regelmäßig vom Schornsteinfeger überprüfen und den Schornstein reinigen.

Übrigens: Wenn Sie noch zu den Besitzern eines alten Ofens gehören, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Wechseln gekommen. Dadurch helfen Sie nicht nur, den Schadstoffausstoß zu verringern, sondern sparen auch noch richtig Geld bei den Heizkosten. Die neueste Generation von Kaminöfen und Kaminbausätzen finden Sie bei uns im Shop von ofen.de. Schauen Sie doch mal vorbei! Die Hersteller MCZ und Edilkamin haben sehr effiziente MCZ Pelletöfen und Edilkamin Pelletöfen im Sortiment. Bei dem Hersteller Spartherm bekommen Sie alle Größen und Formen von modernen Spartherm Kamineinsätzen. Der moderne Kaminofen kann zum Beispiel von der Firma Skantherm, Austroflamm oder Lotus kommen. Diese haben sehr Design orientierte Skantherm Kaminöfen, Austroflamm Kaminöfen oder Lotus Kaminöfen. Welche einen hohen Wirkunsgrad haben und noch zusätzlich  mit Speicher bestückt werden können.