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Optimaler Holz-Abbrand – das sollten Sie beachten

Naturbelassene Holzscheite

Scheitholz (naturbelassenes Stückholz) gilt als zugelassener Brennstoff zum Heizen.

Holz in den Brennraum vom Kaminofen, mit dem Kaminanzünder anzünden, fertig – ganz so leicht ist es mit der Wärme aus dem Kamin nicht. Wenn Sie von Beginn bis zum Ende eine effektive Verbrennung möchten, müssen Sie einige Punkte beachten.

Die Holzart und das Aufschichten der Scheite wirkt sich ebenso aus wie die Belüftung des Kamins. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihrem Kamin einen optimalen Holzabbrand erzielen.

Das Anheizen – Holzscheite und Anzündhilfen richtig verwenden

Für die Anheizphase ist besonders kleinstückiges Holz erforderlich. Dieses wird in Form eines Spitzzeltes über einem Holzscheit im Kamineinsatz und der Anzündhilfe gestapelt. Die Hölzer zum Anzünden müssen deshalb so klein sein, weil die durch den Brennvorgang entstehenden Zersetzungsprodukte so schnell wie möglich abgebaut werden müssen, um in kurzer Zeit hohe Temperaturen zu erzielen. Denn erst dann treten die heizwertigen Gase aus, die eine perfekte Verbrennung ermöglichen.

Die drei Phasen der Holzverbrennung

Unabhängig vom Ofen oder Kaminbausatz und der Holzart durchläuft die Holzverbrennung immer die gleichen drei Phasen:

1. Trocknungsphase
2. Entgasungsphase
3. Ausbrandphase

Genau genommen verbrennt nicht das Holz, sondern Gase, die aus dem Holz austreten. Da sich diese Gase an der Holzoberfläche befinden, muss an dieser Stelle von oben immer genügend Verbrennungsluft vorhanden sein. Um nachvollziehen zu können, warum Sie den Kamin auf eine bestimmte Art und Weise befüllen bzw. regulieren sollten, zeigen wir Ihnen kurz, was in den Phasen jeweils geschieht.

Die Trocknung:
In der Trockenphase verdampft das im Holz enthaltene Wasser, wobei Temperaturen bis ca. 100 Grad entstehen. Das verdampfende Wasser bewirkt eine Schrumpfung des Holzes.

Die Entgasung:
Ist das Holz trocken, beginnt die Holzentgasung. Dabei entstehen Temperaturen von ca. 100 bis 300 Grad. Die energiereichen Gase besitzen je nach Holzart eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung. Holz besteht zu rund 80 Prozent aus diesen Gasen. Erkennbar ist die Gasverbrennung übrigens an den gelben Flammen.

Der Ausbrand:
Ist das gesamte Gas verbrannt, verbrennt die übrig gebliebene Holzkohle. Hierbei entstehen Temperaturen von bis zu 800 Grad.

Nach der Theorie die Praxis: Tipps zum perfekten Holz-Abbrand

Nutzen Sie sehr trockenes Holz. Damit erreichen Sie schnell hohe Temperaturen, da weniger Wasser verdampft.

Auf gute Luftzufuhr achten. Erhält das Holz gleichmäßig Sauerstoff, kann es auch gleichmäßig abbrennen. Schließen Sie zu früh die Lüftungsklappen, können die Gase nicht mehr richtig verbrennen und treten aus dem Kamin aus. Das ist einerseits umweltschädlich und andererseits können Sie die Energie nicht optimal nutzen.

Legen Sie nur so viel Holz nach, wie Sie benötigen.

Achten Sie bei der dritten Phase darauf, den Kamin oder Schwedenofen nicht zu stark zu drosseln. Wenn die Holzkohle nicht genügend Sauerstoff für die Verbrennung erhält, kann sich Kohlenmonoxid bilden.