Ofen.de-Blog

Einleitung

Kamine und Kaminöfen werden immer beliebter. Das ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass Holz als Brennstoff wesentlich günstiger ist, als das Heizen mit fossilen Brennstoffen. Auf dem Markt hat sich in den letzten Jahren viel getan und die Geräte werden immer effizienter. So sind hohe Wirkungsgrade und ein geringer Brennstoffverbrauch, bei sinkenden Emissionswerten keine Seltenheit mehr. Gleichzeitig gibt es beim Thema Holzheizung verschiedene Lösungsmöglichkeiten, die individuell an die persönliche Wohnsituation angepasst werden können.

Mit der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (kurz: BImSchV) gelten im Zuge des Umweltschutzes rückwirkend zum 01.01.2015 schärfere Grenzwerte für Kohlenstoffmonoxid- und Feinstaubemissionen für ältere Öfen. Deshalb stehen viele Kamin- und Kaminofenbesitzer jetzt vor der Herausforderung, ihre alten Öfen entweder umrüsten zu lassen oder außer Betrieb zu nehmen. Laut einer offiziellen Schätzung des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks betrifft das allein in Deutschland ca. 150.000 bis 250.000 (Quelle: schornsteinfeger.de).

Dabei ist anzumerken, dass sich eine Umrüstung im Vergleich zu einer Neuanschaffung in vielen Fällen vom wirtschaftlichen Aspekt her nicht mehr lohnt. Dementsprechend gibt es derzeit ein großes öffentliches Interesse an modernen Kaminen und Öfen. Aus diesem Grund hat das in Sachsen-Anhalt ansässige Unternehmen AA-Kaminwelt vor dem Hintergrund einer aktuellen Marktforschung eine Verbraucher-Umfrage ins Leben gerufen und umgesetzt. Diese Befragung wurde in der Großstadt Leipzig in Sachsen (Deutschland) durchgeführt. Das Thema der Umfrage lautete „Nachhaltiges Heizen“.

In einem Zeitraum von 30 Tagen (Beginn: 01.01.2015; Ende: 31.01.2015) wurden Passanten auf der Straße und in Fußgängerzonen angesprochen. Insgesamt nahmen 6.218 Personen an der Befragung in der Leipziger Innenstadt teil. Diese Personenzahl kann als repräsentativ angesehen werden. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer lag bei 38,9 Jahren. Der jüngste Teilnehmer war zum Zeitpunkt der Umfrage 18 Jahre alt. Das Alter der ältesten Teilnehmerin lag zum Zeitpunkt der Befragung bei 78 Jahren.

Formulierung der Fragestellung

Nachhaltiges Heizen ist ein Themengebiet, für das sich viele Menschen interessieren. Dies ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass es in den letzten Jahren zu einer gesteigerten medialen Aufmerksamkeit gekommen ist. Um eine sinnvolle Aussage auf dem Gebiet zu treffen, ist im Vorfeld einer solchen Straßenumfrage eine genaue Planung und Eingrenzung der Fragestellung notwendig. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Menschen speziell nach dem Thema Kamine und Kaminöfen zu fragen.

Aus eigener Erfahrung wissen wir aber, dass dieses Thema sehr schnell mit technischen Fachbegriffen vorbelastet ist. Das hat zur Folge, dass sich viele Personen beim Thema Heizung und Heizen schnell überfordert fühlen und sich deswegen nicht weiter damit beschäftigen können oder wollen. Daher war es eine der wesentlichsten Anforderungen an die Gestaltung des Fragenkataloges, möglichst einfach, klar und verständlich zu sein. Es sollte nur wenig bis überhaupt kein Experten- oder Fachwissen zur Beantwortung notwendig sein. Die einzelnen Fragestellungen sollten sich zudem möglichst nah an der realen Erfahrungswelt der oder des Befragten orientieren.

Nach reichlicher Überlegung haben wir uns für einen Katalog von sieben Fragen entschieden, die den Teilnehmern der Umfrage in einer festgelegten Reihenfolge gestellt wurden. Drei der Fragestellungen sind einfache Ja / Nein Fragen. Die übrigen vier Fragen wurden halboffen formuliert. Das bedeutet, die Antwortenden hatten die Möglichkeit zwischen verschiedenen Optionen zu wählen. Die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wurden so gestaltet, dass sie in ihrer Gesamtheit ein möglichst breites Spektrum erfassen konnten. Zeitgleich dient diese Einteilung zu Auswertungszwecken einer praktikablen und dennoch aussagekräftigen Messmethode.

