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Für die, die hoch hinaus wollen – die Ausbildung zum Schornsteinfeger

Schornsteinfeger

Ausbildung zum Schornsteinfeger

Schwindelfrei sollte man auf jeden Fall sein. Und auch bei Fächern wie Physik und Mathe sollten die Noten stimmen. Die Ausbildung der angehenden Schornsteinfeger beinhaltet weit mehr als Leuten aufs Dach zu steigen. Sie lernen, wie Feuerstätten gereinigt werden, wie die Anlagen funktionieren und welche Rechtsgrundlagen es gibt. Wir stellen Ihnen die Voraussetzungen und Inhalte der Schornsteinfeger-Ausbildung im Detail vor.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Wer die Schornsteinfeger-Ausbildung anstrebt, sollte die mittlere Reife haben und in der Schule in folgenden Fächern fit sein:

– Deutsch
– Chemie
– Mathematik
– Physik

Gerade auf die Naturwissenschaften legen die Ausbildungsbetriebe großen Wert, da man als Schornsteinfeger ein umfangreiches Wissen zur Arbeits- und Wirkungsweise unterschiedlicher Feuerungsanlagen, wie Kamine mit Ihrem Kamineinsatz, Pelletöfen, Schwedenöfen besitzen muss. Auch Wissen im Bereich der Umwelttechnik und der Bautechnik ist wichtig. Weiterhin sind für den Beruf eine selbstständige Arbeitsweise, Zuverlässigkeit und Offenheit erforderlich.

Ausbildungsdauer und -aufbau

Die Ausbildung zum Schornsteinfeger dauert in der Regel 3 Jahre. Wer die entsprechenden schulischen Voraussetzungen, also z.B. die Hoch- oder Fachhochschulreife bzw. eine Berufsausbildung mitbringt, kann die Dauer um bis zu einem Jahr verkürzen.

Die Ausbildung findet im dualen System statt, d.h. im Wechsel von Berufsschule und Ausbildung im Betrieb. Zudem gibt es überbetriebliche Ausbildungslehrgänge. Diese finden statt, weil das Berufsbild des Schornsteinfegers derart umfangreich ist, dass der Betrieb oft nicht die ganze Bandbreite an Wissen vermitteln kann, die bei der Abschlussprüfung gefragt ist. Das kann z.B. geografische Ursachen haben: Findet die Ausbildung in einer städtischen Umgebung statt, so gibt es vorwiegend Gasfeuerstätten, findet sie eher im ländlichen Raum statt, dann überwiegt oft die Holzfeuerung im Kaminofen, Holzvergaser und Kaminbausatz.

Inhalte der Schornsteinfeger-Ausbildung

Die ersten beiden Jahre der Ausbildung beschäftigen sich mit den Grundlagen der Kehrarbeiten sowie den Mess- und Prüftätigkeiten eines Schornsteinfegers. Der Stoff in der Berufsschule beinhaltet vor allem Physik, Mathe und Chemie. Zudem müssen die Azubis Vorschriften und Gesetze zum Betrieb, zur Wartung und zum Einbau von Feuerstätten auswendig lernen.

Hier noch einmal die Ausbildungsinhalte in einer kurzen Zusammenfassung:

– Rechtsgrundlagen, z.B. Brandschutz, Baurecht, Umweltschutz
– Planung von Arbeitsabläufen
– Instandhaltung von Geräten zur Reinigung, Prüfung und Messung
– Funktionsüberprüfung von feuertechnischen Anlagen
– Feuerungsanlagen reinigen, inklusiv Schornstein, Ofenrohr und auch den Edelstahlschornstein
– Überprüfung von Lüftungsanlagen
– Kundengespräche führen

Foto: © Serhan Sidan – Fotolia.com