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Das Herz der Solarthermie: Solarleitungen und Solarflüssigkeit

Ohne diese beiden Elemente würde die Solarthermie wie wir sie heute kennen nicht funktionieren: Solarleitungen & Solarflüssigkeit. Grund genug uns diese Bauteile einmal im Rahmen unserer großen Beitragsserie einmal etwas genauer anzusehen: Wie funktioniert der Wärmetransport bei der Solarthermie? Warum ist es wichtig, dass die Leitungen und die Flüssigkeit Hand in Hand miteinander zusammenspielen? Woraus besteht die Flüssigkeit eigentlich? Wie oft muss sie gewechselt werden?

Intelligenter Wärmetransport mit Solarleitungen

Solaranlage-auf-dem-Dach

Ohne eine Solarleitung könnte keine Wärmeenergie von den Kollektoren der Solarthermie-Anlage vom Dach zu dem Pufferspeicher und auch nicht in Ihre Heizungsanlage transportiert werden. Sie haben also prinzipiell die gleiche Funktion wie die Rohre bei Ihrer Heizung. Bei jeder Anlage gibt es einen Vorlauf und einen Rücklauf. Das ist bei der Solarthermie nicht anders.

Das besondere an den Solarleitungen ist ihre Form: Es handelt sich um sogenannte Edelstahlwellenrohre. Die Konstruktion macht die Leitungen flexibel, wodurch sie wesentlich einfacher verlegt werden können. Von der wellenartigen Form sehen Sie in der Regel nicht viel, weil sie zusätzlich noch mit einer Dämmung ummantelt sind.

Technische Daten TwinFlexx

Solarleitungen müssen flexibel, stabil und gut gedämmt sein

Ganz wichtig: Die Dämmung

Eine Solarthermie-Anlage ist nur so effizient, wie auch die Solarleitungen gedämmt sind. Denn durch diese Energieautobahn wird die Wärme transportiert. Auf dem Weg zum eigentlichen Bestimmungsort darf möglichst keine Wärme verloren gehen. Nur so lassen sich auf Dauer die Heizkosten senken.

Solarflüssigkeit: Cleverer Energieaustausch

Die Solarflüssigkeit ist das Trägermedium für die Wärme. Sie fließt in einem eigenständigen Kreislauf von den Kollektoren der Anlage bis zum Speicher und wieder zurück. Wichtig dabei ist: Die Flüssigkeit gelangt nicht in den Heizkreislauf und kommt anschließend auch nicht aus dem Wasserhahn wieder raus. Vielerorts gibt es immer noch das Gerücht, durch eine Solaranlage würde ganz normales Leitungswasser fließen. So etwas wäre allein schon aus hygienischen Gründen nicht machbar.

Deshalb besitzt die Solarflüssigkeit in der Solarthermieanlage einen eigenständigen Kreislauf. Die Energie wird an den Wasserspeicher über einen Wärmetauscher weitergegeben. Eine eigene Umwälzpumpe sorgt dafür, dass die Solarflüssigkeit immer nach oben aufs Dach gepumpt wird und anschließend wieder herunter kommt.

Solarkollektor

Die Solarflüssigkeit fließt durch die Röhrenkollektoren und erwärmt sich dabei

Aber woraus besteht diese rosafarbene, manchmal auch blaue Flüssigkeit eigentlich? Zu einem Großteil aus ganz normalem Wasser. Hinzu kommt noch ein Mittel zum Frostschutz. Sonst würde die Anlage im Winter einfrieren und nicht mehr funktionieren. Außerdem ist in der Solarflüssigkeit auch noch ein Korrosionsschutz enthalten. Dieser verhindert, dass die Solarleitungen vorzeitig rosten. Wer jetzt clever ist, könnte auf die Idee kommen – Ein bisschen Wasser mit Frostschutz bekomme ich auch selber noch hin! Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Das Mischungsverhältnis muss sehr genau angepasst werden und es kann auch nicht jedes Mittel eingesetzt werden. Kaufen Sie daher zum Austauschen oder Nachfüllen bitte immer nur die vorgemischten Solarflüssigkeiten.

Das gute bei solchen Solarthermieanlagen ist, dass die Flüssigkeit nicht besonders häufig ausgetauscht werden muss. Bei guten Konstruktionen kann sie etwa 5 bis 10 Jahre lang durchhalten. Eine regelmäßige Überprüfung des Zustandes aller zwei Jahre ist dennoch sinnvoll.

Wenn Sie sich für das Thema interessieren, dann lesen Sie auch, welchen Gefahren eine Solarthermie-Anlage ausgesetzt ist und wie sie von echten Profis montiert wird.