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Unterdruck Kamin

Beim Thema Unterdruck sträuben sich vielen Kaminbesitzern die Nackenhaare zu Berge. Denn das kann richtig gefährlich werden. Aber der normale Laie fragt sich wahrscheinlich: Unterdruck beim Kamin? Damit ist folgendes Gemeint: Jeder Kamin, Kaminofen, Pelletofen oder andere Einzelfeuerstätte benötigt zum korrekten Funktionieren eine gewisse Menge an Luft und Sauerstoff. Diese Menge kann je nach Leistungsbereich und Größe der Brennkammer variieren. Deshalb muss vor der Anschaffung berechnet werden, wie hoch der Luftbedarf eines Kamins ist und ob dieser auch von den Räumen des Hauses gedeckt werden kann. Im Normalfall strömt frische Luft durch Türen, Fenster oder kleine Undichtigkeiten in die Räume nach und das Problem hat sich erledigt. Bei Niedrigenergiehäusern ist das aber nicht der Fall. Sie sind so konzipiert, dass eine möglichst hohe Dämmung und Dichtigkeit erreicht werden. Dadurch kann nicht in jedem Fall genügend frische Luft nachströmen. Da der Kamin also mehr Luft ansaugt und verbraucht, als nachströmen kann, entsteht ein Unterdruck. Im einfachsten Fall führt es dazu, dass die Verbrennung ineffizient abläuft. Ein Unterdruck beim Kamin kann aber auch richtig gefährlich werden. Im schlimmsten Fall reguliert sich das Luft-Ungleichgewicht nämlich von selbst. Die Strömungsrichtung wird umgekehrt. Anstatt Luft aus den Räumen abgesaugt wird, pustet der Kamin seine Luft jetzt direkt in die Räume hinein. Giftige Gase, wie zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid können sich ausbreiten. Prüfen Sie also vor dem Einbau im Haus auch genau, ob die Luftströme für eine ausreichende Versorgung reichen. Übrigens kann ein Unterdruck auch manchmal durch einen elektrischen Wäschetrockner oder eine Dunstabzugshaube entstehen. Dann kann eine Analyse des Raumluftverbundes hilfreich sein.