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Eine exotische Grillbeilage: Das fermentierte Gemüse

Haben Sie schon mal von fermentiertem Gemüse gehört? Nicht? Dann wird es höchste Zeit, denn dieses Gemüse ist besonders verträglich und schmackhaft. Eine ideale Grillbeilage und ein echter Geheimtipp für Liebhaber vegetarischer oder veganer Kost. Lesen Sie hier wie Sie es selbst in ein paar einfachen Schritten zubereiten können.

Was ist fermentiertes Gemüse?

was-ist-fermentiertes-gemuese

Das Fermentieren von Gemüse ist eine traditionelle Art Gemüse haltbar zu machen. Ein Klassiker, den Sie bestimmt auch kennen, ist das Sauerkraut. Doch prinzipiell kann jedes Gemüse fermentiert werden, es ist einfach Geschmackssache und lädt zum Experimentieren beim Kochen und Grillen ein. Milchsäurebakterien sorgen bei der Zubereitung für eine Gärung – das Gemüse wird dadurch besonders verträglich. Es eignet sich als Beilage zu Gegrillten wie Gekochtem und kann Salate aufpeppen – ein echter Allrounder.

Wie kann ich das fermentierte Gemüse selbst zubereiten?

rote-Beete

Um selbst Gemüse nach Lust und Laune zu fermentieren, brauchen Sie nur einige Utensilien, die in fast jeder Küche bereits vorhanden sind:

  • Messer und Schneidebrett
  • Schüssel
  • Stößel o.ä.
  • Einmachglas oder ähnliches zum Fermentieren
  • Gewicht zum Beschweren

Die Zutatenliste ist ebenfalls überschaubar:

  • Gemüse Ihrer Wahl
  • Wasser
  • Salz

Unser Tipp: Gönnen Sie sich doch diesen Sommer mal ein richtig gutes Messer und das passende Schneidebrett mit dazu – Gibt es beides bei uns im Shop unter Grillzubehör!

Schritt 1: Die richtige Zubereitung

Gemuese-einmachen

Als Erstes muss das Gemüse gründlich abgewaschen werden, um es anschließend in Streifen oder Stücke zu schneiden. Alternativ können Sie auch mit einem Gemüsehobel oder einer Gemüseraspel arbeiten. Wir empfehlen für die ersten eigenen Versuche Gemüsesorten zu verwenden, die eine harte Konsistenz haben, zum Beispiel Möhren, rote Beete oder Paprika, da deren Konsistenz später schöner ist. Geben Sie das geschnittene Gemüse in eine Schüssel und zerdrücken Sie es mit einem Stößel, sodass der Gemüsesaft austritt. Nun wird Wasser hinzugegeben, bis das Gemüse mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Jetzt können Sie noch etwas Salz für den Geschmack hinzugeben, auf ein Kilo Gemüse kann man mit max. 1 TL Salz rechnen – hier ist weniger oft mehr. Es kann auch mit weiteren Gewürzen, Zwiebeln und frischen Kräutern als Zugabe experimentiert werden, um eine besondere Geschmacksnote zu erreichen.

Schritt 2: Das Gemüse einmachen

Es ist wichtig beim Einmachen auf Qualität beim Gefäß zu setzen, denn das fermentierte Gemüse braucht Zeit – mehrere Wochen bis Monate wird das Ferment auf diese Weise aufbewahrt. Am besten geeignet sind Einmachgläser aus Keramik oder Glas, in die das Gemüse gegeben wird. Es sollten nach dem Befüllen oben noch einige Zentimeter Raum im Glas sein. Anschließend wird das Gefäß verschlossen und muss mit einem Gewicht beschwert werden, um ein Anheben des Deckels durch den Gärprozess entgegenzuwirken. Lagern Sie es bei Zimmertemperatur ein.

Schritt 3: Warten und probieren

Einmachglas

Der Schlüssel zum Geschmack beim Fermentieren ist die Zeit. Der Gärungsprozess tritt bei dem eingemachten Gemüse direkt ein und je nach Dauer verändern sich die Konsistenz und der Geschmack. Es gibt keine bestimmte Mindestdauer für das fermentierte Gemüse. Deshalb empfiehlt es sich ab und an mal zu probieren, wie Ihnen das fermentierte Gemüse schmeckt, um die richtige Dauer für Ihren individuellen Geschmack herauszufinden. Desto länger es gärt, desto saurer wird es. Hat das Gemüse die gewünschte Säure erreicht, dann kann es in den Kühlschrank gestellt und so der Gärungsprozess aufgehalten werden. Wir wünschen guten Appetit und Freude beim Ausprobieren!