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Dutch Oven – Grillen wie die Cowboys im Wilden Westen

In den USA sind sie untrennbar mit einem leckeren und gemütlichen Barbecue verbunden, hierzulande sind sie aber noch eher unbekannt – die Rede ist vom Dutch Oven. Dies ist insofern unverständlich, als dass diese gusseisernen Töpfe sehr vielseitig in der Anwendung sind. Sie können damit Kochen, Braten und sogar auch Backen! In diesem Beitrag entführen wir Sie in die Welt des Dutch Ovens. Woher kommt der Name, wie wird er verwendet und wie lässt er sich reinigen?

Am Anfang waren die Niederlande

Wer des Englischen mächtig ist, der wird bei der Bezeichnung „Dutch Oven“ schon sicherlich etwas stutzig geworden sein. Übersetzt bedeutet dies nämlich „Holländischer Ofen“ – doch was hat die Niederlande mit diesem Grillgerät zu schaffen? Dazu müssen wir einen Blick auf das Material eines Dutch Ovens werfen und natürlich noch einen zurück in die Geschichte.

Dutch Oven bei ofen.de

Ein Dutch Oven wird aus Gusseisen gefertigt. Anfang des 18. Jahrhunderts ließen die Briten dieses praktische Kochgeschirr für ihre Kolonien und Siedler in Übersee fertigen. Allerdings war die Qualität des Gusseisens damals noch recht schlecht in Großbritannien. Viel besser sah es da schon in den Niederlanden aus, weshalb das Gusseisen von dort importiert wurde. Dementsprechend wurde das Kochgeschirr nach Herkunft des Materials auch als „Dutch Oven“ bezeichnet.

Braten, Backen und Kochen – wie funktioniert das?

Mit einem Dutch Oven können vielseitige Gerichte zubereitet werden

Wenn Sie einen Blick auf die Dutch Oven in unseren Shop werfen, dann wird Ihnen sicherlich gleich etwas auffallen. An der Unterseite befinden sich bei jedem Modell drei Standfüße. Dies hat auch seinen Sinn, denn der Dutch Oven wird direkt in die heiße Glut gestellt. Dadurch heizt sich das Gusseisen auf und gibt die Wärme langsam an das Essen ab. Auf diese Weise können Sie im Topf kochen und auch braten.

Bei geschlossenem Deckel verwandelt sich der Dutch Oven in einen Backofen. Auf die Oberseite lassen sich dabei ebenfalls glühende Kohlen legen. So lassen sich die Speisen mit Ober- und Unterhitze zubereiten. Je nachdem wie viele Kohlen Sie auflegen, lässt sich die Hitze variieren. Der Deckel kann natürlich auch umgedreht und als Bratpfanne benutzt werden.

Die Reinigung: einfacher als bei jedem Grill!

Es gibt einen Grund warum der Dutch Oven gerade bei den amerikanischen Siedlern und den Cowboys so geschätzt war. Dies lag nicht nur an seiner vielseitigen Verwendbarkeit, sondern auch an seiner einfachen Reinigung. Gusseisen bildet in Kombination mit Fett eine natürliche Patina, wenn es erhitzt wird. Auf diese Weise können Essensreste nicht in das grobporige Material eindringen.

Ein Dutch Oven sollte daher immer nur mit Wasser gereinigt werden. Seife oder andere chemische Reinigungsmittel würden diese Patina zerstören. Durch die schonende Zubereitung im Dutch Oven brennen die Speisen kaum an, sodass solch Chemiekeulen zur Reinigung auch gar nicht nötig sind. Sollte doch mal etwas Kruste entstanden sein, dann greifen Sie einfach zu einem Schwamm oder zu einem Topfkratzer aus ganz feiner Stahlwolle.