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Leichtbauschornstein vs. Edelstahlschornstein

Wenn Sie an einen Schornstein denken, dann haben Sie bestimmt das Bild von einem großen gemauerten Ungetüm vor Augen. Für Altbauten mag das auch noch zutreffend sein, doch gerade moderne Wohnhäuser setzen auf einen neuen Typus: den Leichtbauschornstein. Aber was ist das überhaupt und wie ist es aufgebaut? Welche Vor- und Nachteile bringt solch ein er mit sich? Ist er eine Alternative zu den gerade bei Neubauten beliebten Edelstahlschornsteinen? Wir haben nachgeforscht und unsere Erkenntnisse in diesem Beitrag übersichtlich für Sie aufbereitet!

Was ist überhaupt ein Leichtbauschornstein?

Leichtbauschornstein Diagramm Aufbau

Stellen Sie sich vor, dass Sie in ein bestehendes Haus einen neuen Schornstein einbauen möchten. Eine gemauerte Feueresse kommt nicht in Frage, da diese zu viel Platz verbraucht und auch für die Statik zu schwer ist. Für diesen Sachverhalt ist ein Leichtbauschornstein genau die richtige Lösung!

Im Grunde genommen ist ein Leichtbauschornstein nichts anderes als eine Schornsteinsanierung, welcher mit Bauteilen aus Calcium-Silikat oder Vermiculite verkleidet wird. Die Verkleidung dient jedoch nicht nur optischen Zwecken, sondern ist zugleich auch eine wirksame Dämmung, um die Rauchgase vor dem Abkühlen zu schützen.

Egal ob Sie einen Kaminofen, Kamin mit Kamineinsatz, Pelletofen, Kaminbausatz, Speicherofen oder Specksteinofen anschließen möchten – ein Leichtbauschornstein ist genau wie ein Edelstahlschornstein für alle Regelfeuerstätten zugelassen. Das macht ihn zu einem echten Allrounder.

Die baulichen Vorteile im schnellen Überblick

Mehrfachbelegung-Schornstein-Diagramm

Wie der Name es wahrscheinlich schon vermuten lässt, besitzt ein Leichtbauschornstein nur ein geringes Eigengewicht. Auf einen Meter wären das gerade einmal 35 Kilogramm. So lässt er sich beinahe problemlos in jede Bausubstanz nachträglich einfügen, ohne dass Sie sich Gedanken über die Statik machen müssten.

Zudem lassen sich solche Schornsteine sehr leicht montieren. Die einzelnen Bauteile werden nur ineinander gesteckt und anschließend verschraubt oder mit Spezialkleber verbunden. So können Sie sich mit ein wenig Geschick einen eigenen Schornstein bauen.

Wenn Ihnen die metallische Optik eines Edelstahlschornsteins nicht zusagt, dann sollten Sie zu einem Leichtbauschornstein greifen: Die  Verkleidung aus Calcium-Silikat Platten Silca oder Vermiculite Platten lässt sich meist ohne große Vorbehandlung gleich mit Farbe bestreichen, verputzen oder tapezieren. Zudem ist die Verkleidung in vielen Formen und Varianten erhältlich.

Wie viel kostet denn ein Leichtbauschornstein?

Kurzum: Im Durchschnitt bekommen Sie einen qualitativ hochwertigen Leichtbauschornstein bereits ab 800 Euro. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Hinzu können noch die Kosten für eine fachgerechte Montage kommen, welche so um die 900 Euro liegen.

Ein einwandiger Edelstahlschornstein ist bereits für weniger Geld zu bekommen. Allerdings sollte beachtet werden, dass dieser noch zusätzlich gedämmt werden muss oder nur zur Sanierung eines bestehenden gemauerten Schornsteins verwendet werden kann. Ein doppelwandiger Edelstahlschornstein nimmt sich preislich gegenüber einem Leichtbauschornstein nicht allzu viel.