Skip to main content
Titelbild_Am_Anfang_war_das_Feuer

Am Anfang war das Feuer Teil 1 – Die Entdeckung des Feuers

Auch wenn die ersten Aufzeichnungen über einen Kaminofen oder Kamin aus dem 14. Jahrhundert stammen, beginnt seine Geschichte schon viel früher, in grauer Vorzeit mit der Entdeckung des Feuers durch den Menschen. In Form von Blitzen und Vulkanen gibt es das Feuer seit Anbeginn der Zeit auf der Erde. Der Mensch wurde also von Anfang an damit konfrontiert. Was zunächst eine Gefahr für sein Leben darstellte, lernte er im Laufe der Zeit zu seinem Vorteil zu nutzen.

Steinzeit

Bild von einem Blitzeinschlag im BaumWann genau der Mensch begann, das Feuer kontrolliert für seine Zwecke einzusetzen, ist unter Wissenschaftlern umstritten. Vermutet wird, dass dies erstmals vor ca. 1,8 Millionen Jahren dem Homo erectus gelang. Natürlich entstandenes Feuer hielt er als Lagerfeuer in Gang und nahm es mit in seine Höhlen. Wie er es eigenhändig entzünden konnte, lernte er aber erst viel später.

Die Entdeckung des Feuers stellt einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Menschen dar. Es diente ihm als Licht- und Wärmequelle und ermöglichte ihm, seine Nahrung zu kochen. Gekochtes und gebratenes Fleisch war nahrhafter und leichter zu verdauen als rohes Fleisch. Und es ließ sich länger lagern. Die Nahrungsumstellung wirkte sich positiv auf die Entwicklung des menschlichen Gehirns aus, das in den folgenden Jahrtausenden immer größer wurde. Außerdem ermöglichte das Feuer die Besiedlung kalter Regionen und hielt wilde Tiere fern.

Das Feuer wurde zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Menschen. Bis tief in die Nacht konnten sie gemeinsam um die Feuerstelle herum sitzen, Pläne schmieden und Kulte ausüben. Auf diese Weise wurde auch die Entwicklung der menschlichen Sprache vorangetrieben. Insgesamt förderte es das gemeinschaftliche Leben.