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Es stinkt! Sauber grillen statt müllen

Man kennt das ja: abends durch den Park spazieren und noch etwas das schöne Wetter genießen. Aber immer häufiger muss man sich dabei seinen Weg durch überfüllte Mülleimer und Plastikverpackungen auf der Wiese bahnen. Immer mehr Städte haben mit dem Müllproblem zu kämpfen und gefühlt wird jedes Jahr mehr Plastik achtlos in die Natur geworfen.

Müll an öffentlichen Plätzen ist längst kein Einzelfall mehr

Muellberge-im-Park

Viele Städte dulden das Grillen mit einem Gasgrill oder mit einem Holzkohlegrill im Freien und sorgen zum Teil für ausgewiesene Grillareale, in denen das Grillen ausdrücklich erlaubt ist. Allerdings stehen die Städte jedes Jahr wieder vor einem großen Problem und das heißt: Müll und Grillreste sowie Beschädigungen. Damit das Grillfest im Park mit den Freunden ein echtes Grillfest werden kann, muss natürlich alles nötige dafür mitgebracht werden. Vom Steak, über die Grillbriketts und den Grill oder den Kugelgrill ist alles dabei. Hauptproblem ist natürlich die Verpackung.

Leere Steakschalen, hinterlassene Einweggrills, Asche und sonstiger anderer Müll wurde einfach liegen gelassen. Das ist zum einen ein echtes Problem, da es einerseits der Umwelt schadet und zum anderen sehr hohe Kosten für die Städte verursacht. Nach jedem Wochenende rücken zum Teil private Reinigungsfirmen an. So auch zum Beispiel in Berlin, wo das Problem besonders groß ist. Einige Bezirke geben pro Saison bist zu Hunderttausend Euro aus, um die Grillüberreste zu beseitigen.

Neben den immer weiterwachsenden Müllbergen, haben die Städte ein weiteres Problem: Einweggrills. Die mit Grillkohle gefüllten Aluschalen stehen direkt auf dem Boden. Und da in der Regel auf der Wiese gegrillt wird, steht der Einweggrill eben auf dem Rasen. Hierbei kann sicher jeder ausmalen, wie eine Wiese aussieht auf der am Tag mehrere hundert heiße Einweggrill gestanden haben. Zum Teil verbieten Städte auch schon den Gebrauch von Einweggrills auf Rasenflächen.

Wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen?

Feruer-Holzkohle

Viele Städte reagieren, indem Sie bestimmte Plätze definieren auf den gegrillt werden darf. Regelmäßig besuchen Ordnungshüter diese Parks um nach dem Rechten zu schauen. Sollten Verstöße festgestellt werden kann es sogar zum entsprechenden Bußgeld kommen. Es werden zunehmend auch immer mehr Müllkörbe für die Entsorgung aufgestellt.

Einen eher präventiven Ansatz verfolgt die Stadt Bremen, um das Müllproblem bei den Grillern anzugehen: Dort werden sogenannte Grillscouts – meist studentische Minijobber – auf die Grillplätze geschickt um mit den Grillfans zu sprechen, sie zu sensibilisieren und auch Mülltüten kostenlos zu hinterlassen.

Damit das Grillen in den Parks weiter erlaubt bleibt und nicht zur ekligen Angelegenheit zwischen Müllbergen wird, sollte jeder Freizeitgriller nicht nur Grillgut und Grill, sondern auch ausreichend Mülltüten mitbringen und diese anschließend entsprechend entsorgen. Für uns und für das freiheitliche Grillen!