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Männer am Grill: Feuer und Flamme für die Nahrungsmittelzubereitung

Während sich genügend Männer im restlichen Jahr gern um’s Kochen in der Küche drücken oder nur mäßig beteiligen, wird im Sommer mit Feuer und Flamme die Nahrung im Freien zubereitet – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Mann, ein Grill, ein Steak – das gehört zusammen wie Salz und Pfeffer. Doch warum genau ist Grillen auf der Outdoorküche eigentlich eine Männerdomäne? Ein Urinstinkt oder eine (Achtung, Ironie)  für Genderexperten freudige Entwicklung, dass sich Männer – zumindest irgendwie, wann und dann – in das rollenmäßig traditionell weibliche Territorium der Nahrungszubereitung integrieren? Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit doch einigen interessanten Fakten, warum sich Männer am Grill so unheimlich wohl fühlen.

Männer am Grill: In der Tradition der Menschheitsgeschichte

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Selbst in der Psychologie und Geschlechterforschung wurde das Phänomen „Männer am Grill“ bereits untersucht. Fazit: Männer leben am Holzkohlegrill oder auch am Gasgrill ihren Wunsch nach Fleisch aus – im Sommer mehrere Steaks und Würstchen braten und auch essen, das befriedigt die Herren.

Statistisch gesehen essen Männer im Durchschnitt doppelt so viel Fleisch und Wurstwaren wie Frauen, da kommt Grillen im Sommer sehr gelegen. Der Fleischkonsum bei Männern hat übrigens steinzeitliche Ursprünge: Wer genügend Fleisch hatte, der überlebte – ein altes Wohlstandssymbol. Wer am Grill steht, sorgt für alle und ist wichtig.

Aufmerksamkeit ist dem Grillmeister gesichert, und gleichzeitig ist die Zubereitung über Feuer die für Menschen ursprünglichste Art, Speisen zu garen. Es mag primitiv klingen und auch sein, doch Grillen bedeutet für Männer die Inszenierung als Jäger und Versorger – auch wenn das Fleisch heut im besten Fall noch beim regionalen Biobauern gejagt wird. Was die Psychologie dazu sagt? Männer am Grill stehen tatsächlich für ein traditionelles und primitives Geschlechterverhältnis – denn die Frauen sind froh, wenn der Mann am Grill steht. Die Damen können den Part der Lebensmittelzubereitung abgeben und werden im Haus nicht von Gerüchen belästigt.

Von der Bedeutung von Zangen und selbst gezogenen Grenzen

Fleisch-auf-dem-Grill

Auch mit dem Equipment selbst macht der Mann sein Männchen: qualitativ hochwertig, teuer, innovativ – hier wird anhand von Grill, Zange und Grillzubehör gezeigt, wer im Freundeskreis dominiert. Mit exquisiten Gerichten und allerhand Fachsimpelei drückt er aus, ihm kann keiner das Wasser reichen.

Das Abspülen hingegen erledigen Männer nur ungern: Fernab vom Rudel in der einsamen Küche, das gehört sich für den mächtigen Grillmeister nicht, lieber hat er nach getaner Arbeit einen Plausch mit einer Flasche Bier am Lagerfeuer und umgibt sich mit der Schar der Bewunderer. Wie sich das Grillen in Zukunft entwickeln wird? Eine kanadische Studie von Kulturwissenschaftlern ergab, dass Männer, die in Datingprofilen angaben sich vegetarisch zu ernähren, als femininer und als potentieller Vater ungeeigneter wahrgenommen wurden.

Männer-am-Grill-Gemüse

Heißt: Männer am Grillkamin sind irgendwo auch im Urinstinkt der Frauen attraktiv – vielleicht sollte man dieses eine Mal die Genderwelt ignorieren und Männer einfach Männer sein lassen, auch den Frauen zuliebe. Aber ein bisschen beim Abwasch helfen würde auch keinem schaden, weder dem Männchen – noch dem Weibchen.