Auf dem bestehenden Marktsegment unserer Branche gibt es zahlreiche Modelle und unterschiedliche Klassifikationen: Kamine, Kaminöfen, Kamineinsätze, Kaminbausätze, Pelletöfen und deren wasserführenden Artverwandten, sowie Pelletheizungen und Holzvergaser sind nur einige Beispiele. Da solche Diversifikationen und Spezifikationen für den einzelnen Endverbraucher intransparent erscheinen können, haben wir uns für eine deutlich reduzierte Begriffsverwendung in den einzelnen Fragen entschieden. Unserer Erfahrung nach können die meisten Leute eher etwas mit den Begriffen Kamin und Ofen in Verbindung bringen, als mit einem raumluftunabhängigen wasserführenden Kamineinsatz.

Fragenkatalog

  1. Leben Sie in einem Haus oder in einer Wohnung?
  2. Besitzen Sie einen Kamin oder einen Ofen?
  3. Welche Art von Kamin oder Ofen besitzen Sie?
  4. Warum haben Sie sich einen Kamin oder Ofen angeschafft?
  5. Wie alt ist Ihre jetzige Installation?
  6. Würden Sie sich (wieder) einen Kamin oder Ofen anschaffen?
  7. Wie viel würden Sie für einen neuen Kamin investieren?

Frage 1: Leben Sie in einem Haus oder in einer Wohnung?

Frage 1: Leben Sie in einem Haus oder in einer Wohnung?

Frage 1: Leben Sie in einem Haus oder in einer Wohnung?

Bei dieser Frage wollten wir von den Passanten wissen, ob sie aktuell in einem Haus oder einer Wohnung leben. 69% der Befragten (4.290 Personen) gaben an, in einer Wohnung zu leben. Etwa 31% (1.928 Personen) lebten zum Zeitpunkt der Umfrage in einem Haus. Damit befinden sich die Teilnehmer unserer Umfrage etwas unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Süddeutscher Zeitung im Jahr 2010 bei 46% lag (Siehe: Süddeutsche).

Frage 2: Besitzen Sie einen Kamin oder einen Ofen?

Frage 2: Besitzen Sie einen Kamin oder einen Ofen?

Frage 2: Besitzen Sie einen Kamin oder einen Ofen?

In Erweiterung zu Frage 1 wollten wir wissen, ob die Passanten einen Kamin oder einen Ofen besitzen. 42% der Befragten (2.612 Personen) beantworteten diese Frage mit Ja. 58% der Teilnehmer (3.606 Personen) unserer Befragung in der Leipziger Innenstadt gaben an, keinen Kamin oder Kaminofen zu besitzen.
Diese Fragestellung war für uns von besonderem Interesse. Denn je nachdem, welche Antwort die Teilnehmer gaben, wurden sie für Frage 3 bis Frage 5 miteinbezogen oder ausgeschlossen.

Frage 3: Welche Art von Kamin oder Ofen besitzen Sie?

Frage 3: Welche Art von Kamin oder Ofen besitzen Sie?

Frage 3: Welche Art von Kamin oder Ofen besitzen Sie?

Diejenigen, welche Frage 2 mit Nein beantwortet hatten, wurden von dieser Frage ausgeschlossen. Das bedeutet, diese Frage wurde einer Personengruppe von 2.612 Menschen gestellt. Von der Personengruppe wollten wir wissen, welche Art von Kamin oder Ofen sie besitzen. Wir haben uns bei dieser Frage auf die unserer Meinung nach am häufigsten vorkommenden Geräteklassen beschränkt.

Der größte Teil der Befragten (1.880 Menschen) sagte, dass sie einen Kaminofen haben. 392 Menschen gaben an, einen wasserführenden Kaminofen zu besitzen (15%). Immerhin noch 183 Personen besaßen zum Zeitpunkt der Umfrage einen Pelletofen. Die restlichen 157 Teilnehmer gaben als Antwort Sonstiges an. In diesem Zusammenhang kann es entweder bedeuten, dass es sich um eine andere Art von Gerät handelt oder der Befragte nicht wusste, um welches Gerät es sich handelt.

