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Verbrennung von Holz

Die Verbrennung von Holz ist mittlerweile gut erforscht und untersucht worden. Genau genommen handelt es sich aber gar nicht um eine Verbrennung, sondern um eine Vergasung. Das geschieht in drei Phasen

  1. In der ersten Phase wird das Holz bei etwa 100 – 150 Grad Celsius getrocknet. Dabei erhitzt sich das Wasser im Holz und verdampft. Das kann man beim Anheizen eines Ofens sogar manchmal durch ein Zischen hören. Je mehr Feuchtigkeit im Holz enthalten ist, desto mehr Energie wird für das Verdampfen des Wassers benötigt.
  2. Bei der zweiten Phase spricht man von der eigentlichen Entgasung. Der Fachbegriff dafür lautet Pyrolyse. Sie findet im Temperaturbereich zwischen 150 und 550 Grad Celsius statt. Zuerst werden die flüchtigen Bestandteile des Holzes gasförmig. Bei dieser Phase werden etwa 85 Prozent der Holzmasse umgewandelt. Es entstehen Wasser und Kohlenstoffdioxid. Diese Phase kann dabei 70 Prozent des Heizwertes freisetzen.
  3. Es ist aber wichtig, die Temperaturen noch weiter in die Höhe zu treiben, damit die dritte Verbrennungsphase eintreten kann. Sie wird auch als Oxidation bezeichnet und beginnt ab etwa 600 Grad Celsius. Die brennbaren Gase aus dem Holz reagieren mit dem Luftsauerstoff und entzünden sich. Hierbei entsteht erst die eigentlich Asche, die wir nach dem Holzabbrand sehen können. Sie besitzt nur noch etwa 0,5 bis 1Prozent der ursprünglichen Holzmasse und besteht aus den nicht entzündlichen Teilen des Holzes.