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2017: Diese Öfen müssen bis Jahresende ausgetauscht werden

Ein knisterndes Feuer ist gemütlich und spendet ein ganz besonderes Ambiente. Aber nicht immer ist dieses auch für die Umwelt verträglich: Dies hängt sehr von der jeweiligen Feuerstätte ab. Alte Kaminöfen können mitunter echte Dreckschleudern sein. Aus diesem Grund werden viele per Gesetz mit dem 31. Dezember 2017 aus dem Betrieb  genommen. Doch welche Modelle sind davon betroffen? Gibt es Ausnahmen wie eine Nachrüstung spezieller Filter? In diesem Beitrag erfahren Sie es!

Warum müssen alte Kaminöfen stillgelegt werden?

Seit dem Jahr 2010 wurden in den Bundes-Imissionsschutzverordnung (kurz: BImSchV) Grenzwerte für Kaminöfen, Kaminbausätze, Kamineinsätze und für Pelletöfen festgelegt. Sie richten sich vor allem danach, wann diese in Betrieb genommen wurden. War dies vor dem 22. März 2010, dann liegen diese Werte bei 4g Kohlenmonoxid und 0,15g Feinstaub pro Kubikmeter. War die Erstinbetriebnahme allerdings nach 2015, dann gelten schon die verschärften Regelungen von maximal 1,25g Kohlenmonoxid und 0,04g Feinstaub pro Kubikmeter. In der zweiten Stufe der BImSchV wurden die Grenzwerte Ende 2014 sogar noch einmal angehoben.

Wenn diese Grenzwerte überschritten werden, dann muss die Feuerstätte entweder nachgerüstet oder stillgelegt werden. Jedoch muss dies nicht gleich geschehen, denn der Gesetzgeber hat Übergangsfristen anhand der einzelnen Baujahre festgelegt. Mit dem 31. Dezember 2017 wird ein neuer Stichtag erreicht. Für viele Feuerstätten bedeutet dies das aus, doch welche sind betroffen?

Welche Kaminöfen sind für 2017 betroffen?

Es ist nicht das erste Mal, dass alte Feuerstätten stillgelegt oder nachgerüstet werden mussten. Bereits Ende 2014 war dies für die Baujahre bis einschließlich 1974 der Fall. Mit dem nächsten Stichtag dieses Jahres sind dann die Kaminöfen fällig, welche bis einschließlich 1984 gebaut wurden. Am Jahresende 2020 ist dann die nächste Schonfrist für die Feuerstätten bis 1994 zu Ende.

Ab 2024 müssen dann alle betriebenen Kaminöfen die neuen Grenzwerte einhalten. Allerdings gibt es Ausnahmen für historische Modelle, welche vor 1950 hergestellt wurden. Auch offene Kamine, Holzherde oder alte Kachelöfen sind ausgenommen. Bei diesen spielt es keine Rolle, wie hoch deren Emissionen sind.

Hier die komplette Übersicht als Tabelle:

Wann erfolgte die Typenprüfung laut Typenschild?Stichtag für den Austausch oder die Nachrüstung
Vor dem 1. Januar 197531. Dezember 2014
1. Januar 1975 bis 31. Dezember 198431. Dezember 2017
1. Januar 1985 bis 31. Dezember 199431. Dezember 2020
1. Januar 1995 bis zur Erlassung der BImSchV31. Dezember 2024

Macht eine Nachrüstung für den Kaminofen Sinn?

Hier sind sich die Experten einig: Nein. Die Modelle, welche bis Ende 2017 aus dem Betrieb genommen werden müssen, sind teilweise über 40 Jahre alt. Diese produzieren nicht nur hohe Emissionen, sondern sind auch echte Kostenfresser. Die Schadstoffe lassen sich zwar über einen Spezialfilter senken, aber diese Kosten rund um die 1000 Euro. Filter am Ofen haben darüber hinaus auch den Nachteil, dass sie regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Dies wäre auch schon ein Teil der Anzahlung für einen neuen Kaminofen oder Schwedenofen. Dieser erfüllt dann nicht nur die gesetzlichen Grenzwerte, sondern hat auch einen viel höheren Wirkungsgrad. Dadurch brauchen Sie weniger Brennholz um die gleiche Menge an Wärme zu erzeugen. Auf längere Sicht sparen Sie so reichlich Geld. Werfen sie doch am besten einen Blick in unseren Shop. Hier bieten wir Ihnen eine große Auswahl an umweltfreundlichen Feuerstätten, welche den Anforderungen der BImSchV II genügen.