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Die verschiedenen Grilltypen: Du bist was (und wie) Du grillst!

„Du bist, was du isst“, diese gebräuchliche Redensart lässt sich auch wunderbar aufs Grillen im Allgemeinen übertragen – du bist, was und wie du grillst. Besonders an der frischen Luft finden sich einige Besonderheiten, die vom Griller auf seinen Charakter schließen lassen – zumindest ein bisschen. Selbst mariniertes Fleisch, exquisites Zubehör, oder einfach nur schnelles Grillen, weil die Zeit drängt? Wir stellen Ihnen eine (nicht ganz ernst gemeinte) Liste von verschiedenen Grilltypen vor.

Grilltypen: Von Fleischfans und gesundem Gemüse

Halten Sie Ihr Steak für heilig und empfinden Sie gegrilltes Gemüse oder – oh Schreck! – gar Tofu auf dem Rost als Sünde? Zelebrieren sie das Zischen des aufgelegten Fleischs, das Wenden und den Duft? Studieren Sie wöchentlich die Discounter-Werbung nach den besten Angeboten für Steaks und Bratwürstchen und horten selbiges sogar? Glückwunsch, Sie fallen unter die Kategorie des Fleischfans – und sehen sich in Ihren eigenen Augen wahrscheinlich als den Grillkönig.

Der-Fleischfan-gehört-zu-den-häufigsten-Grilltypen

Ein deftiges Steak, dazu ein Bier, eine Bratwurst – ob im Park oder im heimischen Garten, beim mehrmals wöchentlichen Grillen sind Sie einfach zufrieden zu stellen. Wenn Sie sich bereit erklären, für das Grillfest den Einkauf zu übernehmen, fällt dieser recht einseitig aus: mehr als das, was es Ihrer Meinung nach braucht, ist nicht notwendig und kommt auch für andere nicht in den Einkaufskorb und erst recht nicht auf den Grillkamin und den Tisch. Ihre Gäste könnten das allerdings ganz anders sehen: der Beilagenbegnüger und die Veggiefraktion sind angesichts der Mengen an Fleisch, Würste und Spieße vollkommen irritiert. Schon die Geflügelgenießer geraten beim Grillen mit Fleischfans an Ihre Grenzen. Dem Fleischfan genügtnur eins: Fleisch. Was Kohlenhydrate in Form von Brot, Kartoffeln oder sogar Ballaststoffe durch Gemüse betrifft, herrscht hier Wüste. Wenn der Fleischfan an Ketchup und Senf gedacht hat, ist das schon ein Festmahl in seinen Augen.

Geflügelfreund

Sind verschiedene Salate, Brote und Saucen für Sie schon der heilige Himmel? Lieben Sie geschnittenes Gemüse und Kartoffeln? Als Beilagenbegnüger ist für Sie das Drumherum wichtiger als das eigentliche Grillen. Sie sind ein genügsamer Mensch, der sich über die kleinen Dinge freut: eine Auswahl an Salaten, leckere Brote, Tomaten und Gürkchen – okay, wenn ein Steak fertig wird, dann werden Sie auch eins essen. Oftmals haben Sie schon aus Ungeduld keinen Hunger mehr, wenn das Grillgut endlich gar ist. Dabei sind Sie auch offen für Neues: bringt ein Vegetarier oder Gesundheitsbewusster neuen Schwung in die Grillrunde, sind Sie sehr experimentierfreudig – schließlich gibt es jetzt noch mehr Salate, Gemüse und Brote, die Sie essen können, bevor das eigentliche Grillen angefangen hat. Aufgeschlossen und genügsam – die Beilagenbegnüger sind angenehme Zeitgenossen.

Beilagenbegnüger

Etwas schwieriger wird es, wenn Sie sich gesundheitsbewusst nach einem Fitnessplan oder aus Überzeugung vegetarisch ernähren: Ihre eigene Ernährung (und somit das eigene Glück) steht über dem der Gemeinschaft. Sie bringen gern Speisen mit zum Grillen – hauptsächlich für sich selber, denn andere können es Ihnen nie recht machen. Gesundheitsbewusste halten dabei gern Vorträge über Nährwerte und die Verarbeitung des „schweren Schweinefleisches“ im Körper und geraten dabei mit dem Fleischfan aneinander, Vegetarier mümmeln eher still vor sich hin – schließlich müssen sie sich seit Jahren für ihre Entscheidung rechtfertigen und überlassen das Diskussionsfeld mittlerweile gern anderen.

