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Der Kaminkehrer kann wieder voll von der Steuer abgesetzt werden

Gute Nachricht für alle Kaminofen-Besitzer: Das Bundesfinanzministerium hat die große Kehrtwende eingeleitet und lässt Sie nun doch die Kosten für den Schornsteinfeger wieder voll bei der Steuererklärung absetzen.

Hin und wieder zurück: Unübersichtliche Regelungen verwirren Verbraucher

Schornsteinfeger

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Anfang 2014 hieß es plötzlich, dass die Arbeiten des Schornsteinfegers nicht mehr im vollen Umfang absetzbar sind. Es wurden zwei Kategorien erstellt:

  1. Kehrarbeiten, Reparaturen & Wartungsarbeiten
  2. Feuerschau, Messungen & Überprüfungen

Letztere Leistungen konnten dann nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden. Und genau hier hat das Bundesfinanzministerium wieder die Notbremse gezogen.

Die zwei Kategorien gehören der Vergangenheit an

Aus einem neuen Beschluss geht hervor, dass es diese zwei Kostenkategorien nicht mehr geben wird. Stellen Sie nun als Steuerpflichtiger nach §35a Absatz 3 EStG einen Antrag auf die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen, so können Sie diese auch in voller Höhe für den Schornsteinfeger absetzen.

Wie viel Geld können Sie sich wieder holen?

Alter-Schornstein

Das Ministerium hat entschieden, dass 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens allerdings 1.200 Euro im Jahr steuermindernd angesetzt werden dürfen. Eines ist jedoch zu beachten. Es dürfen nur die Kosten für die Dienstleistung des Kaminkehrers angesetzt werden. Ausgeschlossen sind davon Kosten für Ersatzteile und andere Materialien. Damit Sie später mit dem Finanzamt auch keine Schwierigkeiten haben, müssen Sie sich immer eine Rechnung vom Kamin Kehrer ausstellen lassen. Ohne Rechnung wird das Finanzamt den Antrag nicht anerkennen.

Das Tolle daran ist: Die Änderungen gelten nicht nur für Hausbesitzer, sondern auch als Mieter. Auch hier können Sie Handwerkerkosten, die vom Vermieter in der Nebenkostenabrechnung ausgestellt werden, steuerlich absetzen.