Frage 4: Warum haben Sie sich einen Kamin oder Ofen angeschafft?

Frage 4: Warum haben Sie sich einen Kamin oder Ofen angeschafft?

Frage 4: Warum haben Sie sich einen Kamin oder Ofen angeschafft?

Die Frage bezieht sich ebenfalls auf die Personengruppe von insgesamt 2.612 Teilnehmern, welche Frage 2 mit Ja beantwortet haben. Es ging vor allem darum, die Gründe für die Anschaffung eines Kamins oder Ofens zu eruieren. Da diese im Einzelfall jedoch sehr vielseitig sein können, haben wir uns auf eine enge Auswahl beschränkt. Ein Großteil der Befragten gab an, dass die Einsparung von Heizkosten (1.097 Personen) und das Gefühl eines romantischen Feuers (888 Personen) die Hauptgründe für die Anschaffung eines Kamins oder eines Ofens waren. Bei fast einem Fünftel der Befragten (470 Personen) war der Kamin bereits zum Zeitpunkt des Einzugs in der Wohnung oder im Haus eingebaut. Unter sonstige Gründe sind die Personen aufgeführt, welche entweder andere Gründe für die Anschaffung hatten oder keine konkrete Aussage zu der Fragestellung getroffen haben. Das waren laut unserer Untersuchung immerhin noch 157 Personen.

Frage 5: Wie alt ist ihre jetzige Installation?

Frage 5: Wie alt ist ihre jetzige Installation?

Frage 5: Wie alt ist ihre jetzige Installation?

Diese Frage wurde ebenfalls den 2.612 Teilnehmern gestellt, welche die Frage 2 mit Ja beantwortet hatten. Konkret ging es hierbei um die Ermittlung des Alters der vorhandenen Installationen im Kontext der BImSchV.

313 Teilnehmer antworteten, dass sie sich erst vor kurzem, also innerhalb des letzten Jahres einen Kamin mit Kamineinsatz oder einen Kaminofen angeschafft hätten. 470 Befragte sagten aus, ihre Anlage sei zwischen ein und zwei Jahren alt. Ein Alter der Installation von drei bis vier Jahren gaben 8% der Umfrageteilnehmer an (209 Personen). Der größte Teil der von uns Befragten (914 Personen) sagte aus, ihre Anlage sei zwischen fünf und sechs Jahren alt. Eine sieben bis acht Jahre alte Installation konnten immerhin noch 575 Personen vorweisen. Die verbleibenden 5% der Befragten (131) konnte keine Aussage zum Alter der Installation treffen oder die Geräte waren deutlich älter.

Frage 6: Würden Sie sich (wieder) einen Kamin oder Ofen anschaffen?

Frage 6: Würden Sie sich (wieder) einen Kamin oder Ofen anschaffen?

Frage 6: Würden Sie sich (wieder) einen Kamin oder Ofen anschaffen?

Frage 6 wurde wieder allen Teilnehmern unserer Umfrage gestellt. Hierbei wollten wir generell die Bereitschaft in Erfahrung bringen, ob sich die Passanten die Anschaffung eines Kamins oder eines Ofens vorstellen könnten. Ein Großteil (6031 Personen) gab uns hier eine positive Antwort. Nur 187 Befragte antworteten mit Nein.

Frage 7: Wie viel würden Sie für einen neuen Kamin investieren?

Frage 7: Wie viel würden Sie für einen neuen Kamin investieren?

Frage 7: Wie viel würden Sie für einen neuen Kamin investieren?

Die letzte Frage wurde ebenfalls allen Teilnehmern gestellt. Wir haben die Passanten gefragt, wie viel Geld sie für einen neuen Kamin oder Kaminofen bereit wären auszugeben.
12% der Befragten würden weniger als 500 Euro für diese Investition ausgeben (746 Personen). Ein großer Teil der Passanten (2.985) plant zwischen 500 und 1.000 Euro dafür ein. 1.679 Menschen würden zwischen 1.000 und 2.000 Euro für einen neuen Ofen oder Kamin bezahlen. Und 808 Befragte planen sogar mehr als 2.000 Euro für die Anschaffung ein.

Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse

Bei unserer Umfrage in der Leipziger Innenstadt im Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 31.01.2015 nahmen insgesamt 6.218 Personen teil. Das Ergebnis deckt sich zu einem Großteil bereits mit den Erfahrungen, die wir in unserer 10-jährigen Unternehmensgeschichte selbst täglich gemacht haben. Die Kamin- und Ofenbesitzer sind vor allem unter derjenigen Personengruppe zu finden, die bereits in einem Haus lebt. Das bedeutet nicht, dass Wohnungsbesitzer diese Geräte nicht besitzen, sondern schlichtweg einfach nur weniger häufig vertreten sind. Es wird vermutet, dass dies nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen ist, dass der Einbau von Kaminen oder Kaminöfen und die damit verbundenen Umbaumaßnahmen in vielen Mietwohnungen nur schwer realisierbar sind. Dennoch besaßen zum Zeitpunkt unserer Umfrage immerhin 42% der Teilnehmer ein solches Gerät (Frage 1 und Frage 2).

Überdurchschnittlich häufig waren dabei Kaminöfen vertreten (Frage 3). Ein kleinerer Teil der Befragten war im Besitz eines wasserführenden Kaminofens. Diese Geräte sind zusätzlich in der Lage, mit dem bereits bestehenden Heizungssystem verbunden zu werden und somit auch beispielsweise Heizkörper oder die Aufbereitung des Brauchwassers mit Energie zu versorgen. Pelletöfen waren als Heizgerät bei den Befragten zwar auch als Heizgerät vertreten, aber bei weitem nicht so zahlreich. Die Gründe für die Anschaffung eines Kamins oder eines Kaminofens können vielseitig sein. In Frage 4 haben wir herausgefunden, dass die Einsparung von Heizkosten und ein romantische Ambiente für viele Teilnehmer der Umfrage als Hauptgrund anzusehen sind.

Mit der Pflicht zur Einhaltung strengerer Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenstoffmonoxid dürften sich viele Passanten unserer Umfrage wohl in den nächsten Jahren stärker beschäftigen. Ein Großteil der Kamin- oder Ofenbesitzer gab an, dass ihre derzeitige Installation zwischen fünf und sechs Jahren oder sogar noch älter ist (Frage 5). Der kleinere Anteil der Befragten besaß zum Umfragezeitpunkt eine neuere Anlage. So gemischt die bisherigen Ergebnisse unserer Umfrage bisher auch waren – bei einem Thema sind sich fast alle Befragten einig: Die Frage nach einer Neuanschaffung eines Kamins oder Ofens (Frage 6). Hier äußerten 97% den Wunsch, sich ein solches Gerät anschaffen zu wollen.

Bei der Frage nach der Bereitschaft zur Investition gingen die Meinungen der Passanten aber weit auseinander (Frage 7). Ein größerer Teil der Umfrageteilnehmer gab eine Summe im Bereich bis zu 1.000 Euro an. 40% würden mehr als 1.000 Euro für die Anschaffung einplanen. Im Zuge der Fragestellung konnten wir noch eine weitere interessante Beobachtung machen. Es wurde festgestellt, dass vor allem Menschen mit bisher nur wenig Erfahrung im Bereich Kamine, Kaminbausätze und Öfen eine eher geringere Zahlungsbereitschaft aufweisen. Gleichzeitig fiel uns auf, dass Personen, die sich schon etwas intensiver mit dem Thema Nachhaltiges Heizen auseinander gesetzt haben oder solche Geräte schon seit Längerem besitzen, auch zu höheren Investitionssummen bereit wären. Dieses interessante Ergebnis konnten wir im Vorfeld der Umfrage bei der Planung leider nicht mit berücksichtigen und daher auch nicht statistisch relevant formulieren. Zu diesem gesonderten Themenbereich ist eine weitere repräsentative Umfrage notwendig.

Download der Umfrage inkl. Ergebnisse als .pdf

Umfrage zum Thema „Nachhaltiges Heizen“ als .pdf herunterladen (821 kB)