Vegetarier

Den Vegetarier trifft es dabei dennoch: Feinschmecker wie Beilagenbegnüger möchten gern offen und experimentell sein, und kosten gern die Mitbringsel des Vegetariers. Was für ihn dann übrig bleibt? Ein Anstandsrest seines eigenen Essens – und die Beilagen, die der experimentierfreudige Begnüger übrig gelassen hat. Dafür verschwört er sich insgeheim mit dem Gesundheitsbewussten. Underdogs müssen schließlich zusammen halten.

Feinschmecker-Vorträge und Zeitdruck: vom Zelebrieren und zügigen zündeln beim Grillen

Schnell, schnell, schnell – gerade aus dem Büro in den Supermarkt gesprintet und abgepacktes Fleisch gejagt, in 2 Stunden müssen die Kinder ins Bett, heute noch gar nichts im Magen außer Kaffee und einem trockenen Brötchen vom Bäcker: der Zeitdruck-Griller strotzt nur so vor Ungeduld. Nicht selten tappen Sie mit den Füßen und verschränkten Armen vor dem Grill und wenden das Fleisch ständig von einer Seite auf die andere. Oftmals sind die Grillbriketts nicht richtig durchgeglüht oder das Fleisch noch nicht ganz gar – egal, endlich wird GEGRILLT. Hierbei kontrolliert er im Minutentakt die Garzeit durch mehrmaliges Anschneiden und ist am Ende ziemlich unglücklich über das so trocken gewordene Steak, das durch das viele Wenden und kleben bleiben auch noch verkohlte Stellen aufweist. Darüber retten nur die Beilagen und das Probieren beim Vegetarier. Alternative: Ein Gasgrill muss her. Einfach aufs Knöpfchen drücken und schon kann aufgelegt werden. Da lässt sich viel Zeit sparen.

Der-Eilige

Doch der Zündel-Version des Zeitdruck-Grillers passieren dabei noch mehr Missgeschicke, dabei will er doch nur spielen. Egal ob mit Grillanzünder oder doch dem nicht erwünschten Spiritus: mit Flammen im Holzkohlegrill macht man Sie glücklich. Dass dabei das Fleisch des Öfteren mal ankokelt, ist nebensächlich.

Der Feinschmecker schlägt bei so viel Hektik und frevelhaftem Grillverhalten nur die Hände über dem Kopf zusammen. Zwar grillt er eher weniger selbst, doch hält er die besten Vorschläge und Tipps zur optimalen Zubereitung parat. Der Feinschmecker fühlt sich eher in der heimischen Küche bei der Vorbereitung wohl – tolle Marinaden, feine Salate, ein paar Oliven und Champignons als Antipasti kredenzt. Selbstverständlich plädiert der Feinschmecker für eigene Marinaden und Saucen, man weiß ja nie, was in das fertige Zeug gepanscht wurde. Der Feinschmecker ist sehr misstrauisch und allwissend zugleich. Besonders der Fleischfan gerät da an seine Grenzen, kann er doch mit so viel unnötigem Drumherum nichts anfangen. Die Beilagenbegnüger, Vegetarier und Gesundheitsbewussten freut’s jedoch: hier kommt Verständnis für feines Essen und leckere Beilagen zusammen und es herrscht Frieden am Tisch.

Feinschmecker

Seien wir mal ehrlich: Steckt nicht in jedem von uns einer dieser Grilltypen? Und wäre die Grillwelt im Sommer nicht erstaunlich öde ohne das Zusammenspiel von Fleischfans, Feinschmeckern, Beilagenbegnügern, Ungeduldigen und Vegetariern? Wir hoffen, Sie konnten etwas schmunzeln und freuen sich auf das nächste Grillfest. Nehmen Sie Ihre Gäste und sich selbst doch einmal genauer unter die Lupe – Spaß ist dabei garantiert.