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Nudelwasserheizung Pilotprojekt – Feldversuch in Stuttgart

Egal ob Nudelwasser aus dem Topf oder ein heißes Bad: Jedes Mal landen mehrere Liter warmes Wasser ungenutzt in den Abfluss. Wäre es nicht sinnvoller diese Wärme zum Heizen des Hauses zu verwenden? Das haben sich auch ein paar findige Ingenieure gedacht, welche derzeit in Stuttgart daran arbeiten, eine ganze Wohnsiedlung mit Wärme aus dem Abwasser in der Kanalisation zu beheizen. Wie das Pilotprojekt funktioniert und ob dies auch etwas für Ihr Eigenheim ist, erfahren Sie in diesem Beitrag!


Wärme im Abwasser: Gibt es da wirklich was zu holen?

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Das Nudelwasser deckt nur einen kleinen Teil der Wärme ab, welche uns tagtäglich mit dem Abwasser verloren geht. Auch beim Baden oder Duschen gelangt warmes Wasser ungenutzt in die Kanalisation. Doch wie warm ist diese überhaupt und wie sinnvoll ist daher auch solch eine ungewöhnliche Wärmegewinnung?

Die Temperatur des Abwassers ist das ganze Jahr über beinahe konstant. Selbst im Winter erreicht ist es noch zwischen 12° und 15° Celsius warm. Dies sind beste Voraussetzungen, um mittels Wärmepumpen eine nachhaltige Wärmeversorgung zu erreichen. Das Abwasserohr ist eines der größten Wärmelecks in der Gebäudedämmung, welches auch bei ökologischen Niedrigenergie- und Passivhäusern nicht gestopft werden kann. Daher lohnt sich ein Blick auf diese neue Technologie.

Die Technik: Wärme aus der Kanalisation mit Wärmepumpen gewinnen

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Das Prinzip, welches hinter der Wärmegewinnung aus dem Abwasser steht, ist eigentlich ganz simpel. In der Kanalisation werden Wärmepumpen angebracht, die über ein flüssiges Kältemittel die Wärme direkt in das Haus transportieren. Dieses Kältemittel verdampft sobald es der Temperatur des Abwassers ausgesetzt ist. Ein strombetriebener Kompressor verdichtet anschließend das Gas, wodurch dessen Dichte und auch die Temperatur zunehmen.

Das Kältemittel erreicht durch diesen Vorgang ungefähr 40° Celsius, welche dann über einen Kondensator in den zentralen Wärmekreislauf des Hauses eingespeist werden. Das Kältemittel beginnt sich durch den Temperaturverlust wieder zu verflüssigen und der ganze Vorgang beginnt wieder von vorn.

Kosten und Nutzen: Was bleibt unter dem Strich übrig?

Energiekosten-senken-mit-Hiezungsmodernisierung

Sowohl der Kompressor als auch die Pumpe benötigen Strom für den Betrieb. Was bleibt da unter dem Strich noch an Vorteilen, wenn man dies mit der zurückgewonnenen Wärme gegen rechnet? Die einfache Antwort: jede Menge! Eine Wärmepumpe benötigt im Schnitt nur eine Kilowattstunde an Strom, um vier bis fünf Kilowattstunden an Heizenergie zu erzeugen.

Allerdings ist diese Technik an viele Bedingungen geknüpft, weshalb sie sich nur unter bestimmten Umständen im privaten Eigenheim realisieren lässt. So muss die Kanalisation genügend groß sein und auch eine Mindestmenge an Abwasser pro Stunde transportieren. Wärmepumpen lohnen sich zudem auch nur in Kombination mit Niedrigenergieheizungen, wie beispielsweise Fußbodenheizungen, da nur diese mit der vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperatur von nur 40° Celsius zurechtkommen.

Fazit: Nicht für jeden tauglich – in der Kombination mit einer Holzheizung aber lohnenswert

Pellets-Umwelt

Ganz wichtig: Das aktuelle Projekt in Stuttgart ist eine Art Testlauf. Er soll zeigen, ob die Idee praktikabel ist. Bis zur Marktreife werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Es kommt vor allem auf die Langzeitstudien an. Abwasserwärme als Heizung zu nutzen funktioniert im eigentlichen Sinne nur als Wärmerückgewinnung. Sie kann nur Wärme wieder zurück ins Haus leiten, die an anderer Stelle schon einmal erzeugt wurde. Von daher eignet sich dieses Heizmodell nicht als Alleinheizung. Ökologisch sinnvoll wäre es aber, wenn man die Wärmerückgewinnung mit ohnehin CO2-neutraler Heizenergie betreiben würde. Von daher wäre die Kombination mit Solarthermie oder einer Pelletheizung sowie einem Pelletofen wasserführend oder auch ein Kaminofen wasserführend sehr lohnenswert und gleichzeitig ressourcensparend. Informieren Sie sich am besten schon heute über preisgünstige ökologische Heizungsvarianten bei uns im Shop von ofen.de. Die Hersteller MCZ und Edilkamin haben MCZ Pelletöfen und Edilkamin Pellletöfen im Sortiment die Ihre Heizung unterstützen können. Sollten Sie lieber Holz verbrennen, dann sind die Hersteller Spartherm mit seinen Sparthern Kamineinsätzen und der Hersteller Drooff  und Koppe mit seinen Drooff Kaminöfen und Koppe Kaminöfen wasserführend interessant.