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Dauerbrandofen und Zeitbrandofen – Worin liegen die Unterschiede?

Der Unterschied zwischen einem Dauerbrandofen und einem Zeitbrandofen ist nicht so offensichtlich wie es die beiden Wortbestandteile „Dauer“ und „Zeit“ vermuten lassen. Beide Öfen sind für den Dauerbetrieb geeignet. Vielmehr liegt der Unterschied im Brennmaterial. Zudem ist gesetzlich genau geregelt, ob ein Ofen in die eine oder die andere Kategorie fällt.

Im folgenden Beitrag gehen wir genauer auf die Unterschiede ein und werfen auch einen Blick auf die Vor- und Nachteile der beiden Modelle.

Dauerbrandofen schwarz für Kohleverbrennung

Dauerbrandofen von Haas und Sohn

Der Dauerbrandofen – vorwiegend für die Kohleverbrennung

Die Bezeichnung „Dauerbrand“ ist keine zeitliche Zuordnung, sondern bezieht sich auf die Ofentechnik. Dauerbrandöfen sind für den Kohleabbrand optimiert. Nur Öfen, die den Prüfvorgaben der DIN 18890 entsprechen, dürfen Dauerbrandofen heißen, d.h., diese Modelle können mindestens 4 Stunden lang die Glut halten, was wiederum als Dauerbrand bezeichnet wird.
Dauerbrandöfen sind aufgrund ihrer Konstruktion nur bedingt für die Holzverbrennung geeignet. Sie besitzen im Brennraum eine Mulde als „Kohlenest“. Diese Mulde ist für die Verbrennung notwendig, weil hier die Kohle nachrutschen kann. Nur wenn die Kohle in einer Muldenform liegt, kann sie auch optimal abbrennen.

Die Holzverbrennung ist im Dauerbrandofen zwar auch möglich, Sie erreichen damit aber keine optimale Verbrennung. Das liegt daran, dass sich in diesem Ofentyp keine vorgeheizte Verbrennungsluft zuführen lässt.

Dauerbrandofen mit Holzfach und Wärmespeicher

Dauerbrandofen von Caminos

AUTOMATIC-Verbrennungssystem – für Dauerbrand-Kaminöfen

Kaminöfen mit dem AUTOMATIC-Verbrennungssystem sind mit einer Leistungsautomatic ausgestattet, welche den Brennstoff optimal ausnutzt. Bei der Verwendung von Kohle sind diese Öfen als Dauerbrandöfen zugelassen. Bei der Verbrennung von Holz wird die AUTOMATIC nicht benötigt; es verbrennt nach dem Hot-Air-System. Wird Kohle als Brennstoff eingesetzt, muss die AUTOMATIC eingeschaltet werden. Durch die Steuerung über den Wärmefühler wird die für den Verbrennungsvorgang optimal benötigte Primärluftmenge automatisch zugeführt.

Der Zeitbrandofen – Zulassung für den Holzabbrand

Im Gegensatz zum Dauerbrandofen hat der Zeitbrandofen eine Zulassung für die Verbrennung von Holz. Er muss nicht auskühlen, um wieder befeuert zu werden, sondern kann im Prinzip dauerhaft in Betrieb sein. Die Bezeichnung „Zeitbrand“ sagt besagt lediglich, dass der Ofen die Nennwärmeleistung für mindestens 45 Minuten halten muss. Im Vergleich zu Kohle kann Holz eben nicht so lange die Wärme halten, sodass für die Verbrennung von Scheitholz zugelassene Modelle als Zeitbrandfeuerstätten bezeichnet werden. Der Zeitbrandofen wird auch als Schwedenofen, Speicherofen, Specksteinofen, Werkstattofen oder auch Küchenofen verkauft.

Vor- und Nachteile beider Modelle

Dauerbrandöfen sind nicht nur für die Verwendung von Kohle, sondern auch für Verbrennung von Holz oder Briketts geeignet. Bei den Zeitbrandöfen dürfen Sie keine Kohle, wohl aber Briketts verwenden, allerdings nur, wenn der Kaminofen für Briketts zugelassen ist.

Im Vergleich zum Dauerbrandofen müssen Sie beim Zeitbrandofen häufiger Brennmaterial nachlegen, damit er in Betrieb bleibt. Allerdings erhalten Sie mit der Zeitbrandfeuerstätte eine wesentlich bessere Heizleistung.