Ofen.de-Blog

Wer stolzer Besitzer eines Kaminofens ist, trägt nicht nur Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen, sondern ebenso für einen bewussten Umgang mit seiner Umwelt. Denn wie ein Kaminofen betrieben wird, hat einen großen Einfluss darauf, wie viel Feinstaub bei der Verbrennung in die Luft abgegeben wird. Wie Sie selbst daran mitwirken können, den Feinstaubausstoß zu senken, lesen Sie in den nun folgenden Tipps.

 

Holz als ökologischer Brennstoff?

Dem Brennstoff Holz heftet nach wie vor ein umweltfreundliches Ansehen an. Doch ganz so unproblematisch ist diese Form des Heizens nicht, denn bei der Verbrennung von Holz entsteht neben Ruß auch Feinstaub, der als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Atemwegsprobleme sowie Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems können die Folgen sein. Dennoch ist festzuhalten, dass Holz als nachwachsender Rohstoff eine gute Alternative zu Gas, Erdöl und Kohle darstellt.

Feinstaubalarm wird in deutschen Städten, wie Stuttgart, zwar vor allem in Verbindung mit Autos ausgerufen, doch tragen ebenfalls Holzöfen und Holzheizungen ihren Teil dazu bei. Dementsprechend liegt es auch in der Hand von Ofenbesitzers, aktiv gegen Feinstaub vorzugehen.

 

Wie funktioniert ein feinstaubarmer Ofenbetrieb?

Wie Sie den Betrieb Ihres Kaminofens Feinstaubarm durchführen können, hängt mit der Wartung und Aufrüstung des Ofens, aber auch mit dem richtigen Anzünden zusammen.

Ist ihr Ofen nur dürftig gepflegt, erhöht sich der Emissionsausstoß. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich im Ofenrohr und im Schornstein eine Rußschicht festsetzt, die einen funktionierenden Abzug verhindert. Deshalb ist eine regelmäßige Wartung wichtig.

Auch die Beschaffenheit des Holzes beeinflusst einen umweltbewussten Betrieb. Wenn Sie feuchtes Holz verbrennen, werden viele Schadstoffe freigesetzt, weshalb der Feuchtegehalt der Holzscheite auf maximal 25 % festgelegt wurde. Auch verschmutztes oder gar schimmeliges Holz erhöht den Schadstoffausstoß. Sorgen Sie daher für eine trockene und saubere Lagerung des Brennstoffs.

Neben speziellen Geräten können Sie den Feuchtegehalt eines Holzscheits auf einfache Weise mit Hilfe eines Nagels prüfen. Drücken Sie diesen in das Holz und wenn es widerstandslos funktioniert, sind die Fasern noch zu feucht.

 

Tipps für das richtige Anzünden

Das richtige Anzünden spielt eine entscheidende Rolle für den feinstaubarmen Betrieb Ihres Kaminofens. Was wie eine leichte Aufgabe erscheint, will jedoch gelernt sein. Denn eine falsche Handhabung des Ofens kann zu einem massiv erhöhten Feinstaubgehalt in Ihrem Wohnbereich führen. Durchschnittlich stößt ein Kaminofen, laut der Deutschen Umwelthilfe, 100 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter aus. Bei alten Ofenmodellen kann dieser Wert auf mehr als 5000 Milligramm steigen.

Brennt das Holz anfangs zu langsam ab, so gibt es besonders viele unverbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Deshalb empfehlen wir Ihnen, das Holz von oben nach unten anzuzünden. Legen Sie am besten unten in den Brennraum zwei bis drei Holzscheite und darauf einen Anzünder und mehrere Anzündhölzer. Die kleinen Hölzchen brennen schnell an und beschleunigen dort den Verbrennungsprozess.

Für eine saubere Verbrennung ist außerdem ausreichend Sauerstoff für die Flammen notwendig. Deshalb sollte die Luftzufuhr erst verringert werden, wenn die Holzscheite in der Brennkammer gut brennen.

 

Strengere Richtlinien –  vor allem für alte Öfen

Da vor allem alte Öfen viele Emissionen verursachen, unterliegen sie immer strengeren gesetzlichen Vorgaben. Feuerstätten, die mit Holz, Pellets, Hackschnitzeln oder Kohle betrieben werden und vor 1985 zugelassen wurden, mussten bis Ende 2017 einen Grenzwert erfüllen. Der Ofen darf 150 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter nicht überschreiten. Anlagen, die sich nicht an den Grenzwert halten, werden stillgelegt, ausgetauscht oder mit einem Staubfilter nachgerüstet. Ansonsten drohen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro. Eine weitere Alternative neben dem modernen Kaminofen hierfür ist beispielsweise ein Pelletofen oder eine moderne Pelletheizung.