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Flammenpilot oder Bruchpilot? Wir haben getestet!

Holzheizungen, Kamine und Grundöfen liegen voll im Trend: Hausbesitzer setzen auf den günstigen und CO2-neutralen Brennstoff, der regional verfügbar ist und schnell nachwächst. Doch selbst beim effizientesten Kaminofen findet sich immer noch Einsparpotenzial. Ofenbesitzer können Ihr Brennholz noch besser nutzen, als sie es jetzt bereits tun. Und genau das verspricht der Flammenpilot: Doch was taugt dieses kleine Kaminzubehör tatsächlich? Wir haben ihn bei uns in Teutschenthal an einem Specksteinofen getestet, mit einem interessanten Ergebnis…

Was macht der Flammenpilot?

Glut-Asche-niedergebrannt

Zuerst etwas Theorie: Die Zeit zwischen dem Auflegen von Holzscheiten und dem darauffolgenden Nachlegen wird als Nachlegeintervall bezeichnet. Rein rechnerisch gibt es für jeden Ofen, Werkstattofen einen perfekten Zeitpunkt, wann Sie das neue Holz nachlegen sollten. Doch um das zu wissen, braucht es ein Menge Erfahrung im Umgang mit den Geräten. In der Praxis ist es so, dass man eher zu früh oder zu spät für Nachschub sorgt. Und das ist eigentlich Energieverschwendung.

Genau setzt der Flammenpilot an: Er gibt Ihnen ein akkustisches Signal, wann der perfekte Zeitpunkt zum Nachlegen gekommen ist. So vermeiden Sie eine Überhitzung Ihres Wohnraums und sparen bis zu 33% Brennholz ein. Dieses kleine Gadget ist also ein Hilfssystem, welches Ihnen jeden Tag in der Heizperiode unter die Arme greifen wird. Rein rechnerisch gesehen wird sich der Flammenpilot also nach einiger Zeit selbst amortisieren. Ist dieser Zeitpunkt einmal überschritten, sparen Sie dauerhaft Kosten und helfen durch eine intelligente Kaminholz-Regulierung, die Umwelt zu schonen.

Wie funktioniert der Flammenpilot?

Flammenpilot-auf-Kaminofen

Da steht also dieser kleine Zauberkasten in der Nähe des Kaminofens und weiß genau, wann es Zeit ist, wieder neues Holz nachzulegen. Wie funktioniert das? Nein, es sitzt kein kleiner Kobold im Flammenpilot, der sich darum kümmert! Möglich wird das durch eine ausgeklügelte Sensortechnik. Er miss die vom Ofen ausgehende Infrarot-Strahlung und erzeugt daraus seine Berechnungen. Werden bestimmte Grenzwerte erreicht, dann gibt der Flammenpilot das Signal.

Feuer-Test: Wir haben geprüft

Flammenpilot-in-Ausstellung-Teutschenthal-getestet

Da wir von ofen.de natürlich auch wissen wollen, ob die Produkte bei uns im Shop einsatztauglich sind, haben wir Ihn für Sie live bei uns in der Ausstellung in Teutschenthal getestet: Der Flammenpilot wird am besten in einer Entfernung zwischen 1 bis 5 Metern in der Nähe zum Ofen aufgestellt. Geringer sollte die Distanz nicht sein, da das Gerät sonst die Infrarot-Strahlung nicht mehr genau messen kann. An der Vorderseite befindet sich eine kleine LED. Das schwarze Feld ist der Sensor. Dieser muss immer einen direkten Sichtkontakt zum Ofen haben: Stellen Sie den Flammenpilot also in der Nähe auf einen Tisch, das Fensterbrett oder an einen anderen Ort mit sicherem Stand.

Jetzt geht’s ans Einschalten: Richten Sie das schwarze Feld an der Vorderseite des Flammenpiloten auf den bereits brennenden Ofen. An der Oberseite des Gadgets befindet sich eine Drucktaste. Wir haben sie in unserem Test etwa 5 Sekunden lang gedrückt. Dann signalisiert der Pilot, dass er bereit zum Arbeiten ist. Das war es schon!

Wir haben die Funktionsweise für Sie noch einmal schön übersichtlich in einem Video zusammengefasst:

Das Testurteil

Wir haben den Flammenpilot etwa einen Halben Tag in der Ausstellung vor einem Skantherm Ator+ mit Specksteinverkleidung von Skantherm stehen lassen und bei der Arbeit beobachtet: Tatsächlich! Sobald das Feuer im Ofen niedergebrannt war, meldete sich der Flammenpilot mit einem Piepen (klingt ähnlich wie beim Wecker) zu Wort und signalisierte uns: Jetzt ist es Zeit zum Nachlegen.

Wer also noch nicht so viel Erfahrung im Umgang mit seinem Ofen, Speicherofen oder Schwedenofen hat, für den ist der Flammenpilot definitiv eine Überlegung wert! Sie werden mit der Zeit ganz automatisch Ihre Ofen kennen und wissen dann auch selbst, wann der perfekte Zeitpunkt gekommen ist. Aber selbst wenn Sie einmal nicht im Raum sein sollten, überwacht er Ihren Ofen und gibt das Signal. Sie brauchen also nicht immer daneben zu stehen und abzuwarten. Sollte er einmal nicht gebraucht werden, gibt es an der Unterseite zwei unscheinbare Schalter, mit denen Sie das Gerät ausschalten können. Das ist gerade über Nacht sehr zu empfehlen. Nicht, dass der Ofen noch langsam vor sich hin glimmt und Sie werden ständig vom Flammenpilot geweckt.

Anschaffungskosten vs. Einsparung

Flammenpilot-hilft-beim-Brennholz-nachlegen

Viele finden den Flammenpilot an sich zwar toll, überlegen jedoch wegen den Kosten. Zwar sind die einmaligen Anschaffungskosten auf dem ersten Blick etwas hoch: Wir haben das ganze für Sie aber einmal durchgerechnet:

33% Einsparung am Brennholz pro Saison – bei einem Verbrauch von 30kg pro Tag für einen wasserführenden Kaminofen, werden bei einer täglichen Beheizung (8 Stunden Dauer)  von Oktober bis März 5,46t Brennholz benötigt. Das entspricht bei einem Preis von einem Kilo gemischtes Hartholz (geschätzte 0,245€) unterm Strich: Rund 445€, die Sie einsparen werden.